WiWo-Gründerwettbewerb

Gartenabfälle zu Kohle machen


Der Sieger des WiWo-Gründerwettbewerbs ist gekürt
Sie heißen Massow, Wittmann, von Ploetz und von Olshausen. Ihre Mission: aus Gartenabfällen, Stroh oder Hühnermist klimaneutrale Kohle herstellen. Ein erstes Ergebnis: der Gewinn des Gründerwettbewerb der WirtschaftsWoche.


Suncoal nennt sich das Start-up von Hans-Joachim von Massow, Tobias Wittmann, Friedrich von Ploetz und Christian von Olshausen. Die Gründer wollen Kohle aus Abfällen kochen. Das Konzept überzeugte die Jury. Der Lohn: Sachleistungen im Wert 300.000 Euro.

Ein Kessel Kohle
Derzeit koche das Team die Kohle noch in einem Kessel der Technischen Universität Berlin, schreibt die WirtschaftsWoche.

Das Ziel der Gründer: in zwölf Stunden massenhaft Kohle aus recycelten Rohstoffen produzieren – und damit die Umwelt schonen.

Die neue Kohle sei ressourcenschonend und klimaneutral. Bei der Verbrennung setze sie nur so viel Kohlendioxid frei, wie die Pflanzen beinhalten, die zur Herstellung der Kohle benötigt werden.

Im Umlauf ist die Kohle allerdings noch nicht. Die erste Großanlage gehe in einigen Monaten in Betrieb – in einer Lagerhalle im Hafen von Königs Wusterhausen. Erst dann zeige sich, ob die Technik für eine Massenproduktion taugt.

Diskussions-Idee
Entstanden sei die Gründungsidee im Herbst 2006 während der öffentlichen Diskussion um Al Gores Film "Eine unbequeme Wahrheit".

Wittmann und von Massow hätten über die Energieversorgung der Zukunft diskutiert – auch über neue Methoden für die Verkohlung von Biomasse. Die Idee war geboren und die Gründung nahm ihren Lauf.

Schnelle Unterstützung
Experten bescheinigen dem Team laut WirtschaftsWoche eine hohe Qualität des ersten Kohle-Teststaubs.

So musste Suncoal auch nicht lange nach finanzieller Unterstützung suchen. Bereits kurz nach der Gründung sei ein Investor gefunden worden, der zudem ein Experte im Geschäft der erneuerbaren Energien sei: Bodo Wolf, Gründer der Choren Industries.

Die Unterstützung verdanke Suncoal wohl auch einem Stimmungsumschwung in der Gründerszene, so die WirtschaftsWoche. Statt Internet-, Software- und Biotech-Startups setzten Investoren zunehmend auf Medizintechnik und alternative Energien. "Das Thema Energie ist der Renner der nächsten Jahre", wird Florian Schumacher vom Business Angels Netzwerk Deutschland zitiert.

Die weiteren Finalisten
Im Final-Rennen um den WiWo-Titel konnte Suncoal vier Gründungen hinter sich lassen. Sie sollen aber trotzdem kurz vorgestellt werden.

Gloveler
Gloveler ist eine Internet-Plattform, auf der Privatzimmer zur tageweisen Buchung angeboten werden. Gloveler übernimmt die Zahlungsabwicklung und verdient an der Vermittlungsgebühr.

Das Team: Armin Harbrecht, Andreas Sperber, Marco Umfahrer, Rico Knapper und Tom Beyer. Das Team kennt sich von der Universität Karlsruhe. Geplanter Start: Ende des Jahres.

Publicbox
Publicbox druckt Werbung auf die grau-braunen Paketboxen, die Online-Händler versenden.

Die bedruckten Boxen werden dann kostenlos an die Online-Händler weitergegeben. Der Nutzen: Die Händler sparen die Kosten des Packmaterials und Publicbox kann Zielgruppen besser erreichen.

Das Team: Christian Klammer und Jana-Maria Lehnhardt, die bereits zehn Jahre lang eine Kommunikationsberatung betrieben haben.

Spendino
Sascha Schubert und Florian Nöll haben mit Spendino einen Dienst entwickelt, der Spenden über SMS-Nachrichten abwickelt.

Wohltätige Organisationen geben bei Anzeigenkampagnen eine SMS-Kurzwahl an, an welche die Spender eine Nachricht mit dem zu spendenden Betrag schicken. Bis Weihnachten soll die Gründung online sein.

Stylight
Stylight soll ein Modeportal im Internet werden. Das Besondere: Es bietet ein Suche, die auf Bilderkennungssoftware basiert.

Stylight-Kunden klicken auf Kleidungsstücke, die ihnen gefallen und bekommen ähnliche angezeigt. Die Bestellung wird an große Online-Händler oder Markenhersteller weitergeleitet, mit denen die Plattform verbunden ist.

Das Team: Anselm Bauer, Benjamin Günther, Max-Josef Meier und Sebastian Schuon – alle aus München. Geplanter Start: in wenigen Wochen.

(mb)

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· Das Ziel Originallartikel der WirtschaftsWoche

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