Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg
Gelbe Karten, Pokale und Günther Netzer: Das Finale des Businessplanwettbewerbs Berlin / Brandenburg (BPW) war völlig auf Fußball-WM eingeschossen.
Kristin Berndt hebt ihren rechten Arm: Gelb für Q-Tronic, einem von drei Finalisten im Businessplanwettbewerb. Q-Tronic-Gründer Jacob Mauss weiß, die Zeit arbeitet gegen ihn.
Schon nach einer weiteren Minute hebt Kristin Bernd ihren Arm erneut: Rot für Q-Tronic. Jetzt darf Mauss den angefangenen Satz noch zu Ende führen. Dann muss er das Spielfeld verlassen – die Präsentation seiner Geschäftsidee muss abgeschlossen sein.
Die Gelben und Roten Karten markieren die Zeiten, an denen sich die besten drei Gründer im BPW orientieren. Nach der Präsentation der Gründerteams entscheidet das Publikum per Ted-Umfrage, wer den ersten Preis bekommen soll.
Die Gründermeister
Am Ende hatten Matthias Kandeler und André Hacker, Gründer der Softwareschmiede Syncy.net, die Nase vorn: 39,7 Prozent der abstimmungsberechtigten Zuschauer stimmten für die Jung-Unternehmer, die am Tag nach der Preisverleihung ihr Unternehmen gründen.
Die Idee: Ein serverloses Computernetzwerk, das laut Kandeler auch von Laien eingerichtet werden kann. Damit sei die Idee interessant für kleine Unternehmen, die sich eine eigene Serverstruktur nicht leisten wollen.
Vizemeister mit 31 Prozent wurde T-Trace, dessen Team um Dr. Markus Hammer einen Krebstest entwickelt.
Ein bisschen traurig war der Abend für den Drittplatzierten Q-Tronic. Dabei versprechen sich die Entwickler von computersimulierten mechatronischen Testverfahren eine Menge Kunden, die mit der Technik Geld sparen werden.Serviceweltmeister: Spielstand: 13:90
"Es kommt auf den Teamgeist an"
Gespart an Fußballanalogien hatten die Veranstalter jedoch nicht. Selbst der Boden des Festsaals der Gastgeber von der Investitionsbank Berlin war mit grünem Kunstrasen ausgelegt. Darauf gezeichnet: die weißen Linien um das Spielfeld.
Auch die Gastredner stellten sich gerne auf die WM-Idee ein. Nach einem einführenden Kurzfilm über die heldenhaften WM-Szenen der Deutschen Nationalmannschaft übernahm das selbsternannte Schiedsrichterteam um BPW-Projektleiter Ben Kühl die Regie.
Kühls Schiedsrichterkollege Sven Weickert von der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) präsentierte "den Günther Netzer der Bankdirektoren": Dieter Puchta, Chef der Investitionsbank Berlin war tatsächlich in bester Fußballlaune.
"In einer Saison habe ich 15 Monate durchgespielt", zitierte Puchta den Fußballkaiser Franz Beckenbauer, "99 Prozent des Spiels haben wir dominiert. Die übrigen 3 Prozent waren Schuld, dass wir verloren haben", hat laut Puchta der Niederländische Ex-Stürmer Ruud Gullit nach einem Spiel gegen Deutschland gesagt. Und "2 Chancen, ein Tor – das nenne ich 100-prozentige Chancenverwertung" brachte Puchta als Zitat eines deutschen Stürmers.
Bei allem Spaß an Sport und Business: Eigentlich ging es Puchta um eine bestimmte Parallele zwischen Fußball und Unternehmensgründung: "Der Teamgeist entscheidet über den Erfolg".
Tatsächlich haben sich laut Veranstalter viele Teams während des BPW gefunden. BPW-Projektleiter Ben Kühl wertete das als Zeichen, dass die Teilnehmer den Rat der Veranstalter befolgten und sich zusammenschlössen.
Die Tabelle:
In der letzten Stufe des BPW reichten 468 Teilnehmer insgesamt 229 Businesspläne ein. Das sind weniger Pläne als 2005 – da waren es 261 – aber es sind auch mehr Teilnehmer.
Die Mehrzahl (60 Prozent) der Teilnehmer gründen Unternehmen, die einen Service anbieten. 24 Prozent der Teilnehmer gründen ein Technologieunternehmen wie auch die drei Finalisten. 16 Prozent der Teilnehmer gründen aus der Hochschule.
Für die gründungsmotivierensten Unis der Länder Berlin und Brandenburg gab es auch einen Preis. Die Technische Uni Berlin bekam 1.000 Euro als beste Berliner Hochschule. Die Uni Potsdamm errang den Preis in Brandenburg.
Drei Gründer im Endspiel

Als undankbar empfand sie ihre Aufgabe nicht: Kristin Berndt gibt Gelb (Bild: biz- AWARDS)
Kristin Berndt hebt ihren rechten Arm: Gelb für Q-Tronic, einem von drei Finalisten im Businessplanwettbewerb. Q-Tronic-Gründer Jacob Mauss weiß, die Zeit arbeitet gegen ihn.
Schon nach einer weiteren Minute hebt Kristin Bernd ihren Arm erneut: Rot für Q-Tronic. Jetzt darf Mauss den angefangenen Satz noch zu Ende führen. Dann muss er das Spielfeld verlassen – die Präsentation seiner Geschäftsidee muss abgeschlossen sein.
Die Gelben und Roten Karten markieren die Zeiten, an denen sich die besten drei Gründer im BPW orientieren. Nach der Präsentation der Gründerteams entscheidet das Publikum per Ted-Umfrage, wer den ersten Preis bekommen soll.
Die Gründermeister
Am Ende hatten Matthias Kandeler und André Hacker, Gründer der Softwareschmiede Syncy.net, die Nase vorn: 39,7 Prozent der abstimmungsberechtigten Zuschauer stimmten für die Jung-Unternehmer, die am Tag nach der Preisverleihung ihr Unternehmen gründen.
Die Idee: Ein serverloses Computernetzwerk, das laut Kandeler auch von Laien eingerichtet werden kann. Damit sei die Idee interessant für kleine Unternehmen, die sich eine eigene Serverstruktur nicht leisten wollen.
Vizemeister mit 31 Prozent wurde T-Trace, dessen Team um Dr. Markus Hammer einen Krebstest entwickelt.
Ein bisschen traurig war der Abend für den Drittplatzierten Q-Tronic. Dabei versprechen sich die Entwickler von computersimulierten mechatronischen Testverfahren eine Menge Kunden, die mit der Technik Geld sparen werden.Serviceweltmeister: Spielstand: 13:90
"Es kommt auf den Teamgeist an"

"Der Günther Netzer der Bankenchefs": IBB-Chef Dieter Puchta (Bild: biz- AWARDS)
Auch die Gastredner stellten sich gerne auf die WM-Idee ein. Nach einem einführenden Kurzfilm über die heldenhaften WM-Szenen der Deutschen Nationalmannschaft übernahm das selbsternannte Schiedsrichterteam um BPW-Projektleiter Ben Kühl die Regie.
Kühls Schiedsrichterkollege Sven Weickert von der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) präsentierte "den Günther Netzer der Bankdirektoren": Dieter Puchta, Chef der Investitionsbank Berlin war tatsächlich in bester Fußballlaune.
"In einer Saison habe ich 15 Monate durchgespielt", zitierte Puchta den Fußballkaiser Franz Beckenbauer, "99 Prozent des Spiels haben wir dominiert. Die übrigen 3 Prozent waren Schuld, dass wir verloren haben", hat laut Puchta der Niederländische Ex-Stürmer Ruud Gullit nach einem Spiel gegen Deutschland gesagt. Und "2 Chancen, ein Tor – das nenne ich 100-prozentige Chancenverwertung" brachte Puchta als Zitat eines deutschen Stürmers.
Bei allem Spaß an Sport und Business: Eigentlich ging es Puchta um eine bestimmte Parallele zwischen Fußball und Unternehmensgründung: "Der Teamgeist entscheidet über den Erfolg".
Tatsächlich haben sich laut Veranstalter viele Teams während des BPW gefunden. BPW-Projektleiter Ben Kühl wertete das als Zeichen, dass die Teilnehmer den Rat der Veranstalter befolgten und sich zusammenschlössen.
Die Tabelle:
In der letzten Stufe des BPW reichten 468 Teilnehmer insgesamt 229 Businesspläne ein. Das sind weniger Pläne als 2005 – da waren es 261 – aber es sind auch mehr Teilnehmer.
Die Mehrzahl (60 Prozent) der Teilnehmer gründen Unternehmen, die einen Service anbieten. 24 Prozent der Teilnehmer gründen ein Technologieunternehmen wie auch die drei Finalisten. 16 Prozent der Teilnehmer gründen aus der Hochschule.
Für die gründungsmotivierensten Unis der Länder Berlin und Brandenburg gab es auch einen Preis. Die Technische Uni Berlin bekam 1.000 Euro als beste Berliner Hochschule. Die Uni Potsdamm errang den Preis in Brandenburg.
- 903 Unternehmen haben sich über den BPW bislang gegründet.
- 3.254 Arbeitsplätze sind so entstanden.
- 1.109 Teilnehmer 2006 machen den BPW zum größten regionalen Businessplanwettbewerb Deutschlands.
zum Wettbewerb
Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg
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