Mutmacher der Nation
Dagmar Vogt ist die "Mutmacherin der Nation" 2006 und wird ihren Preis gleich weiter spenden, um anderen Mut zu machen.
Auf der Preisverleihung am 21. November in Berlin setzte sich die Geschäftsführerin des Ingenieurbüros Vogt gegen 15 Landessieger durch und gewann das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.
Siegerin überlebt New-Economy-Blase
"Ich bin völlig überwältigt, ein irres Gefühl. Das Preisgeld werde ich an eine Organisation spenden, die anderen Mut machen will", sagt Dagmar Vogt im Gespräch mit biz-AWARDS. Zu diesem Zeitpunkt ist es 23:20 Uhr und Dagmar Vogt hat wohl einen der schönsten Momente ihres Unternehmenslebens hinter sich.
Knapp 30 Minuten zuvor sitzt Dagmar Vogt noch gebannt auf ihrem Stuhl und schaut verträumt auf die Bühne. Die Laudatoren Lothar Späth und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff schildern die Geschichte der Mutmacherin 2006, ihre Krisen und ihr Durchhaltevermögen.
Mit der "ib vogt GmbH" plante die Unternehmerin Fabriken für Solaranlagen, wie die Laudatoren erzählen. Nach dem Platzen der New-Economy-Blase riskierte Vogt ihre private finanzielle Existenzsicherung, um keinen ihrer Mitarbeiter entlassen zu müssen. Über ein Jahr lang hielt die Mutmacherin durch und wurde ab 2002 mit steigenden Aufträgen und wachsenden Einnahmen belohnt.
Nach der Laudatio betritt Dagmar Vogt strahlend die Bühne und nimmt den Preis und den Siegerscheck unter dem Beifall des Publikums entgegen. "Alle haben mich für verrückt gehalten, aber ich wollte meine Vision nicht verlieren", sagt sie in ihrer Dankesrede.
Womit sie denn anderen Mut macht, fragte biz-AWARDS die Gewinnerin. Vogt antwortet: "Die eigenen Grenzen überwinden und an sich glauben. Der Ausgleich in der Krise waren meine Freunde. Die sind spontan vorbei gekommen oder haben mir ein Essen ausgegeben. Das hat Licht ins Dunkel gebracht."
Platz 2: "Nur Tote Fische schwimmen mit dem Strom"
Auch die Zweitplatzierten Corinna und Reinhold Spicks überstanden mit ihrer Musikschule in Dormagen eine schwere Krise. Nach Streit mit Nachbarn und Behörden musste sich das Ehepaar einen neuen Ort für die Schule suchen.
Weil der Bauträger schlampte und dann auch noch in Insolvenz ging, mussten die Spicks die Bauschäden in Höhe von 100.000 Euro aus der eigenen Tasche zahlen. Mit dem Leitspruch "Nur Tote Fische schwimmen mit dem Strom" stemmten sie sich gegen den drohenden Kollaps und hielten durch. Inzwischen zeigen sie nach eigenen Angaben 750 Schülern, darunter ein 72-jähriger, die Welt der Musik.
"Wir werden oft gefragt, wo unser Mut herkommt", so Reinhold Spicks auf der Bühne. "Unsere Großeltern haben den ersten und den zweiten Weltkrieg überlebt – und unsere Eltern den zweiten. Wenn die so was überstehen, haben wir uns gesagt, dann überstehen wir unsere Probleme auch!"
3. Platz zum Ersten: 3.500 Essen an einem Tag
Der dritte Preis wurde gleich zweimal vergeben.
Sebastian Bódis und Falk Wagner bekamen einen der beiden Plätze und 3.000 Euro Preisgeld. Mit ihrem "gourmetta restaurant" in Radebeul liefern sie täglich 3.500 Mahlzeiten an Büros, Hotels und Seniorenstifte.
Probleme bekamen die beiden beim Start des Unternehmens. Zum einen mussten sie ihren denkmalgeschützten Firmensitz umbauen und zum anderen fand sich zunächst kein geeignetes Personal. Daher setzten Bódis und Wagner verstärkt auf ältere Arbeitnehmer.
Der Gourmetexperte Bódis kommentierte den Geschmack der Menufolge auf der Preisverleihung ganz trocken: "War ganz angenehm."
3. Platz zum Zweiten: Go! Bulli Go!
Auf Platz Drei Nummer Zwei landete Christian E. Oswald aus Boizenburg in Mecklenburg- Vorpommern.
Kurz nach der Wende wurde der damals 40-jährige Ingenieur arbeitslos. Mit 2.000 DM und einem gebrauchten Kleinlaster Marke "Bulli" wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete die Go-Trans/Zerbum GmbH. Heute gibt es knapp 200 Fahrzeuge im Logistikunternehmen, das tägliche Kranken-, Behinderten- und Schülertransporte durchführt.
Den Bulli hat Oswald zwar "ausgemustert, weil er als Benziner zu teuer wurde." Aufgegeben hat er aber nie: Man muss versuchen, mit dem zu brillieren, was man kann."
4 aus 717
Die vier Preisträger setzten sich gegen insgesamt 713 Mitbewerber durch, die sich für den Wettbewerb anmeldeten. Darunter fanden sich auch die restlichen zwölf Landessieger, die ebenfalls auf der Preisverleihung in der Berliner Niederlassung der Telekom anwesend waren.
Berliner Siegerin spendet ihr Preisgeld

Dagmar Vogt (Foto: biz-AWARDS.de)
Auf der Preisverleihung am 21. November in Berlin setzte sich die Geschäftsführerin des Ingenieurbüros Vogt gegen 15 Landessieger durch und gewann das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.
Siegerin überlebt New-Economy-Blase
"Ich bin völlig überwältigt, ein irres Gefühl. Das Preisgeld werde ich an eine Organisation spenden, die anderen Mut machen will", sagt Dagmar Vogt im Gespräch mit biz-AWARDS. Zu diesem Zeitpunkt ist es 23:20 Uhr und Dagmar Vogt hat wohl einen der schönsten Momente ihres Unternehmenslebens hinter sich.
Knapp 30 Minuten zuvor sitzt Dagmar Vogt noch gebannt auf ihrem Stuhl und schaut verträumt auf die Bühne. Die Laudatoren Lothar Späth und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff schildern die Geschichte der Mutmacherin 2006, ihre Krisen und ihr Durchhaltevermögen.
Mit der "ib vogt GmbH" plante die Unternehmerin Fabriken für Solaranlagen, wie die Laudatoren erzählen. Nach dem Platzen der New-Economy-Blase riskierte Vogt ihre private finanzielle Existenzsicherung, um keinen ihrer Mitarbeiter entlassen zu müssen. Über ein Jahr lang hielt die Mutmacherin durch und wurde ab 2002 mit steigenden Aufträgen und wachsenden Einnahmen belohnt.
Nach der Laudatio betritt Dagmar Vogt strahlend die Bühne und nimmt den Preis und den Siegerscheck unter dem Beifall des Publikums entgegen. "Alle haben mich für verrückt gehalten, aber ich wollte meine Vision nicht verlieren", sagt sie in ihrer Dankesrede.
Womit sie denn anderen Mut macht, fragte biz-AWARDS die Gewinnerin. Vogt antwortet: "Die eigenen Grenzen überwinden und an sich glauben. Der Ausgleich in der Krise waren meine Freunde. Die sind spontan vorbei gekommen oder haben mir ein Essen ausgegeben. Das hat Licht ins Dunkel gebracht."
Platz 2: "Nur Tote Fische schwimmen mit dem Strom"

Reinhold und Corinna Spicks (Foto: biz- AWARDS.de)
Weil der Bauträger schlampte und dann auch noch in Insolvenz ging, mussten die Spicks die Bauschäden in Höhe von 100.000 Euro aus der eigenen Tasche zahlen. Mit dem Leitspruch "Nur Tote Fische schwimmen mit dem Strom" stemmten sie sich gegen den drohenden Kollaps und hielten durch. Inzwischen zeigen sie nach eigenen Angaben 750 Schülern, darunter ein 72-jähriger, die Welt der Musik.
"Wir werden oft gefragt, wo unser Mut herkommt", so Reinhold Spicks auf der Bühne. "Unsere Großeltern haben den ersten und den zweiten Weltkrieg überlebt – und unsere Eltern den zweiten. Wenn die so was überstehen, haben wir uns gesagt, dann überstehen wir unsere Probleme auch!"
3. Platz zum Ersten: 3.500 Essen an einem Tag

Sebastian Bódis (links) und Falk Wagner schmeckte das Essen wohl nicht so gut (Foto: biz- AWARDS.de)
Sebastian Bódis und Falk Wagner bekamen einen der beiden Plätze und 3.000 Euro Preisgeld. Mit ihrem "gourmetta restaurant" in Radebeul liefern sie täglich 3.500 Mahlzeiten an Büros, Hotels und Seniorenstifte.
Probleme bekamen die beiden beim Start des Unternehmens. Zum einen mussten sie ihren denkmalgeschützten Firmensitz umbauen und zum anderen fand sich zunächst kein geeignetes Personal. Daher setzten Bódis und Wagner verstärkt auf ältere Arbeitnehmer.
Der Gourmetexperte Bódis kommentierte den Geschmack der Menufolge auf der Preisverleihung ganz trocken: "War ganz angenehm."
3. Platz zum Zweiten: Go! Bulli Go!

Christian E. Oswald bedankte sich bei allen Teilnehmern (Foto: biz- AWARDS.de)
Kurz nach der Wende wurde der damals 40-jährige Ingenieur arbeitslos. Mit 2.000 DM und einem gebrauchten Kleinlaster Marke "Bulli" wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete die Go-Trans/Zerbum GmbH. Heute gibt es knapp 200 Fahrzeuge im Logistikunternehmen, das tägliche Kranken-, Behinderten- und Schülertransporte durchführt.
Den Bulli hat Oswald zwar "ausgemustert, weil er als Benziner zu teuer wurde." Aufgegeben hat er aber nie: Man muss versuchen, mit dem zu brillieren, was man kann."
4 aus 717
Die vier Preisträger setzten sich gegen insgesamt 713 Mitbewerber durch, die sich für den Wettbewerb anmeldeten. Darunter fanden sich auch die restlichen zwölf Landessieger, die ebenfalls auf der Preisverleihung in der Berliner Niederlassung der Telekom anwesend waren.
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von Jimmy am 08.02.2012 - 03:18 UhrHi again, Barbara I’m glad you ejoeynd your visit to Barcelona and thanks for sharing your photos especially of Gaudi Park. We were in Spain last year but only spent two days in Barcelona and never had time to see the Park. I loved your pics of the Arches and trees


