Gründerwettbewerb - IKT Innovativ (ehem. Mit Multimedia erfolgreich starten)
Web 2.0 dominiert
Das Motto des Gründerwettbewerbs 2007 ist veraltet: Zumindest, wenn man Frank Seehaus glaubt. Er ist Geschäftsführer der Burda Digital Ventures GmbH und sagt: "Ich nenne das nicht mehr Multimedia." Die Uhren stehen viel mehr auf Web 2.0. Schon der Veranstaltungsort spricht diese Sprache.
biz-AWARDS ist auf der IFA in Berlin, Messegelände, Halle 26b: Hier steht das "Bloghouse". Und im "Bloghouse", eingebettet zwischen Web 2.0-Lehrpfad und der Videowand "Blog Machine", stehen knapp 100 weiße Stühle und warten darauf, von erfolgreichen Gründern besetzt zu werden. Die Begrüßung ist Web 2.0 standesgemäß: "Haben Sie auch gewonnen?", fragt Michael Fuchs, Gründer der Fernseh- und Internetvideoplattform WhatMore, einen ebenfalls erfolgreichen Mitbewerber. Man kennt sich, die Web 2.0-Gründerszene ist klein.
In 30 Minuten um die Web 2.0-Welt
Groß genug aber, um für viel Gesprächsstoff auf der Diskussionsrunde zu sorgen. Eine knappe halbe Stunde erklären die Diskutanten den Preisträgern und Gästen ihre Welt: Unternehmensgründung, Finanzierung und (Mulitmedia-)Technologie.
Um einen Begriff kommen alle nicht herum: Web 2.0. Für Frank Seehaus von Burda Digital ist die Fragmentierung des Internets der auffälligste aktuelle Prozess. "Der Nutzer allein entscheidet, was er sehen will. Deshalb investieren wir im Bereich des Social Web."
Kollektive Intelligenz und semantisches Web
Von einer kollektiven Intelligenz der digitalen Welt spricht Said Zahedani, Geschäftsführer der Microsoft Deutschland GmbH. Gleichzeitig prognostiziert er, dass diese Intelligenz von noch intelligenteren Web 2.0-Anwendungen abgelöst wird.
Bald könne man in Suchmaschinen eingeben: Welches Flugzeug muss ich von Frankfurt aus nehmen, um 10 Uhr in Berlin auf der IFA zu sein? Die Antwort käme prompt und genau. "Wenn man will, steht zehn Minuten später gleich noch das passende Taxi vor der Tür", so Zahedani. Er nennt das "semantisches Web".
Entwicklungshilfe statt Erbsenzählerei
Bodenständiger und für die Unternehmensgründer interessanter wird es beim Thema "New New Economy". Ob die Unternehmen des derzeitigen Web 2.0-Hypes reifer seien als jene, die um 1999 gegründet worden, will Moderatorin Ursula Weidenfeld vom Tagesspiegel wissen.
Ja, das seien sie, erklärt Michael Seyd aus der Geschäftsführung der DATEV eG. Aber auch die Unternehmen von heute seien nur erfolgreich, wenn sie früh mit Controlling beginnen. "Controlling ist keine spießige Erbsenzählerei, sondern ein vom ersten Tag an wichtiges Element zur Entwicklung von Unternehmen."
Individuelle Werbemodelle
Mit Frank Seehaus beteiligt sich Burda Digital Ventures nicht nur an der Podiumsdiskussion, sondern mit einem Sonderpreis auch an der Verleihung: Zum Fokusthema "Social Webs in Media und Commerce" gewinnt das Gründerteam um Mathias Prinz 5.000 Euro für ihre Web-Plattform shelfmates.
Diese ermöglicht es den Benutzern, ihre eigenen Bücher, CDs, DVDs in verschiedenen virtuellen Regalen zu erfassen und mit anderen Nutzern darüber zu diskutieren. Seehaus von Burda Digital Ventures lobt in seiner Laudatio vor allem eines: Die Möglichkeit, unter den Nutzern der Plattform gezielt Werbung machen zu können.
Farbe bekennen
Etwas wirklich Neuartiges mussten die 17 Preisträger vorweisen, um auf dem übervölkerten Web 2.0-Markt unter den 157 eingegangenen Bewerbungen hervorzustechen. Leicht fällt das den Gewinnern vom EcoIntense: Alle drei erscheinen in denselben grün leuchtenden Krawatten.
Grün ist die passende Farbe für ihr Projekt: Ein Softwarepaket, welches mittelständigen Industrieunternehmen ein webbasiertes Umwelttool bieten soll: Öko-Controlling, Gefahrstoffmanagement, Abfallentsorgung – alles in einem System.
Die biz-AWARDS-Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal ihres Angebots beantwortet sie jedoch schon mit der Routine einer Web 2.0-Unternehmerin: "Bei mir finden Sie durch eine ausgefeilte Suchmaske und redaktionelle Empfehlungen auch Bücher, wenn sie nicht wissen, was Sie suchen." Und setzt keck hinzu: "Nicht wie bei Amazon. Da können Sie nur einkaufen, wenn Sie wissen, was Sie wollen."
biz-AWARDS ist auf der IFA in Berlin, Messegelände, Halle 26b: Hier steht das "Bloghouse". Und im "Bloghouse", eingebettet zwischen Web 2.0-Lehrpfad und der Videowand "Blog Machine", stehen knapp 100 weiße Stühle und warten darauf, von erfolgreichen Gründern besetzt zu werden. Die Begrüßung ist Web 2.0 standesgemäß: "Haben Sie auch gewonnen?", fragt Michael Fuchs, Gründer der Fernseh- und Internetvideoplattform WhatMore, einen ebenfalls erfolgreichen Mitbewerber. Man kennt sich, die Web 2.0-Gründerszene ist klein.
In 30 Minuten um die Web 2.0-Welt
Groß genug aber, um für viel Gesprächsstoff auf der Diskussionsrunde zu sorgen. Eine knappe halbe Stunde erklären die Diskutanten den Preisträgern und Gästen ihre Welt: Unternehmensgründung, Finanzierung und (Mulitmedia-)Technologie.
Um einen Begriff kommen alle nicht herum: Web 2.0. Für Frank Seehaus von Burda Digital ist die Fragmentierung des Internets der auffälligste aktuelle Prozess. "Der Nutzer allein entscheidet, was er sehen will. Deshalb investieren wir im Bereich des Social Web."
Kollektive Intelligenz und semantisches Web
Von einer kollektiven Intelligenz der digitalen Welt spricht Said Zahedani, Geschäftsführer der Microsoft Deutschland GmbH. Gleichzeitig prognostiziert er, dass diese Intelligenz von noch intelligenteren Web 2.0-Anwendungen abgelöst wird.
Bald könne man in Suchmaschinen eingeben: Welches Flugzeug muss ich von Frankfurt aus nehmen, um 10 Uhr in Berlin auf der IFA zu sein? Die Antwort käme prompt und genau. "Wenn man will, steht zehn Minuten später gleich noch das passende Taxi vor der Tür", so Zahedani. Er nennt das "semantisches Web".
Entwicklungshilfe statt Erbsenzählerei
Bodenständiger und für die Unternehmensgründer interessanter wird es beim Thema "New New Economy". Ob die Unternehmen des derzeitigen Web 2.0-Hypes reifer seien als jene, die um 1999 gegründet worden, will Moderatorin Ursula Weidenfeld vom Tagesspiegel wissen.
Ja, das seien sie, erklärt Michael Seyd aus der Geschäftsführung der DATEV eG. Aber auch die Unternehmen von heute seien nur erfolgreich, wenn sie früh mit Controlling beginnen. "Controlling ist keine spießige Erbsenzählerei, sondern ein vom ersten Tag an wichtiges Element zur Entwicklung von Unternehmen."
Individuelle Werbemodelle
Mit Frank Seehaus beteiligt sich Burda Digital Ventures nicht nur an der Podiumsdiskussion, sondern mit einem Sonderpreis auch an der Verleihung: Zum Fokusthema "Social Webs in Media und Commerce" gewinnt das Gründerteam um Mathias Prinz 5.000 Euro für ihre Web-Plattform shelfmates.
Diese ermöglicht es den Benutzern, ihre eigenen Bücher, CDs, DVDs in verschiedenen virtuellen Regalen zu erfassen und mit anderen Nutzern darüber zu diskutieren. Seehaus von Burda Digital Ventures lobt in seiner Laudatio vor allem eines: Die Möglichkeit, unter den Nutzern der Plattform gezielt Werbung machen zu können.
Farbe bekennen
Etwas wirklich Neuartiges mussten die 17 Preisträger vorweisen, um auf dem übervölkerten Web 2.0-Markt unter den 157 eingegangenen Bewerbungen hervorzustechen. Leicht fällt das den Gewinnern vom EcoIntense: Alle drei erscheinen in denselben grün leuchtenden Krawatten.
Grün ist die passende Farbe für ihr Projekt: Ein Softwarepaket, welches mittelständigen Industrieunternehmen ein webbasiertes Umwelttool bieten soll: Öko-Controlling, Gefahrstoffmanagement, Abfallentsorgung – alles in einem System.
Besser als Amazon
"Einfach nur gefreut" hat sich Preisträgerin Corina Schukraft-Wadle. Sie gründete erst im März ihren Onlineshop, der auf internationale Kinderbücher spezialisiert ist. Mit dem Schub im Rücken denke sie inzwischen darüber nach, neue Mitarbeiter einzustellen. "Bisher arbeite ich allein an dem Projekt", so Schukraft-Wadle.Die biz-AWARDS-Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal ihres Angebots beantwortet sie jedoch schon mit der Routine einer Web 2.0-Unternehmerin: "Bei mir finden Sie durch eine ausgefeilte Suchmaske und redaktionelle Empfehlungen auch Bücher, wenn sie nicht wissen, was Sie suchen." Und setzt keck hinzu: "Nicht wie bei Amazon. Da können Sie nur einkaufen, wenn Sie wissen, was Sie wollen."
Gebrochene Zehen auf langen Veranstaltungen
Nervös rutschen manche Gewinner bei 17 zu vergebenden Preisen auf ihren Stühlen. Besonders standhaft ist aber die parlamentarische Staatssekretärin Dagmar Wöhrl, die jede Urkunde persönlich übergibt. Wöhrl hält nach knapp drei Stunden IFA-Rundgang auch die 45-minütige Verleihung tapfer durch – trotz gebrochenem Zeh. Der ist mit Web 2.0 noch nicht zu heilen.zum Wettbewerb
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3 + 13 = Erfolg mit Multimedia
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