Förderpreis Aktive Bürgerschaft

Engagement mit grünen Keksen

Jung und Alt bei der Preisverleihung des Förderpreises Aktive Bürgerschaft
Eva Lina Schmidt erklärt ihrem Publikum, was ein Kinderrechte-Keks ist
Als Eva Lina Schmidt an diesem Abend auf der Bühne steht, hebt sie einen Keks in grüner Verpackung hoch. Was wie ein chinesischer Glückskeks aussieht, sei in Wirklichkeit ein "Kinderrechte-Keks", erklärt die Dreizehnjährige ihrem erwachsenen Publikum. Statt chinesischer Weisheiten stehen auf den Zetteln in den Keksen Kinderrechte.


Nicht gerade die übliche Ansprache eines Preisträgers. Aber es ist auch nicht gerade üblich, dass Kinder mit einem Preis für Bürgerengagement ausgezeichnet werden. Denn Eva Lina beteiligt sich an dem Projekt "Kinder haben Rechte" der Bürgerstiftung Barnim Uckermark, die an diesem 16. März den Hauptpreis in der Kategorie mitBestimmen gewinnt.

Neben den Preisträgern haben sich andere Stifter, Journalisten und Freunde im Gebäude der DZ-Bank versammelt. Die Sieger des Förderpreises werden heute für ihren Mut und ihr Engagement geehrt.

Kinderrechte schmecken gut
Zweite von links: Eva Lina Schmidt, in der Mitte: Helga Thomé
Engagiert hat sich auch die Bürgerstiftung Barnim Uckermark und zwar insbesondere für Kinderrechte. "Kinderrechte sind zum Beispiel das Recht auf Bildung, das Recht auf Gleichbehandlung und das Recht auf besondere Fürsorge für Kinder mit einer Behinderung", weiß Eva Lina.

"Die Idee mit den Keksen kam von den Kindern selbst", erzählt Helga Thomé, die Geschäftsführerin der Bürgerstiftung. Angefangen hat alles, als die Kinder sich für andere Kinder aus einem sozialen Brennpunkt einsetzten. "Sie waren schockiert über die Bedingungen, in denen die Kinder dort leben müssen", erzählt Thomé. "Daraufhin hatten sie die Idee, Kekse zu backen und auf dem Weihnachtsmarkt zu verkaufen." Der Erlös kam zu 100 Prozent den Kindern zugute.

Von Kindern für Kinder
Die Preisverleihung fand im Forum der DZ Bank statt
Die 2003 gegründete Bürgerstiftung in Eberswalde setzt sich vor allem für Bildung, bürgerschaftliches Engagement und Demokratie ein. "Kinder wissen noch nicht so genau, was Rechte und Demokratie bedeuten", erklärt Helga Thomé biz-AWARDS. Und ihnen das näher zu bringen, sei ein Ziel der Stiftung.

"Kinder sollen erleben, was sie bewirken können, wenn sie sich einsetzen", sagt Thomé, die selbst Mutter ist. Bei "Kinder haben Rechte" lernen schon junge Menschen im Alter von acht bis 14 Jahren, ihre Meinung zu äußern, für sie einzutreten und in ihrem Umfeld Verantwortung zu übernehmen.

In diesem Moment wird Helga Thomé noch einmal auf die Bühne gerufen – für das Siegerfoto. Mit dabei sind die drei Kinder aus dem Kinderrechte-Projekt. Helga Thomé wird aber nicht nur schöne Bilder mit nach Hause nehmen: Der Hauptpreis ist dotiert mit 20.000 Euro Preisgeld.

Wichtiger als das Geld sei aber die Aufmerksamkeit für das Thema, sagt sie. "Was mir am Herzen liegt: Dass Kinder sich für Kinder einsetzen und dass das als gleichwertig gesehen wird gegenüber dem, was Erwachsene tun."

Verantwortung statt Nasentanz
Und gerade die tun sich manchmal noch schwer mit dem Projekt: "Viele Erwachsene stehen dem Kinderrechte-Projekt zunächst etwas skeptisch gegenüber", sagt Thomé. Sie befürchteten, dass ihnen die Kinder auf der Nase herumtanzen oder nur noch fernsehen wollen. Bei "Kinder haben Rechte" gehe es aber nicht darum, dass Kinder stur ihren Willen durchsetzen. Vielmehr sollen sie selbst Initiative ergreifen und Verantwortung übernehmen, so Thomé.

Die Gäste bedienen sich am Büffet
Nach der Preisübergabe und den Fotos bedient Eva Lina sich erst einmal am Büffet. Danach verkaufen sie und die anderen Kinder ihre grünen Kekse. Und weil das so gut funktioniert, werden die Kekse inzwischen sogar professionell hergesellt – in grüner Verpackung.




Die Preisträger im Überblick

Kategorie mitBestimmen – Wie sich Bürgerstiftungen für mehr Eigeninitiative und Mitverantwortung stark machen (20.000 Euro)
Die Bürgerstiftung Barnim Uckermark zeigt mit ihrem Projekt "Kinder haben Rechte", wie schon die Jüngsten in ihrer Region etwas bewegen und in ihrem Lebensumfeld mitbestimmen können.

Kategorie mitMachen – Wie Bürgerstiftungen Stiftern und Spendern helfen, selbst Gutes zu tun (5.000 Euro)
Die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land bietet einen Service für Treuhandstiftungen: Sie übernimmt beispielsweise Verwaltungsaufgaben und unterstützt den Stifter bei Fördermaßnahmen.

Kategorie mitGestalten – Wie Bürgerstiftungen mit ihren Projekten die Gesellschaft besser machen (5.000 Euro)
Die Bürgerstiftung Arnsberg motivierte mit dem Ideenwettbewerb "Arnsbergs Helden" Jugendliche, das Leben in ihrer Stadt aktiv mitzugestalten. Die Sieger erhielten ein Preisgeld, um ihre Ideen umzusetzen.

Kategorie mitStiften –Wie Bürgerstiftungen durch Fundraising erfolgreich Zustiftungen und Spenden einwerben (5.000 Euro)
Die Bürgerstiftung Vechta bewegte viele Bürger dazu, für gemeinnützige Projekte in Vechta zu spenden. Bei ihrer "Bürgerparty 2010" sammelte sie Spenden von über 65.000 Euro.

Weitere Informationen zum Förderpreis Aktive Bürgerschaft finden Sie im Wettbewerbseintrag oder unter www.aktive-buergerschaft.de.

Fotos: Kai Bienert/Förderpreis Aktive Bürgerschaft, Debora Dürksen

5 Kommentare:
von ghgpcxnh am 25.04.2013 - 17:37 UhrqzvQXu , [url=http://wpdcnuybvrrj.com/]wpd... [link=http://llvdryhidyyi.com/]ll... http://lnbrmmwigjai.com/
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von cbbykep am 22.04.2013 - 01:31 Uhr3c3CSn <a href="http://njrylgumfklb.c...
von Antonio am 21.04.2013 - 07:53 UhrGestern: Schon wieder ist ein Kind vreuhngret und die Schuld wird wie immer natfcrlich der Mutter zugeschoben. Fall laut Presse: Mit 16 jahren bekam sie ihr erstes Kind, nun mit 26 Jahren wohnen bei ihr ihr Partner ein vierje4hriger Junge und die Kleine die vreuhngret ist. Die Mutter wurde notoperiert? Kurz vor dieser Operation sagte man ihr, dass das Kind gestorben ist. Gut : Frage: Warum war die Frau krank und geht nicht zum Arzt? Hatte sie nicht das Geld ffcr 10 Euro Praxisgebfchr? Die Praxisgebfchr kann arme Menschen davon abhalten zum Arzt zu gehen. Es ist eine Hemmschwelle. So wie viele andere Hemmschwelle die den Menschen kfcnstlich auferlegt werden. Wo gibt es tatse4chlich Hilfe: Eben es gibt sie nicht. Das Jugendamt kann nicht ste4ndig kontrollieren wurde gesagt. Richtig. neben dem Jugendamt gibt es eine Wirtschaft, die Frauen nicht gleichberechtigt arbeiten le4sst. Die Frauen (insbesondere die sozialen Gewerkschaften und SPD) permanent unter Druck setzt sie he4tten selber ffcr ihren Lebensunterhalt zu sorgen und es diese Arbeit einfach nicht gibt. Stattdessen soll das Jugendamt dieses Problem lf6sen durch Kontrolle und versche4rfte Gesetze. Diese Frau hat den Jungen gut behandelt. Das Me4dchen vreuhngret. Dies ist genau so ein Fall wie in Deutsche gerne aus Drittle4ndern beschreiben. Gut: Diese Drittle4ndersituation wurde durch Hartz4 in Deutschland eingeffchrt. Immer mehr frauen haben kein Geld, keine Arbeit und stehen unter Druck. Es ist richtig: Frfcher war Frau schlecht aber recht durch das Sozialamt abgesichert, wenn sie Kinder hatte. Da dieser Status genommen wurde sind dies letztlich die Folgen der Verarmung die fcberall auf der Welt zu finden sind. Wo finden Frauen mit Kindern echte Unterstfctzung?
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