Computer und Co
Sie melden sich für einen Wettbewerb an? Dann mühen Sie sich vielleicht auch mit dem umfangreichen Bewerbungsformular im Internet. Ein schneller PC macht sich in solchen Situationen gleich mehrfach bezahlt.
Die Gründe für einen langsamen PC sind vielfältig. Die gute Nachricht: Es gibt Abhilfe, um den PC zu tunen. Die schlechte Nachricht: Die meisten Tipps zum PC-Tuning taugen wenig und bringen am Ende nur eines auf Hochtouren – Ihre Nerven.
25 Tuning-Märchen
Das Portal computerwoche.de hat 25 falsche Tuning-Tipps zusammengestellt. Damit wird ihr PC garantiert langsamer und ihr Geldbeutel um einiges leichter. Erfahren Sie in Teil 1 alles über die ersten 12 Tuning-Märchen:
Märchen 1: Automatische Updates sind unnötig
Der Windows-Dienst zum Installieren automatischer Updates lädt wichtige Updates und beseitigt Fehler. Über die Systemsteuerung lässt sich der Dienst zwar abschalten. Aber Vorsicht: Die Win-Update-Site zum eigenhändigen Installieren von Updates funktioniert dann auch nicht mehr.
Märchen 2: Defragmentieren bringt nichts
Beim Speichern auf dem Computer wird jede Datei in sehr kleine Fragmente zerlegt und in Datenblöcken abgelegt. Die Fragmente gelangen dabei einfach in die nächstbesten freien Blöcke – wodurch sich die Ladezeit des Rechners erheblich erhöht.
Durch das Defragmentieren die Fragmente in benachbarte Blöcke geschoben. Das Ergebnis: die Ladezeit wird merklich beschleunigt.
Märchen 3: Die Systemwiederherstellung kostet Speicherplatz
Der Dienst zur Wiederherstellung des Systems gehört zum Sicherheitsnetz jedes Windows PCs. Bei Änderungen, wie zum Beispiel der Installation neuer Software, wird ein Wiederherstellungspunkt angelegt. Damit können Sie das System jederzeit wieder auf den alten Stand bringen.
Ist diese Funktion deaktiviert, können Sie das alte System bei Fehlfunktionen nicht wiederherstellen.
Märchen 4: Das Löschen von Schriften beschleunigt Windows
Windows speichert alle Schriften in einem Font-Ordner. Auch die Schriften von Anwendungsprogrammen wie Microsoft Office werden in diesem Ordner abgelegt.
Befinden sich nicht mehr als 600 Schriftarten im Font-Ordner, wird das System auch durch das Löschen von Schriften nicht wesentlich beschleunigt.
Märchen 5: Temporäre Dateien machen den Rechner langsam
Temporäre Dateien speichern Daten für einen vorübergehenden Zeitraum. Eigentlich sollte jedes Programm nicht mehr benötigte Dateien von selbst löschen. Doch das funktioniert oft nicht.
Durch das Löschen zwischengespeicherter Dateien entsteht im besten Falle neuer Speicherplatz. An der Geschwindigkeit des Rechners ändert das meistens nichts.
Märchen 6: Überflüssige Komponenten machen das System langsam
Unter Windows XP können Sie Komponenten wie zum Beispiel Outlook Express deinstallieren. Da die meisten Rechner mittlerweile sehr große Festplatten besitzen, fällt eine Deinstallation jedoch kaum ins Gewicht.
Märchen 7: SSD-Karten nehmen es mit jeder Festplatte auf
Solid State Drives (SSD-Karten) werden über Schnittstellen mit dem Rechner verbunden und von diesem als Festplatte verwendet.
Der angebliche Vorteil gegenüber Festplatten: Eine verkürzte Daten-Zugriffszeit, weil die Daten in festen Speicherchips abgelegt werden. Dieser Vorteil fällt jedoch nicht merklich ins Gewicht, weil moderne Betriebssysteme lange Wartezeiten durch ebenso moderne Techniken kompensieren.
Märchen 8: Der Prefetch-Cache muss geleert werden
Damit Ihr Rechner schnell arbeitet, müssen Prefetch-Cache und Superfetch-Cache nicht zwingend geleert werden.
In der Vista-Datei NTOSBOOT-B00DFAAD.pdf verbleiben ohnehin nur die letzten acht Informationen zu Boot-Vorgängen. Ältere Infos entsorgt Windows automatisch.
Märchen 9: Vista Readyboost tunt Windows Vista
Readyboost nutzt Flash-Speicher auf einem USB-Stick oder einer Speicherkarte als Erweiterung für den Arbeitsspeicher. Dieser Flash-Speicher wird als Superfetch zur Verfügung gestellt.
Superfetch-Dateien lassen sich von diesen Medien schneller einlesen als von der Festplatte. Das stimmt nicht ganz: Arbeitsspeicher sind mittlerweile so günstig, dass ein zusätzlicher RAM-Speicher effektiver ist.
Märchen 10: Readydrive beschleunigt Vista
Hybride Festplatten vereinen herkömmliche Festplatten mit einem Flash-Speicher, den Vista als Cache nutzt. Ein Neustart des Rechners soll so zügiger ablaufen, weil der Flash-Speicher schneller zur Verfügung steht als die konventionellen Festplatten.
In der Praxis wirkt sich dieser angebliche Vorteil kaum aus: Das Bios ist meistens so schnell, dass alle Festplatten ausreichend beschleunigt werden.
Märchen 11: SD-Karten taugen nichts
Erstklassige Highspeed-SD-Karten erreichen Geschwindigkeiten von über 20 MB/s. Diese Werte sind auch in der Praxis leicht erreichbar. Fazit: Highspeed-SD-Karten können den PC tatsächlich beschleunigen.
Märchen 12: Abgeschaltete Dienste bringen Leistungsreserven zurück
Jedes nicht gestartete Programm entlastet den Rechner. Dabei handelt es sich jedoch meistens um vorinstallierte Programme, die jedes Windows Vista schon mitbringt.
Durch das Abschalten der Dienste wird keine nennenswerte Prozessor- oder Arbeitsspeicherkapazität gewonnen.
Diese Tuning-Tipps können Sie getrost vergessen – Teil 1

Tuning für den Computer (Foto:Freeday / Pixelio)
Die Gründe für einen langsamen PC sind vielfältig. Die gute Nachricht: Es gibt Abhilfe, um den PC zu tunen. Die schlechte Nachricht: Die meisten Tipps zum PC-Tuning taugen wenig und bringen am Ende nur eines auf Hochtouren – Ihre Nerven.
25 Tuning-Märchen
Das Portal computerwoche.de hat 25 falsche Tuning-Tipps zusammengestellt. Damit wird ihr PC garantiert langsamer und ihr Geldbeutel um einiges leichter. Erfahren Sie in Teil 1 alles über die ersten 12 Tuning-Märchen:
Märchen 1: Automatische Updates sind unnötig
Der Windows-Dienst zum Installieren automatischer Updates lädt wichtige Updates und beseitigt Fehler. Über die Systemsteuerung lässt sich der Dienst zwar abschalten. Aber Vorsicht: Die Win-Update-Site zum eigenhändigen Installieren von Updates funktioniert dann auch nicht mehr.
Märchen 2: Defragmentieren bringt nichts
Beim Speichern auf dem Computer wird jede Datei in sehr kleine Fragmente zerlegt und in Datenblöcken abgelegt. Die Fragmente gelangen dabei einfach in die nächstbesten freien Blöcke – wodurch sich die Ladezeit des Rechners erheblich erhöht.
Durch das Defragmentieren die Fragmente in benachbarte Blöcke geschoben. Das Ergebnis: die Ladezeit wird merklich beschleunigt.
Märchen 3: Die Systemwiederherstellung kostet Speicherplatz
Der Dienst zur Wiederherstellung des Systems gehört zum Sicherheitsnetz jedes Windows PCs. Bei Änderungen, wie zum Beispiel der Installation neuer Software, wird ein Wiederherstellungspunkt angelegt. Damit können Sie das System jederzeit wieder auf den alten Stand bringen.
Ist diese Funktion deaktiviert, können Sie das alte System bei Fehlfunktionen nicht wiederherstellen.
Märchen 4: Das Löschen von Schriften beschleunigt Windows
Windows speichert alle Schriften in einem Font-Ordner. Auch die Schriften von Anwendungsprogrammen wie Microsoft Office werden in diesem Ordner abgelegt.
Befinden sich nicht mehr als 600 Schriftarten im Font-Ordner, wird das System auch durch das Löschen von Schriften nicht wesentlich beschleunigt.
Märchen 5: Temporäre Dateien machen den Rechner langsam
Temporäre Dateien speichern Daten für einen vorübergehenden Zeitraum. Eigentlich sollte jedes Programm nicht mehr benötigte Dateien von selbst löschen. Doch das funktioniert oft nicht.
Durch das Löschen zwischengespeicherter Dateien entsteht im besten Falle neuer Speicherplatz. An der Geschwindigkeit des Rechners ändert das meistens nichts.
Märchen 6: Überflüssige Komponenten machen das System langsam
Unter Windows XP können Sie Komponenten wie zum Beispiel Outlook Express deinstallieren. Da die meisten Rechner mittlerweile sehr große Festplatten besitzen, fällt eine Deinstallation jedoch kaum ins Gewicht.
Märchen 7: SSD-Karten nehmen es mit jeder Festplatte auf
Solid State Drives (SSD-Karten) werden über Schnittstellen mit dem Rechner verbunden und von diesem als Festplatte verwendet.
Der angebliche Vorteil gegenüber Festplatten: Eine verkürzte Daten-Zugriffszeit, weil die Daten in festen Speicherchips abgelegt werden. Dieser Vorteil fällt jedoch nicht merklich ins Gewicht, weil moderne Betriebssysteme lange Wartezeiten durch ebenso moderne Techniken kompensieren.
Märchen 8: Der Prefetch-Cache muss geleert werden
Damit Ihr Rechner schnell arbeitet, müssen Prefetch-Cache und Superfetch-Cache nicht zwingend geleert werden.
In der Vista-Datei NTOSBOOT-B00DFAAD.pdf verbleiben ohnehin nur die letzten acht Informationen zu Boot-Vorgängen. Ältere Infos entsorgt Windows automatisch.
Märchen 9: Vista Readyboost tunt Windows Vista
Readyboost nutzt Flash-Speicher auf einem USB-Stick oder einer Speicherkarte als Erweiterung für den Arbeitsspeicher. Dieser Flash-Speicher wird als Superfetch zur Verfügung gestellt.
Superfetch-Dateien lassen sich von diesen Medien schneller einlesen als von der Festplatte. Das stimmt nicht ganz: Arbeitsspeicher sind mittlerweile so günstig, dass ein zusätzlicher RAM-Speicher effektiver ist.
Märchen 10: Readydrive beschleunigt Vista
Hybride Festplatten vereinen herkömmliche Festplatten mit einem Flash-Speicher, den Vista als Cache nutzt. Ein Neustart des Rechners soll so zügiger ablaufen, weil der Flash-Speicher schneller zur Verfügung steht als die konventionellen Festplatten.
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Diese Tuning-Tipps können Sie getrost vergessen – Teil 22 Kommentare:
von Mario am 15.01.2009 - 09:13 Uhr
Hier gibt es ne schöne Antwort auf deine Frage: www.pc-erfahrung.de/linux/linux-faq.html#defragmentieren
Kurzfassung: Linux speichert neue Dateien in entsprechende freie Stellen (entsprechend der Größe); Windows legt es erstmal irgendwo ab und am Ende muss einer aufräumen
Hier gibt es ne schöne Antwort auf deine Frage: www.pc-erfahrung.de/linux/linux-faq.html#defragmentieren
Kurzfassung: Linux speichert neue Dateien in entsprechende freie Stellen (entsprechend der Größe); Windows legt es erstmal irgendwo ab und am Ende muss einer aufräumen
von HDK am 14.01.2009 - 17:28 UhrJe mehr Dateien (TMP, Prefetch, Wiederherstellungspunkte usw ) so wird die Festplatte fragmetiert. Leider gibt es keine Defragmetierungs-Programme wo man angeben kann, wo bestimmte Dateien angeordnet werden sollen. Früher war es unter Norton möglich.
Wieso gibt es unter Linux, OS/2 u.a. OS keine Fragmentierung?
Wieso gibt es unter Linux, OS/2 u.a. OS keine Fragmentierung?


