Deutscher Gründerpreis
Die ersten Versandkataloge bastelte er selbst: Werner Otto
Werner Otto betritt gestützt von einer Begleiterin unauffällig das ZDF-Hauptstadtstudio. Kein Fotograf wartet mehr am Ende des roten Teppichs. Die Preisverleihung ist seit 20 Minuten im Gang.
Der 96-Jährige nimmt in einer kleinen Ecke am Ende des Eingangsbereiches Platz. Trotz seines bescheidenen Auftretens entgeht er der Aufmerksamkeit der Fotografen nicht. Bereitwillig und freundlich lässt er sich fotografieren, bis auch der letzte Fotograf gegangen ist.
Werner Otto und sein Sohn und Nachfolger Michael Otto werden mit dem Deutschen Gründerpreis 2006 für ihr Lebenswerk geehrt. Gewürdigt wird damit die Erfolgsgeschichte eines kleinen Schuhhandels, der zum größten Versandhaus der Welt aufgebaut wurde.
Als Schuhfabrikant gescheitert
Während der Preisverleihung wird in einem Kurzfilm die Erfolgsgeschichte des Unternehmens dargestellt.
Otto Werners Sohn erinnert sich darin an die Gründung des Unternehmens, mit der er praktisch aufgewachsen sei, und erzählt, wie er als Kind mit seinem Vater über eine Wiese lief. Die sollte später gekauft werden, um eine Schuhfabrik darauf zu bauen. Doch als Schuhfabrikant scheiterte Otto.
Glücksgriff Marinehosen
1949 fotografierte der Unternehmer die verbliebenen Schuhe und bastelte 300 Versandkataloge, die auf 14 Seiten die 28 Paar Schuhe präsentierten. Die Preisliste legte er handgeschrieben dazu. Die Schuhe finden reißenden Absatz.
Damit war der Grundstein für den rasanten Aufstieg des Unternehmens gelegt. Den Schuhen folgten blaue Marinehosen und weitere Kleidungsstücke. Bereits 1951 erreichte der Umsatz die 1-Millionen-Grenze.
Gestützt von seinem Sohn betritt Werner Otto die Bühne, um den Gründerpreis entgegenzunehmen. Florian Langenscheidt betont in seiner Laudatio, dass es kaum Unternehmer gebe, die mehr Klarheit, Integrität, Konsequenz und Engagement zeigen als die Unternehmer Otto. Der Schlüssel zum Erfolg sei die Leidenschaft für das, was man tut.
Otto erzählt von der Zeit, als er anfing, Minikleider in seinem Katalog anzubieten. Diese seien ihm förmlich aus den Händen gerissen worden. Für ihn sei das damals ganz unglaublich gewesen, so erzählt er weiter. Otto erzählt gerne, lächelt entspannt und genießt die Preisverleihung auf seine Weise: Er ist der geblieben der er war, als er die Fotos ausschnitt und klebte.
Werner Otto: Stiftung, Institut und Hall
Werner und auch Michael Otto engagieren sich in zahlreichen Projekten. Seit Jahrzehnten geht das Engagement der Unternehmer weit über das Übliche hinaus. Otto engagierte sich in vielen sozialen Projekten. 1969 gründete er die Werner Otto Stiftung, die medizinische Forschungsprojekte unterstützt. Seit 1974 fördert er außerdem das Werner Otto Institut, eine Einrichtung, die sich auf die Behandlung entwicklungsgestörter und behinderter Kinder spezialisiert hat.
Er finanzierte den Neubau der Werner Otto Hall in Harvard, die eine bedeutende Sammlung expressionistischer Kunst zeigt und ließ den im Krieg zerstörten Kirchturm seines Geburtsortes Seelow wieder aufbauen. Zuletzt unterstütze er die Umgestaltung des Hamburger Jungfernstiegs.
Werner Ottos Sohn Michael, der seit 1981 Vorstandsvorsitzender des Konzerns ist, engagiert sich für Umweltschutz, fördert seit 1993 in einer Stiftung Projekte, die sich mit dem Schutz des Wassers befassen und unterstützt wichtige gesellschafts- und kulturpolitische Projekte. So zum Beispiel den Bau der Elbphilarmonie in Hamburg, oder die Jugendmusikschule.
Der 96-Jährige nimmt in einer kleinen Ecke am Ende des Eingangsbereiches Platz. Trotz seines bescheidenen Auftretens entgeht er der Aufmerksamkeit der Fotografen nicht. Bereitwillig und freundlich lässt er sich fotografieren, bis auch der letzte Fotograf gegangen ist.
Werner Otto und sein Sohn und Nachfolger Michael Otto werden mit dem Deutschen Gründerpreis 2006 für ihr Lebenswerk geehrt. Gewürdigt wird damit die Erfolgsgeschichte eines kleinen Schuhhandels, der zum größten Versandhaus der Welt aufgebaut wurde.
Als Schuhfabrikant gescheitert
Während der Preisverleihung wird in einem Kurzfilm die Erfolgsgeschichte des Unternehmens dargestellt.
Otto Werners Sohn erinnert sich darin an die Gründung des Unternehmens, mit der er praktisch aufgewachsen sei, und erzählt, wie er als Kind mit seinem Vater über eine Wiese lief. Die sollte später gekauft werden, um eine Schuhfabrik darauf zu bauen. Doch als Schuhfabrikant scheiterte Otto.
Glücksgriff Marinehosen
1949 fotografierte der Unternehmer die verbliebenen Schuhe und bastelte 300 Versandkataloge, die auf 14 Seiten die 28 Paar Schuhe präsentierten. Die Preisliste legte er handgeschrieben dazu. Die Schuhe finden reißenden Absatz.
Damit war der Grundstein für den rasanten Aufstieg des Unternehmens gelegt. Den Schuhen folgten blaue Marinehosen und weitere Kleidungsstücke. Bereits 1951 erreichte der Umsatz die 1-Millionen-Grenze.
Gestützt von seinem Sohn betritt Werner Otto die Bühne, um den Gründerpreis entgegenzunehmen. Florian Langenscheidt betont in seiner Laudatio, dass es kaum Unternehmer gebe, die mehr Klarheit, Integrität, Konsequenz und Engagement zeigen als die Unternehmer Otto. Der Schlüssel zum Erfolg sei die Leidenschaft für das, was man tut.
Otto erzählt von der Zeit, als er anfing, Minikleider in seinem Katalog anzubieten. Diese seien ihm förmlich aus den Händen gerissen worden. Für ihn sei das damals ganz unglaublich gewesen, so erzählt er weiter. Otto erzählt gerne, lächelt entspannt und genießt die Preisverleihung auf seine Weise: Er ist der geblieben der er war, als er die Fotos ausschnitt und klebte.
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