Deutscher Gründerpreis für Schüler
Einen Wettbewerb und viel Preisgeld zu gewinnen schützt keineswegs vor dem Aus im Geschäftsleben. So geschehen bei den Siegern des Deutschen Gründerpreises für Schüler 2007.
Das Gewinnerteam von Eureso (www.eureso.com) sei dabei, seine Firma dreizehn Monate nach dem Start aufzulösen, schreibt Heidi Froreich auf dem Onlineangebot der Neuen Westfälischen.
Die Abiturienten des Immanuel-Kant-Gymnasiums Bad Oeynhausen (NRW) hätten keine Investoren gefunden. Wie kam es dazu?
Ungeduld wird selten belohnt
Jannis Funk, Peter Klöpping, Malte Gerkensmeyer, Leonard Wehmeier, Felix Kirchner und Paulo Ruhrländer bildeten das Team, das 2007 mit der Idee einer Internetplattform für kreative Dienstleistungen gewann.
Der kreative Web-Markt Eureso sollte kreative Dienstleistungen vermitteln, beispielsweise Gedichte für die Geliebte oder Skulpturen für den Garten.
Die Schüler hätten sich laut Heidi Froreich sofort nach der Preisvergabe an die Umsetzung von Papier in Realität gemacht. "Firma gegründet, Konto eröffnet, Seite frei geschaltet, PR gemacht", fasse Felix Kirchner die Aktivitäten zusammen.
Marketing-Flop
Aber gerade das Marketing habe "nicht optimal" geklappt. So seien die T-Shirts, welche das Team bei der Preisverleihung als originelle Firmenkleidung trug, im echten Geschäftsleben eine kaum geeignete Business-Kleidung gewesen.
Und außer den 12.000 verteilten City Cards habe es kaum weitere Werbemaßnahmen gegeben. Einer weiterer Fehler: Statt Marketing wollte das Team laut Felix Kirchner erst den Internetauftritt optimieren.
Ohne Investor kein Startkapital
So zeigte sich eureso.com nach einigen Monaten zwar benutzerfreundlich. Dafür habe aber das Startkapital von 18.000 Euro (Preisgeld und Ersparnisse) für weitere Investitionen nicht ausgereicht.
Es ging auf Investorensuche: "Mindestens 20 Gesprächspartner, keiner wollte sich mit 100.000 Euro beteiligen", so Felix Klöpping.
Das Ergebnis: Investor nicht gefunden – Firma wird aufgelöst.
Ein Ende ohne Schrecken
Dennoch falle die Bilanz des Teams positiv aus. 75 Prozent des Kapitals seien gerettet und viel gelernt worden. Auch die Schule habe niemand für das Unternehmen vorzeitig beendet.
Und Eureso soll nach Klöpping von einem Verein übernommen werden. "Gemeinnützig, nicht mehr kommerziell." Denn die Idee bleibe gut.
(mb)
Links
• Originalnachricht auf Neue Westfälische
• www.eureso.com
Realität ist ungeduldiger als Papier

Felix Kirchner vom Team Eureso (Foto: Klaus Knuffmann für DGfS)
Das Gewinnerteam von Eureso (www.eureso.com) sei dabei, seine Firma dreizehn Monate nach dem Start aufzulösen, schreibt Heidi Froreich auf dem Onlineangebot der Neuen Westfälischen.
Die Abiturienten des Immanuel-Kant-Gymnasiums Bad Oeynhausen (NRW) hätten keine Investoren gefunden. Wie kam es dazu?
Ungeduld wird selten belohnt
Jannis Funk, Peter Klöpping, Malte Gerkensmeyer, Leonard Wehmeier, Felix Kirchner und Paulo Ruhrländer bildeten das Team, das 2007 mit der Idee einer Internetplattform für kreative Dienstleistungen gewann.
Der kreative Web-Markt Eureso sollte kreative Dienstleistungen vermitteln, beispielsweise Gedichte für die Geliebte oder Skulpturen für den Garten.
Die Schüler hätten sich laut Heidi Froreich sofort nach der Preisvergabe an die Umsetzung von Papier in Realität gemacht. "Firma gegründet, Konto eröffnet, Seite frei geschaltet, PR gemacht", fasse Felix Kirchner die Aktivitäten zusammen.
Marketing-Flop
Aber gerade das Marketing habe "nicht optimal" geklappt. So seien die T-Shirts, welche das Team bei der Preisverleihung als originelle Firmenkleidung trug, im echten Geschäftsleben eine kaum geeignete Business-Kleidung gewesen.
Und außer den 12.000 verteilten City Cards habe es kaum weitere Werbemaßnahmen gegeben. Einer weiterer Fehler: Statt Marketing wollte das Team laut Felix Kirchner erst den Internetauftritt optimieren.
Ohne Investor kein Startkapital
So zeigte sich eureso.com nach einigen Monaten zwar benutzerfreundlich. Dafür habe aber das Startkapital von 18.000 Euro (Preisgeld und Ersparnisse) für weitere Investitionen nicht ausgereicht.
Es ging auf Investorensuche: "Mindestens 20 Gesprächspartner, keiner wollte sich mit 100.000 Euro beteiligen", so Felix Klöpping.
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• www.eureso.com
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