WiWo-Gründerwettbewerb
Vor einem Jahr gewannen die beiden Kölner Jungunternehmer Anton Jurina und Martin Höfeler mit armedangels den Gründerwettbewerb der WirtschaftsWoche. Mit ihrer fair gehandelten Ökomode trafen Sie den Nerv der User – und der Jury. Im Interview erklärt Anton Jurina, was der Wettbewerb seinem Unternehmen gebracht hat.
Anton, was ist das wichtigste an dem WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb?
"In meinen Augen zeichnet er sich durch zwei Dinge aus: Er ist erstens eine Möglichkeit, hochkarätige Experten als Berater zu gewinnen, von der Personalberatung Heidrick & Struggles, von der Werbeagentur Jung von Matt, der Kanzlei White & Case und dem Investorennetzwerk Brains to Ventures.
Zweitens gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, seine Geschäftsidee vor einer derart großen Öffentlichkeit zu präsentieren."
In welchen?
"Bei Gesprächen mit Geschäftspartnern vor allem. Da war das Tagebuch ein regelrechter Türöffner. Inzwischen geben wir das Tagebuch regelmäßig an einen ziemlich großen Kreis von Partnern und Freunden weiter."
Die Präsentation nachher war sehr anstrengend. Wir wurden mit sehr kritischen Fragen in die Zange genommen und konnten am Ende gar nicht sagen, ob es gut gelaufen ist oder schlecht. Es fühlte sich an, wie die Bewerbungsverfahren in einer Unternehmensberatung."
War es anstrengend, das Gründertagebuch zu schreiben?
"Zuerst ja. Aber daran gewöhnt man sich schnell und später bringt es viel, wenn man den Alltag festhält. Man kann nachher ganz gut Soll- und Ist-Zustand vergleichen."
Die Anwälte von White & Case haben einige sehr problematische Lizenzstreitigkeiten für uns gelöst und uns damit einige tausend Euro gespart. Außerdem sind sie natürlich Ansprechpartner für alltägliche Dinge wie Arbeitsverträge.
Jung von Matt hat uns geholfen, unsere Kommunikationsstrategie weiter zu entwickeln. Brains to Ventuires wird uns bei der anstehenden Finanzierungsrunde helfen, sie bringen uns in Kontakt mit Investoren. Aber der Wettbewerb bietet noch mehr: Sehr viel haben uns auch die vielen neuen Kontakte mit hochkarätigen Menschen aus der Wirtschaft gebracht."
Zum Beispiel?
"Jung von Matt-Geschäftsführerin Karen Heumann hat uns mit einigen für uns sehr wichtigen Menschen bekannt gemacht, der uns beim Promi-Marketing hilft.
Über Heidrick & Struggles bauen wir gerade einen Beirat mit hochkarätigen Vertretern der Wirtschaft auf. Das sind immer Menschen, mit denen wir unser Geschäftsmodell kritisch diskutieren können und die uns wertvolle Hinweise geben. Ich kann den Wettbewerb jedem Gründer empfehlen."
Das Interview führte Sebastian Matthes.
www.armedangels.de
'Die Hilfe ist sehr individuell'

Anton Jurina (li.) und Martin Höfeler, Gründer von armedangels
Anton, was ist das wichtigste an dem WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb?
"In meinen Augen zeichnet er sich durch zwei Dinge aus: Er ist erstens eine Möglichkeit, hochkarätige Experten als Berater zu gewinnen, von der Personalberatung Heidrick & Struggles, von der Werbeagentur Jung von Matt, der Kanzlei White & Case und dem Investorennetzwerk Brains to Ventures.
Zweitens gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, seine Geschäftsidee vor einer derart großen Öffentlichkeit zu präsentieren."
Du meinst das Gründertagebuch in der WirtschaftsWoche?
"Genau. Darin schreiben die Gewinner alle paar Wochen über ihre Fortschritte auf bis zu vier Seiten. Inzwischen treffe ich Leute die sagen, Euch kenne ich doch aus der WiWo. Das hat uns in vielen Situationen sehr geholfen."In welchen?
"Bei Gesprächen mit Geschäftspartnern vor allem. Da war das Tagebuch ein regelrechter Türöffner. Inzwischen geben wir das Tagebuch regelmäßig an einen ziemlich großen Kreis von Partnern und Freunden weiter."
Was war das schwierigste an dem Wettbewerb?
"Die Vorbereitung. Wir haben einige Nächte damit verbracht, die Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen. Immer wieder haben wir geübt, das Konzept in möglichst einfachen Worten zu beschreiben, damit auch Fachfremde verstehen, was wir machen.Die Präsentation nachher war sehr anstrengend. Wir wurden mit sehr kritischen Fragen in die Zange genommen und konnten am Ende gar nicht sagen, ob es gut gelaufen ist oder schlecht. Es fühlte sich an, wie die Bewerbungsverfahren in einer Unternehmensberatung."
War es anstrengend, das Gründertagebuch zu schreiben?
"Zuerst ja. Aber daran gewöhnt man sich schnell und später bringt es viel, wenn man den Alltag festhält. Man kann nachher ganz gut Soll- und Ist-Zustand vergleichen."
Der Wettbewerb verspricht, den Gründern bei Problemen zu helfen und sie zu coachen. Was hat es Euch gebracht?
"Die Hilfe ist sehr individuell. Der Experten von Heidrick & Struggles helfen uns beispielsweise gerade dabei, unsere Vertriebsstrategie zu überarbeiten. In mehreren Sitzungen coachen sie uns dabei, einen stationären Handel aufzubauen.Die Anwälte von White & Case haben einige sehr problematische Lizenzstreitigkeiten für uns gelöst und uns damit einige tausend Euro gespart. Außerdem sind sie natürlich Ansprechpartner für alltägliche Dinge wie Arbeitsverträge.
Jung von Matt hat uns geholfen, unsere Kommunikationsstrategie weiter zu entwickeln. Brains to Ventuires wird uns bei der anstehenden Finanzierungsrunde helfen, sie bringen uns in Kontakt mit Investoren. Aber der Wettbewerb bietet noch mehr: Sehr viel haben uns auch die vielen neuen Kontakte mit hochkarätigen Menschen aus der Wirtschaft gebracht."
Zum Beispiel?
"Jung von Matt-Geschäftsführerin Karen Heumann hat uns mit einigen für uns sehr wichtigen Menschen bekannt gemacht, der uns beim Promi-Marketing hilft.
Über Heidrick & Struggles bauen wir gerade einen Beirat mit hochkarätigen Vertretern der Wirtschaft auf. Das sind immer Menschen, mit denen wir unser Geschäftsmodell kritisch diskutieren können und die uns wertvolle Hinweise geben. Ich kann den Wettbewerb jedem Gründer empfehlen."
Das Interview führte Sebastian Matthes.
www.armedangels.de
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