start2grow Informationstechnologien (inaktiv)
In 86.32 Stunden aufs Sieger-Treppchen (Teil 1)
Ein Start-up erfasst seine in die Wettbewerbsteilnahme investierte Arbeitszeit minutengenau
Neben dem Know-how und dem Imagegewinn sind es die ausgelobten Preise, die eine Teilnahme bei einem Gründerwettbewerb attraktiv erscheinen lassen. Doch lohnt sich das wirklich, wenn man die investierte Zeit genauer unter die Lupe nimmt und gegenrechnet? Hier gibt es Antworten.
Die Teilnahme an einem Businessplan-Wettbewerb bietet Gründern ein fundiertes Feedback in puncto Business Development und Businessplan, eine Einschätzung der grundsätzlichen Tragfähigkeit der Unternehmensidee und gute Kontakte zu Kapitalgebern wie Branchenkennern.
Doch wie verhält es sich mit dem Aufwand für die Teilnahme und dem Nutzen.
Der Stundenlohn: 87 Euro
Sebastian Munz und Julia Soergel, Gründer der Yolk GbR und Macher der 2006 gestarteten webbasierten Arbeitszeiterfassung mite, nahmen just an Phase 2 des IT-Gründungswettbewerbs start2grow teil.
Ihren zeitlichen Aufwand erfassten sie mithilfe des Online-Tools minutiös: vom Verfassen jeder Zeile des Businessplans über die organisatorischen E-Mails und die Fahrten zur Präsentationen bis hin zu den Rahmenveranstaltungen.
Das Ergebnis vorweg: 86.32 Stunden Aufwand brachten dem Duo einen vierten Platz ein. Dafür gab es 7.500 Euro plus Sachpreise. Das entspricht einem gerundeten Stundenlohn von 87 Euro.
Bleibt die Zahl nackt stehen, bleibt sie vor allem eins: wenig aussagekräftig. Einen nach oben oder nach unten gerichteten Daumen stellt sie dar, mehr aber auch nicht.
Detaillierte Auswertung nötig
Soll die Zeiterfassung zur Klärung der Frage dienen, ob die Teilnahme an einem weiteren Wettbewerb lohnenswert erscheint, müssen die Zeiten detaillierter betrachtet werden:
• Auf welchen Leistungsbereich entfiel welcher Teil der gesamten Zeit?
• Wieviel Zeit nahm das Schreiben des Businessplans in Anspruch?
• Wieviel Zeit kostete die organisatorische Kommunikation und die internen Diskussionen im Team?
• Wieviel Zeit fiel auf etwaige Präsentationen vor einer Jury?
• Wieviele Zeit nahmen die Fahrten zu Rahmenveranstaltungen in Anspruch?
Qualität vorab
Wie bei jedem anderen Projekt geht es bei sinnvoller Arbeitszeiterfassung insbesondere um eine qualitative Erfassung, nicht um eine quantitative.
Erst bei genauer Analyse wird klar, was gut lief und was weniger, an welchen Punkten es hakte – und aufgrund welcher Tatsachen das vormals kalkulierte Budget gegebenenfalls überschritten wurde.
Nur so kann zukünftig treffender kalkuliert und der interne Optimierungsbedarf erkannt werden.
Wie sich das bei Yolk auswirkte, zeigt folgende Grafik, die in Teil 2 detailliert Teil besprochen wird.
Eigenes Tool oder ein anderes?
Das Yolk-Team nutzte für seine Zeiterfassung die eigene Online-Zeiterfassung mite, die speziell für kleine Teams und Freiberufler entwickelt wurde.
Mit der eigenen Zeiterfassung konnten die benötigten Kennzahlen schnell gefiltert werden – projekt- und leistungsbezogen. Dazu gab es ein ausführliches Reporting, das die wichtigsten Indikatoren auch grafisch aufbereitet.
Die Auswertungen einzelner Projekte können bei Bedarf über einen speziellen Link für Kunden oder interessierte Dritte freigegeben werden.
Das eigene Tool sparte Yolk zwei Dinge: Kosten für ein anderes Tool und Zeit beim Einarbeiten.
Wieviele Stunden die Gründer tatsächlich in welche Parts der Teilnahme am Businessplan-Wettbewerb investierten, welche Schlüsse sie aus der Auswertung zogen und unter welchen Bedingungen sich die Teilnahme auch für Sie lohnen kann, lesen Sie morgen im zweiten Teil des Artikels.
Neben dem Know-how und dem Imagegewinn sind es die ausgelobten Preise, die eine Teilnahme bei einem Gründerwettbewerb attraktiv erscheinen lassen. Doch lohnt sich das wirklich, wenn man die investierte Zeit genauer unter die Lupe nimmt und gegenrechnet? Hier gibt es Antworten.
Die Teilnahme an einem Businessplan-Wettbewerb bietet Gründern ein fundiertes Feedback in puncto Business Development und Businessplan, eine Einschätzung der grundsätzlichen Tragfähigkeit der Unternehmensidee und gute Kontakte zu Kapitalgebern wie Branchenkennern.
Doch wie verhält es sich mit dem Aufwand für die Teilnahme und dem Nutzen.
Der Stundenlohn: 87 Euro

Sebastian Munz und Julia Soergel
Ihren zeitlichen Aufwand erfassten sie mithilfe des Online-Tools minutiös: vom Verfassen jeder Zeile des Businessplans über die organisatorischen E-Mails und die Fahrten zur Präsentationen bis hin zu den Rahmenveranstaltungen.
Das Ergebnis vorweg: 86.32 Stunden Aufwand brachten dem Duo einen vierten Platz ein. Dafür gab es 7.500 Euro plus Sachpreise. Das entspricht einem gerundeten Stundenlohn von 87 Euro.
Bleibt die Zahl nackt stehen, bleibt sie vor allem eins: wenig aussagekräftig. Einen nach oben oder nach unten gerichteten Daumen stellt sie dar, mehr aber auch nicht.
Detaillierte Auswertung nötig
Soll die Zeiterfassung zur Klärung der Frage dienen, ob die Teilnahme an einem weiteren Wettbewerb lohnenswert erscheint, müssen die Zeiten detaillierter betrachtet werden:
• Auf welchen Leistungsbereich entfiel welcher Teil der gesamten Zeit?
• Wieviel Zeit nahm das Schreiben des Businessplans in Anspruch?
• Wieviel Zeit kostete die organisatorische Kommunikation und die internen Diskussionen im Team?
• Wieviel Zeit fiel auf etwaige Präsentationen vor einer Jury?
• Wieviele Zeit nahmen die Fahrten zu Rahmenveranstaltungen in Anspruch?
Qualität vorab
Wie bei jedem anderen Projekt geht es bei sinnvoller Arbeitszeiterfassung insbesondere um eine qualitative Erfassung, nicht um eine quantitative.
Erst bei genauer Analyse wird klar, was gut lief und was weniger, an welchen Punkten es hakte – und aufgrund welcher Tatsachen das vormals kalkulierte Budget gegebenenfalls überschritten wurde.
Nur so kann zukünftig treffender kalkuliert und der interne Optimierungsbedarf erkannt werden.
Wie sich das bei Yolk auswirkte, zeigt folgende Grafik, die in Teil 2 detailliert Teil besprochen wird.

Eigenes Tool oder ein anderes?
Das Yolk-Team nutzte für seine Zeiterfassung die eigene Online-Zeiterfassung mite, die speziell für kleine Teams und Freiberufler entwickelt wurde.
Mit der eigenen Zeiterfassung konnten die benötigten Kennzahlen schnell gefiltert werden – projekt- und leistungsbezogen. Dazu gab es ein ausführliches Reporting, das die wichtigsten Indikatoren auch grafisch aufbereitet.
Die Auswertungen einzelner Projekte können bei Bedarf über einen speziellen Link für Kunden oder interessierte Dritte freigegeben werden.
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Wieviele Stunden die Gründer tatsächlich in welche Parts der Teilnahme am Businessplan-Wettbewerb investierten, welche Schlüsse sie aus der Auswertung zogen und unter welchen Bedingungen sich die Teilnahme auch für Sie lohnen kann, lesen Sie morgen im zweiten Teil des Artikels.
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