Deutscher Gründerpreis

Ökologie dominiert unter den Finalisten


Die Finalisten des diesjährigen Deutschen Gründerpreises in den Kategorien StartUp und Aufsteiger stehen fest: Sechs Unternehmen schafften es in das Finale. Wer gewinnt, entscheidet sich auf der Preisverleihung am 19. Juni in Berlin.


Bei den Nominierten treten laut den Veranstaltern zwei Aspekte trotz unterschiedlicher Produkte und Visionen deutlich hervor: die Schonung von Ressourcen und europäische Integration. Die nominierten Unternehmen verbinden ihre Tätigkeit mit ökologischem Nutzen und richten sich in ihrer Entwicklung sehr früh auf europäische Märkte aus.

Die Nominierten in der Kategorie StartUp
Erstmals wird in diesem Jahr ein Preis für den besten Unternehmensstart vergeben. Für die sehr erfolgreiche Umsetzung des Geschäftsplans und die Etablierung am Markt sind nominiert:

Eoil Automotive & Technologies GmbH aus Alfeld (Leine, Niedersachsen) für eine Technologie zur direkten Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs und Energiespeichers Pflanzenöl als Kraftstoff für Fahrzeuge. Eoil beschäftigt 47 Mitarbeiter und erzielte im zweiten Geschäftsjahr bereits einen Umsatz von 8,3 Millionen Euro.

Für die Entwicklung eines Elektromotors für regenerative Energien schaffte es die Resonanz Magnetfeldtechnik GmbH in das Finale. Der Motor der Dortmunder Firma arbeitet mit wesentlich geringeren Drehzahlen als herkömmliche Modelle – bei gleichem Drehmoment. Damit werden niedrige Windgeschwindigkeiten wirtschaftlich nutzbar gemacht.

Eine solide Finanzierung und der wirtschaftliche Erfolg brachte die Robomotion GmbH aus Stuttgart in die Endrunde. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Integration hochflexibler Roboteranwendungen in Prozessen der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie. Bislang wurden die Anwendungen vorwiegend in der Automobilbranche genutzt.

Die Nominierten in der Kategorie Aufsteiger
Hier werden Unternehmen ausgezeichnet, die nicht älter als sieben Jahre und bereits durch außerordentliches Wachstum aufgefallen sind.

Der Open Business Club AG/ Xing aus Hamburg wurde nominiert für das gleichnamige Businessnetzwerk im Internet, das neue Geschäftspartner, Kunden und andere interessante Kontakte zusammenbringen will. Nach einem Wachstumsschub in Deutschland will sich XING weiter internationalisieren, bevorzugt in Richtung Europa und USA.

Aus Ibbenbüren stammt die Teutoburger Ölmühle GmbH & Co. KG, die ein umweltfreundliches Verfahren der Kaltpressung von Raps-Kernöl entwickelt hat. Durch Entfernen der Schale vor der Kaltpressung entsteht ein qualitativ hochwertiges Speisöl mit allen wichtigen kostbaren Inhaltsstoffen der Saat. Die Reste der Rapsverarbeitung werden zum Betrieb des hauseigenen Blockheizkraftwerks sowie als Treibstoff für Lkw genutzt. Das Unternehmen belegte im letzten Jahr den zweiten Platz beim START-AWARD NRW.

Als dritter Nominierter schaffte es Transporeon GmbH & Co. KG aus Ulm in das Aufsteiger-Finale. Die GmbH hilft Speditionen und Verladern über eine Kommunikationsplattform, Angebot und Nachfrage besser aufeinander abzustimmen, Personal besser zu nutzen sowie Wartezeiten und Leerfahrten zu verringern. Gegründet wurde das Unternehmen von fünf Studenten. Demnächst will sich Transporeon auf den europäischen Markt ausweiten.Die Preisträger der jeweiligen Kategorie erhalten ein individuell zugeschnittenes Coaching durch die Unternehmensberatung Porsche Consulting GmbH. Außerdem übernimmt das Kuratorium des Deutschen Gründerpreises über einen Zeitraum von zwei Jahren Patenschaften für alle Nominierten.

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