Web 2.0
In der Bewerbung für einen Business-Wettbewerb kommt es auch auf die Persönlichkeit des Unternehmers an. Zu dumm nur, wenn eine einfache Google-Recherche die angepriesenen Eigenschaften widerlegt.
Freizügige Fotos, peinliche Firmen-Interna oder unbeherrschte Status-Updates bei Facebook, Twitter & Co: Damit gefährden Sie nicht nur Kundenaufträge und Ihren Ruf als Unternehmer, sondern auch Ihre Gewinnchancen bei Wettbewerben. Das Medien-Portal MEEDIA hat zehn Verhaltensregeln für Social Networks aufgestellt, mit denen Sie Ihre Chancen wahren.
1. Verhalten Sie sich netzwerkkonform
Social Networks unterscheiden sich vor allem bei ihren Verhaltensformen. Während etwa bei StudiVZ saloppe Gästebuch-Einträge mit Emoticons zum Standard gehören, wirkt das bei Xing schnell unprofessionell.
Lassen Sie besondere Vorsicht walten bei Facebook. Die rund 200 Millionen Mitglieder kommunizieren dort sowohl privat wie beruflich. Überlegen Sie gut, was Ihre Kollegen oder ein Juror von Ihrem Privatleben wissen dürfen – und was nicht.
2. Rechnen Sie mit ungebetenen Lesern
In sozialen Netzwerken ist alles öffentlich – immer: Jeder kann Ihre Beiträge lesen, auch Ihr Chef oder Ihr Juror. Überlegen Sie also, wen Sie öffentlich kritisieren und auf welche Weise.
Ansonsten kann es Ihnen ergehen wie Richard Richtmyer von der Nachrichtenagentur AP: Er kritisierte MEEDIA zufolge in seinem Facebook-Account einen Vorgesetzten – und bekam darauf eine offizielle Abmahnung in seine Personalakte. Grund: Er habe den Ruf der Agentur beschädigt.
3. Verraten Sie keine Firmen-Interna
Das Preisgeben firmeninterner Daten ist laut MEEDIA ein sicherer Weg zur fristlosen Kündigung. Das gilt auch für Netzwerke. Halten Sie sich vor allem beim Mikroblogging-Dienst Twitter zurück: Versendete Nachrichten verfolgen Ihre Abonnenten dort in Echtzeit.
Verzichten Sie auch auf vermeintlich ungefährliche Status-Meldungen wie "Meeting zum Thema XY" oder "befinde mich gerade an Ort ZZ". Juroren erhalten dadurch womöglich Eindrücke in die Struktur Ihrer Firma, die den Schilderungen Ihrer Bewerbung widersprechen.
4. Meiden Sie Netzwerke bei Krankheit
Meiden Sie Social Networks, wenn Sie krankgeschrieben sind. Wer fit genug zum Twittern ist, kann der Personalabteilung nur schwer erklären, dass er zu krank zum Arbeiten ist. Das musste laut MEEDIA eine Schweizerin erfahren, die wegen starker Migräne krank geschrieben war, gleichzeitig aber auf Facebook Beiträge versendete. Der Kommentar des Chefs: "Wer auf Facebook sein kann, kann auch arbeiten." Die Folge: fristlose Kündigung.
5. Veröffentlichen Sie keine anzüglichen Fotos
Das eigene Foto dient bei sozialen Netzwerken der Selbstdarstellung. Allein der Facebook-Server umfasst inzwischen zehn Milliarden Bilder. Lassen Sie bei der Auswahl Ihrer Fotos Vorsicht walten.
Denn Urlaubsbilder im Bikini oder Partybilder im Rausch machen im Kollegenkreis schnell die Runde – selbst wenn die Mitarbeiter nicht direkt mit Ihnen befreundet sind. Stellen Sie zumindest sicher, dass solche Fotos nicht mit Ihrem Namen und einem Datum verknüpft sind.
6. Wählen Sie Ihre Freunde gut aus
Der Sinn von Netzwerken ist es, neue Kontakte zu schließen und alte zu erneuern. Doch wie im "richtigen" Leben gilt: Man kann nicht mit jedem befreundet sein.
Ignorieren Sie Freundschafts-Anfragen, auf die Sie auch im Alltag nicht eingehen würden. Selbst Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat laut MEEDIA die Funktion "Add as a friend" deaktiviert. Bei einigen Netzwerken wie Facebook lassen sich auch bestimmte Privatsphären-Rechte einrichten.
7. Respektieren Sie Ihre Kollegen wie im Büro
Über manche Dinge lässt sich einfacher schreiben als reden – das gilt auch für den klassischen Bürotratsch. Schreiben oder twittern Sie trotzdem nie etwas über einen Mitarbeiter oder einen Juroren, was Sie ihm nicht auch ins Gesicht sagen würden. Denn peinlich wird es, wenn ein verunglimpfter Juror Ihre Kommentare mitliest – oder von dritter Seite zugesandt bekommt.
8. Trennen Sie nicht zwischen Berufs- und Privatleben
Eine ausgeglichene Work-Life-Balance ist wichtig. Aber: Online gibt es keine Trennung zwischen Job und Freizeit. Was Sie im Web über ihr Privatleben preisgeben, wirkt sich auch auf Ihre berufliche Internetpräsenz aus.
Beispiele: Ein Metzgerei-Verkäufer hat ein Image-Problem, wenn er ein aktives Mitglied einer Vegetarier-Community ist. Und ein Bewerber bei einem Umweltpreis, wird die Juroren mit einem Bild von seinem "Hummer" auch wenig beeindrucken.
9. Outen Sie sich nicht als inkompetent
"Dumme Fragen gibt es nicht", heißt es im Volksmund. Das stimmt nicht ganz: Heikel wird es zum Beispiel, wenn Sie in Experten-Foren oder bei Mitmach-Communitys Fragen stellen, die zu Ihren professionellen Kernkompetenzen gehören sollten. Kommt das heraus, leidet schnell Ihr Ruf – zum Beispiel als kompetenter Bewerber.
10. Bleiben Sie authentisch
Alle Bilder und Informationen, die Sie im Internet veröffentlichen, können auch Jahre später gegen Sie verwendet werden. Darin liegt aber auch eine Chance: Denn mit Ihrem Social-Network-Profil können Sie das Bild positiv beeinflussen, das andere von Ihnen haben.
Wichtig sind laut MEEDIA vor allem Äußerlichkeiten. Sie verbessern als Ihr Image schon, wenn Sie sich seriös kleiden und sich in einer schönen Wohnung oder an einem modernen Computer präsentieren.
Zur Originalmeldung bei meedia.de
Fotos: PIXELIO
Bewerber-Falle Internet
So präsentieren Sie sich in Online-Netzwerken als seriöser Bewerber
Könnten Sie diesen Bewerber ablehnen? Foto: Frank Rosskoss/PIXELIO
Freizügige Fotos, peinliche Firmen-Interna oder unbeherrschte Status-Updates bei Facebook, Twitter & Co: Damit gefährden Sie nicht nur Kundenaufträge und Ihren Ruf als Unternehmer, sondern auch Ihre Gewinnchancen bei Wettbewerben. Das Medien-Portal MEEDIA hat zehn Verhaltensregeln für Social Networks aufgestellt, mit denen Sie Ihre Chancen wahren.
1. Verhalten Sie sich netzwerkkonform
Social Networks unterscheiden sich vor allem bei ihren Verhaltensformen. Während etwa bei StudiVZ saloppe Gästebuch-Einträge mit Emoticons zum Standard gehören, wirkt das bei Xing schnell unprofessionell.
Lassen Sie besondere Vorsicht walten bei Facebook. Die rund 200 Millionen Mitglieder kommunizieren dort sowohl privat wie beruflich. Überlegen Sie gut, was Ihre Kollegen oder ein Juror von Ihrem Privatleben wissen dürfen – und was nicht.
2. Rechnen Sie mit ungebetenen Lesern
In sozialen Netzwerken ist alles öffentlich – immer: Jeder kann Ihre Beiträge lesen, auch Ihr Chef oder Ihr Juror. Überlegen Sie also, wen Sie öffentlich kritisieren und auf welche Weise.
Ansonsten kann es Ihnen ergehen wie Richard Richtmyer von der Nachrichtenagentur AP: Er kritisierte MEEDIA zufolge in seinem Facebook-Account einen Vorgesetzten – und bekam darauf eine offizielle Abmahnung in seine Personalakte. Grund: Er habe den Ruf der Agentur beschädigt.
3. Verraten Sie keine Firmen-Interna
Das Preisgeben firmeninterner Daten ist laut MEEDIA ein sicherer Weg zur fristlosen Kündigung. Das gilt auch für Netzwerke. Halten Sie sich vor allem beim Mikroblogging-Dienst Twitter zurück: Versendete Nachrichten verfolgen Ihre Abonnenten dort in Echtzeit.
Verzichten Sie auch auf vermeintlich ungefährliche Status-Meldungen wie "Meeting zum Thema XY" oder "befinde mich gerade an Ort ZZ". Juroren erhalten dadurch womöglich Eindrücke in die Struktur Ihrer Firma, die den Schilderungen Ihrer Bewerbung widersprechen.
4. Meiden Sie Netzwerke bei Krankheit
Meiden Sie Social Networks, wenn Sie krankgeschrieben sind. Wer fit genug zum Twittern ist, kann der Personalabteilung nur schwer erklären, dass er zu krank zum Arbeiten ist. Das musste laut MEEDIA eine Schweizerin erfahren, die wegen starker Migräne krank geschrieben war, gleichzeitig aber auf Facebook Beiträge versendete. Der Kommentar des Chefs: "Wer auf Facebook sein kann, kann auch arbeiten." Die Folge: fristlose Kündigung.

Nach dem Online-Rausch kommt meist der Kater. Foto: Paul-Georg Meister/PIXELIO
Das eigene Foto dient bei sozialen Netzwerken der Selbstdarstellung. Allein der Facebook-Server umfasst inzwischen zehn Milliarden Bilder. Lassen Sie bei der Auswahl Ihrer Fotos Vorsicht walten.
Denn Urlaubsbilder im Bikini oder Partybilder im Rausch machen im Kollegenkreis schnell die Runde – selbst wenn die Mitarbeiter nicht direkt mit Ihnen befreundet sind. Stellen Sie zumindest sicher, dass solche Fotos nicht mit Ihrem Namen und einem Datum verknüpft sind.
6. Wählen Sie Ihre Freunde gut aus
Der Sinn von Netzwerken ist es, neue Kontakte zu schließen und alte zu erneuern. Doch wie im "richtigen" Leben gilt: Man kann nicht mit jedem befreundet sein.
Ignorieren Sie Freundschafts-Anfragen, auf die Sie auch im Alltag nicht eingehen würden. Selbst Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat laut MEEDIA die Funktion "Add as a friend" deaktiviert. Bei einigen Netzwerken wie Facebook lassen sich auch bestimmte Privatsphären-Rechte einrichten.
7. Respektieren Sie Ihre Kollegen wie im Büro
Über manche Dinge lässt sich einfacher schreiben als reden – das gilt auch für den klassischen Bürotratsch. Schreiben oder twittern Sie trotzdem nie etwas über einen Mitarbeiter oder einen Juroren, was Sie ihm nicht auch ins Gesicht sagen würden. Denn peinlich wird es, wenn ein verunglimpfter Juror Ihre Kommentare mitliest – oder von dritter Seite zugesandt bekommt.
8. Trennen Sie nicht zwischen Berufs- und Privatleben
Eine ausgeglichene Work-Life-Balance ist wichtig. Aber: Online gibt es keine Trennung zwischen Job und Freizeit. Was Sie im Web über ihr Privatleben preisgeben, wirkt sich auch auf Ihre berufliche Internetpräsenz aus.
Beispiele: Ein Metzgerei-Verkäufer hat ein Image-Problem, wenn er ein aktives Mitglied einer Vegetarier-Community ist. Und ein Bewerber bei einem Umweltpreis, wird die Juroren mit einem Bild von seinem "Hummer" auch wenig beeindrucken.
9. Outen Sie sich nicht als inkompetent
"Dumme Fragen gibt es nicht", heißt es im Volksmund. Das stimmt nicht ganz: Heikel wird es zum Beispiel, wenn Sie in Experten-Foren oder bei Mitmach-Communitys Fragen stellen, die zu Ihren professionellen Kernkompetenzen gehören sollten. Kommt das heraus, leidet schnell Ihr Ruf – zum Beispiel als kompetenter Bewerber.
10. Bleiben Sie authentisch
Alle Bilder und Informationen, die Sie im Internet veröffentlichen, können auch Jahre später gegen Sie verwendet werden. Darin liegt aber auch eine Chance: Denn mit Ihrem Social-Network-Profil können Sie das Bild positiv beeinflussen, das andere von Ihnen haben.
Wichtig sind laut MEEDIA vor allem Äußerlichkeiten. Sie verbessern als Ihr Image schon, wenn Sie sich seriös kleiden und sich in einer schönen Wohnung oder an einem modernen Computer präsentieren.
Zur Originalmeldung bei meedia.de
Fotos: PIXELIO
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