Mutmacher der Nation

Selbst ist der Vertrieb


proDentum verzichtet auf den Großhandel
"Wir sind Produzent, Entwickler, Macher und Kunden – alles in einem." Mit dieser Philosophie führten Axel und Matthias Kaiser ein neues Produkt ein: die Zahnputzpille. biz-AWARDS-Redakteur Mario Böhl hat die Pille getestet und mit den Kaisers gesprochen - anlässlich ihrer Nominierung für den Landessieg Berlin im Wettbewerb "Mutmacher der Nation".


Die Brüder und Geschäftsführer der proDentum Dentaltechnik GmbH sind einer von drei Nominierten in Berlin. Der Landesieger erhält die Chance, im Bundesfinale des Wettbewerbs im November den Sieg zu erringen.

Verkrustete Strukturen aufbrechen

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Matthias Kaiser (2. v.r.), Gratulanten: Rüdiger John vom TG Verlag (2. v.l.) sowie Waltraud Wolf und Dirk Borgmann von der Bürgschaftsbank Berlin-Brandenburg; Fotorechte: Axel Kaiser
Seit 1999 investiert proDentum in die Entwicklung und Vermarktung der Zahnputzpille. "Wir wollen einen Paradigmenwechsel – weg von der Tube, hin zur Zahnpasta in Tablettenform" sagt Matthias Kaiser.

Doch in einem Markt, in dem es wenig Neuerungen gibt, fällt der Einstieg besonders schwer. Das Desinteresse der Industrie und der Zahnärzte erschwerte eine Markteinführung. Vor allem die mangelnde Bekanntheit stellte ein erhebliches Problem dar. "Wir hatten ein tolles Produkt, eine gute Marke - aber keiner kannte es", erzählt Matthias Kaiser gegenüber biz-AWARDS.

Die Positionierung über den traditionellen Handel kam für die Brüder nicht in Betracht. Dieser war für das kleine Unternehmen zu teuer, wie Matthias Kaiser berichtete: "Normalerweise werden Millionen benötigt, um ein neues Produkt zu vertreiben."

Internet und Guerilla-Marketing
Eine andere Strategie musste her. Das Unternehmen setzte verstärkt auf das Internet als zentralen Absatzmarkt, einen direkten Kundenkontakt, eine junge Zielgruppe und Guerilla-Marketing.

Die Brüder sprachen Zahnärzte direkt an und berieten sie fachlich, schalteten Beiträge in Foren und Medien, verteilten Proben an Kunden und bauten einen funktionierenden Onlineshop auf.

Viel Überzeugungskraft, Durchhaltevermögen und Engagement waren dabei nötig. "Alles, was wir eingenommen haben, haben wir rein gesteckt. Das Risiko war extrem hoch!"

Die Idee schien zunächst im Internet zu verpuffen. Den Durchbruch brachte ein Artikel im Wirtschaftsmagazin „brandeins“.

Die Nachfrage von Zahnärzten und Apotheken stieg sprunghaft an. Sogar aus dem Ausland kamen und kommen jetzt Anfragen. Bisher größter Effekt des Artikels: Eine große deutsche Drogeriekette möchte die Zahnputzpille verkaufen.

Der "unerwartet gute Verkauf" kann inzwischen die laufenden Kosten decken. Wir haben "ein besonderes, einmaliges Produkt für die Zahnpflege, das vom Markt angenommen wird", so Matthias Kaiser gegenüber biz-AWARDS.

Einfaches Prinzip – hohe Wirkung
Das Prinzip der Zahnputzpille 'denttabs' klingt simpel. Man nimmt normale Zahnpasta, entfernt die unwichtigen Bestandteile, fügt Kieselerde und Cellulossefasern hinzu und presst das Ganze in eine runde Form. Heraus kommt eine Pille ohne Wasser, die nur noch 7 Bestandteile aufweist und nach Angaben von proDentum besser pflegt als eine herkömmliche Zahnpasta, die aus bis zu 100 Inhaltsstoffen besteht.

Kern von denttabs ist ein neuartiger Poliereffekt, der die Zahnoberfläche sichtbar glättet und pflegt. Sogar in den sonst so problematischen Zahnzwischenräumen könne ein verbesserter Reinigungseffekt erzielt werden. Axel Kaiser: "Keine Karies, keine Paradontose, kein Zahnstein – keine Probleme!"

Ohne Geschmack geht nix
Was in der Theorie so einfach klingt, gestaltete sich in der Umsetzung schwerer als gedacht. Vor allem der Einfluss des Geschmacks wurde am Anfang unterschätzt: "Der 1. Versuch hat nicht funktioniert. Die Tablette schmeckte einfach nicht" erzählt Matthias Kaiser.

Erst intensive Arbeit und viele Tests mit Zahnärzten und Probanden führten zu einer produktreifen Pille. Beide Brüder betonen dabei die Bedeutung des direkten Kontaktes mit Menschen: "An der Basis bekommt man viel mehr mit." Aber auch Selbst- versuche tragen zum Lösen von Problemen bei, gemäß dem Motto: Der beste Kunde bin ich selbst.

Die Zahnputzpille: Ein Test von biz-AWARDS-Redakteur Mario Böhl
7:15 Uhr: Tatort Badezimmer – die Zahnpflege ruft.

Ich fasse die Zahnpastatube heute nicht an und greife zur Zahnpille. Ein ungewohntes Gefühl, die erste Pille gleich nach dem Aufstehen. Die Pille ist kleiner als eine Kopfschmerztablette und nicht von normalen Arzneipillen zu unterscheiden.

Etwas mulmig ist mir schon zumute, soll ich sie wirklich nehmen? Ach, was soll´s - wird schon schief gehen. Ohne Umschweife landet sie in meinem Mund.

"Schmeckt erstaunlich gut", denke ich, "nach Pfefferminz. Etwas schärfer als Zahnpasta ist sie schon, aber trotzdem angenehm."

Der Anleitung folgend kaue ich die Tablette. Sie zerfällt zu feinem Staub. Ich nehme etwas Wasser hinzu und - hoppla, die Tablette landet im Waschbecken. Das war wohl zu viel Wasser. Anstatt des erwarteten Schaums habe ich ein kleines Rinnsal in Mund.

In der Beschreibung steht: "mit etwas Wasser zu feinporigem Schaum" zerkauen. Aber eigentlich ist kein Wasser nötig, oder?

Beim zweiten Versuch klappt es besser: Etwas Schaumartiges bildet sich. Die Wasserdosierung ist zwar noch nicht optimal, aber zum Putzen reicht es. Ich nehme die Zahnbürste, und los geht´s – oben links, hinten links, oben rechts und so weiter.

Der Rest verläuft wie immer: 2-3 Minuten putzen, ausspülen und das war´s für heute morgen.
Die Packung im Blick gehe ich aus dem Badezimmer. Ich könnte mich daran gewöhnen.


Kostenlose Proben von denttabs sind zu bestellen unter:
www.denttabs.de
www.prodentum.de

Den brandeins-Artikel können sie hier nachlesen:
www.brandeins.de/diepillendreher

3 Kommentare:
von dlmtbsh am 05.02.2012 - 20:10 UhrJR4SwO , [url=http://bkzcsnnclalg.com/]bkz... [link=http://slboacpnskdv.com/]sl... http://xyttdtshuxjq.com/
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von Justin am 03.02.2012 - 17:02 UhrHallo,ich weiß gar nicht, an wen genau ich hier shercibe, deshalb keine persönliche Anrede, sorry.Sie sherciben ganz richtig über die Problematik der Trockenfütterung bei Katzen, bieten aber gleichzeitig Trockenfutter von Yarrah und defu an. Beide sind völlig ungeeignet für Katzen, insbesondere defu, da sie viel zu viel Getreide enthalten und auch sonst nichts Wertvolles. &#8220;Bio&#8221; allein ist keine Qualitätsgarantie.... kommen Sie zu diesem Widerspruch???Ich finde im gesamten Internet kein vernünftiges Trockenfutter für Katzen, da es schlicht keines gibt. Am ehesten kommen Acana und Orijen in Frage, da sie wirklich getreidefrei sind. Aber der Preis ist eine Sünde, und trocken ist trocken &#8211; nichts für Katzen!!!Viele GrüßeRenate Sandkühler
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