Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft
Die Zukunft der Medizin auf dem Siegertreppchen
Start in die Gründung: Der Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft prämiert die Gewinner seiner zweiten Wettbewerbsrunde 2007 und entlässt sie damit in die Unternehmerwelt.
78 Teams mit 151 Teilnehmern wandelten in den vergangenen drei Monaten ihre Geschäftsideen in Businesspläne um. Am besten abgeschnitten haben dabei ein neues Verfahren zur Medikamenten-Entwicklung, eine färbungsfreie Zellbeobachtung und textile Strukturen bei der Implantatherstellung.
Molekulare Angeln
Wer gerne angelt, ist beim Erstplatzierten 2007 genau richtig. Die 30.000 Euro Preisgeld gehen an das Team Heraclitus Biosciences aus Bonn.
Das Team isoliert mittels einer so genannten molekularen Angel Zellen aus dem Gehirn, die schwer zugänglich sind. Eingesetzt wird das Verfahren unter anderem bei Krankheiten wie Multiple-Sklerose. Dort gibt es bisher noch keine Möglichkeit, die Isolierschicht um die Nervenfasern außerhalb des Körpers zu untersuchen und verschiedene Wirkstoffe zur Rettung der Zellen zu testen.
Geld verdienen will Heraclitus einerseits mit der angebotenen Dienstleistung, zum anderen mit einem daraus entwickelten Produkt für forschende Pharmaunternehmen.
Ganz tief reinschauen
"Kleines groß machen" könnte das Motto von InCellTec lauten. Die Aachener um Daniel Mahlmann landen auf dem zweiten Platz und bekommen 15.000 Euro Preisgeld. Die Idee: ein "lichtmikroskopisches Verfahren für die färbungsfreie Zellbeobachtung".
Damit lässt sich auf optischem Wege die Trockenmasse von Zellen bestimmen, was wiederum bei der Unterscheidung von gesunden Zellen und Tumorzellen hilft. Endergebnis der Bemühungen soll eine automatisierte Tumordiagnostik sein.
Kleider für Implantate
Auch Platz drei geht nach Aachen: IMPLATEX gewinnt 5.000 Euro Preisgeld.
Das Viererteam um Dr. Michael Klöppels stellt textile Strukturen für Implantate her. Die Halbfertigwaren werden dann von den Implantat-Herstellern mit anderen Bauteilen zu kompletten Implantaten kombiniert.
Die Guten hinter den Besten
Zwar nicht über Preisgeld, dafür aber über eine Zertifizierung können sich die Plätze 4 bis 10 freuen.
• AntisenseTec (Gelsenkirchen) will ein Forschungsinstitut gründen, das behandelnde und vorbeugende Impfstoffe gegen Viren entwickelt und herstellt.
• Eine Onlineplattform für den Breitensport bringt Frank Knobloch und das Team DeinSport aus Kassel unter die Top Ten.
• Aus Magdeburg stammt Dornheim Medical Images. Das Team entwickelte eine Software, die Ärzten bei effizienten und sicheren Planung von Operationen helfen soll.
• Ethisch korrekt zu geht es bei Ethik konkret aus Altena (Westfalen). Mechthild Herberhold bietet ihren Kunden Beratungen, Seminare und Moderation zu Bio-, Medizin-, Unternehmens- und Alltagsethik an.
• Mitten in Köln und Hürth wird einer Tierkrankheit der Kampf angesagt: Mit Hilfe des Impfstoffes von Key-Immune sollen Entzündungen der Milchdrüse bei Kühen bald der Vergangenheit angehören.
• PROTECTIMMUN aus Bochum, Hamburg und Bad Oldesloe forscht mit Stallstaub: Darin gefunden werden soll eine Substanzgruppe, mit der sich ein Medikament gegen Heuschnupfen und allergisches Asthma entwickeln lässt.
• Leuchtend geht es SteroCheck aus Bonn zu: Das Team entwickelte einen Hormonwirkungstest, der auf dem Leuchten des Glühwürmchens basiert. Eingesetzt wird das Verfahren unter anderem bei Doping- und Lebensmittel-Kontrollen sowie der medizinischen Diagnostik.
Zwei Sonderlinge
Zwei Teams freuen sich außerdem über je einen Sonderpreis.
Der "Essener Gründerpreis" für die beste medizinwirtschaftliche Dienstleistung geht an taumed. Olaf Stier, Bodil Reller und Volkmar Stier vertreten eine Firma zu Aufbau und Betreuung "Medizinischer Versorgungszentren"(MVZ). In den MVZ sollen sich Ärzte in abgestimmten Abläufen ausschließlich um medizinische Prozesse kümmern. Als Lohn der Mühe gab es 5.000 Euro Preisgeld und die Möglichkeit, sechs Monate kostenfrei Büroräume anzumieten.
Dornheim Medical Images freute sich erst über die Top10-Platzierung und dann auch noch über den Sonderpreis des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Der Gewinn: eine kostenlose Mitgliedschaft im ZVEI für den Zeitraum von der Gründung des Unternehmens bis zum Abschluss des zweiten Geschäftsjahres.
78 Teams mit 151 Teilnehmern wandelten in den vergangenen drei Monaten ihre Geschäftsideen in Businesspläne um. Am besten abgeschnitten haben dabei ein neues Verfahren zur Medikamenten-Entwicklung, eine färbungsfreie Zellbeobachtung und textile Strukturen bei der Implantatherstellung.
Molekulare Angeln
Wer gerne angelt, ist beim Erstplatzierten 2007 genau richtig. Die 30.000 Euro Preisgeld gehen an das Team Heraclitus Biosciences aus Bonn.
Das Team isoliert mittels einer so genannten molekularen Angel Zellen aus dem Gehirn, die schwer zugänglich sind. Eingesetzt wird das Verfahren unter anderem bei Krankheiten wie Multiple-Sklerose. Dort gibt es bisher noch keine Möglichkeit, die Isolierschicht um die Nervenfasern außerhalb des Körpers zu untersuchen und verschiedene Wirkstoffe zur Rettung der Zellen zu testen.
Geld verdienen will Heraclitus einerseits mit der angebotenen Dienstleistung, zum anderen mit einem daraus entwickelten Produkt für forschende Pharmaunternehmen.
Ganz tief reinschauen
"Kleines groß machen" könnte das Motto von InCellTec lauten. Die Aachener um Daniel Mahlmann landen auf dem zweiten Platz und bekommen 15.000 Euro Preisgeld. Die Idee: ein "lichtmikroskopisches Verfahren für die färbungsfreie Zellbeobachtung".
Damit lässt sich auf optischem Wege die Trockenmasse von Zellen bestimmen, was wiederum bei der Unterscheidung von gesunden Zellen und Tumorzellen hilft. Endergebnis der Bemühungen soll eine automatisierte Tumordiagnostik sein.
Kleider für Implantate
Auch Platz drei geht nach Aachen: IMPLATEX gewinnt 5.000 Euro Preisgeld.
Das Viererteam um Dr. Michael Klöppels stellt textile Strukturen für Implantate her. Die Halbfertigwaren werden dann von den Implantat-Herstellern mit anderen Bauteilen zu kompletten Implantaten kombiniert.
Die Guten hinter den Besten
Zwar nicht über Preisgeld, dafür aber über eine Zertifizierung können sich die Plätze 4 bis 10 freuen.
• AntisenseTec (Gelsenkirchen) will ein Forschungsinstitut gründen, das behandelnde und vorbeugende Impfstoffe gegen Viren entwickelt und herstellt.
• Eine Onlineplattform für den Breitensport bringt Frank Knobloch und das Team DeinSport aus Kassel unter die Top Ten.
• Aus Magdeburg stammt Dornheim Medical Images. Das Team entwickelte eine Software, die Ärzten bei effizienten und sicheren Planung von Operationen helfen soll.
• Ethisch korrekt zu geht es bei Ethik konkret aus Altena (Westfalen). Mechthild Herberhold bietet ihren Kunden Beratungen, Seminare und Moderation zu Bio-, Medizin-, Unternehmens- und Alltagsethik an.
• Mitten in Köln und Hürth wird einer Tierkrankheit der Kampf angesagt: Mit Hilfe des Impfstoffes von Key-Immune sollen Entzündungen der Milchdrüse bei Kühen bald der Vergangenheit angehören.
• PROTECTIMMUN aus Bochum, Hamburg und Bad Oldesloe forscht mit Stallstaub: Darin gefunden werden soll eine Substanzgruppe, mit der sich ein Medikament gegen Heuschnupfen und allergisches Asthma entwickeln lässt.
• Leuchtend geht es SteroCheck aus Bonn zu: Das Team entwickelte einen Hormonwirkungstest, der auf dem Leuchten des Glühwürmchens basiert. Eingesetzt wird das Verfahren unter anderem bei Doping- und Lebensmittel-Kontrollen sowie der medizinischen Diagnostik.
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