Münchener Business Plan Wettbewerb

Zukunftsmusik und High-Tech bei der Development Stage


Ein umweltfreundliches Auto, ein Zukunfts-Operateur, ein 3D-Bildschirm oder eine DNA-Analyse auf Knopfdruck: Zukunftsmusik? Nein! Die Sieger der zweiten Stufe des Münchener Business Plan Wettbewerbes haben mit der Umsetzung bereits begonnen.


So ist es kein Zufall, dass gerade fünf High-Tech Unternehmen aus den Branchen Maschinenbau, Elektronik und Life Science die Juroren in der "Development Stage" überzeugten.

Für ihre Technologien und Geschäftsmodelle wurden die besten Gründerteams mit einem Geldpreis und einer professionellen Beratung prämiert.

Mehr Leistung – weniger Verbrauch
Das Sieger-Team der ORCaη Industries bestätigte einmal mehr den guten Ruf deutscher Firmen bei Umwelt-Technologien. Die Studenten der Bayerischen Eliteakademie entwickelten ein Modul für Fahrzeuge, das die ungenutzte Abwärme des Verbrennungsmotors verwertet.

Damit lässt sich die Leistungsfähigkeit von Motoren steigern, während gleichzeitig der Verbrauch um 10 Prozent sinkt. Die Technik kann in Industrieanlagen genutzt werden, etwa um Prozesswärme zu recyclen.

Operateur der Zukunft
Auf den zweiten Rang schaffte es das Medizintechnik-Produkt von SurgicEye, das den Therapie-Ablauf von Brustkrebsoperationen nachhaltig verbessern soll.

Durch das "Auge des Operateurs in der Zukunft" können medizinische Daten künftig optimal visualisiert werden. Dadurch wird die Therapie von Brustkrebsoperationen schonender und sicherer.

Digitaler Rundum-Schutz
Die drittplatzierte secumem GmbH entwickelt Produkte für eine effektivere Sicherung und Aufbewahrung digitaler Daten. Dabei erweiterten die Gründer die bisherigen Sicherungsmethoden um eine Kombination aus physischem und elektronischem Schutz.

Der Nutzen: Kosten- und Zeitersparnis. Die Produktion richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Firmen und soll in zwei bei drei Monaten starten.

3D für alle
VisionControl entwickelte ein Verfahren, mit dem jeder gewöhnliche Monitor zum 3D-Bildschirm wird. Mini-Kameras erfassen die Kopfposition des Nutzers und eine Software berechnet die passende Perspektive auf dem Bildschirm.

So können beispielsweise Architekten, Designer und Ingenieure ihre Modelle noch realistischer simulieren. Auch Computer-Spieler profitieren von der Technologie.

Der Lohn: Platz vier.

DNA-Analyse auf Knopfdruck
Auf dem fünften Platz landete NANOSTOVE von der Ludwig-Maximilians-Universität. Das Wissenschaftler-Team entwickelte ein Verfahren zur blitzschnellen und präzisen DNA-Analyse.

Dabei werden winzige Goldpartikel mit Laserpulsen erhitzt und die daran befestigte DNA in Bruchteilen einer Sekunde geschmolzen.

Zum Wettbewerb

In der zweiten Stufe des MBPW 2008 wurden insgesamt 80 Ideen eingereicht, vor allem aus den Bereichen Information und Kommunikation.

Der Wettbewerb geht nun in die abschließende dritte Stufe, die Excellence Stage. Noch bis zum 18. Juni können Teilnehmer wie Quereinsteiger ihre vollständigen Businesspläne einschließlich Finanzplanung einreichen. Weitere Informationen dazu gibt es im Wettbewerbseintrag.


Die Sieger im Überblick


1. Platz (4.000 Euro und Beratung):
ORCaη Industries, Bayerische Eliteakademie München

Gründer: Richard Aumann, Mathias Bertele, Rosemarie Hengstler, Eva Lucke, Andreas Sichert, Andreas Schuster
Branche: Maschinenbau

2. Platz (2.000 Euro und Beratung):
SurgicEye, Technische Universität München

Gründer: Ivan Billy, Prof. Dr. Nassir Navab, Joerg Traub, Thomas Wendler
Branche: Chemie/Biologie/Life Science

3. Platz (1.500 Euro und Beratung):
secumem, Hochschule München

Gründer: Adriana Brunner, Dirk Brunner
Branche: Elektronik

4. Platz (1.000 Euro und Beratung):
VisionControl, Bayerische Eliteakademie München

Gründer: Alexander Fischer, Miriam Hofmann, Friedrich Kruse, Tim Wegner, Sophie von Weizsäcker
Branche: Elektronik

5. Platz (750 Euro und Beratung):
NANOSTOVE
Ludwig-Maximilians-Universität München

Gründer: Federico Bürsgens, Joachim Stehr, Lars Ullerich
Branche: Chemie/Biologie/Life Science

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