Award-Marketing

Langfristiger Nutzen durch wiederholte Preisbewerbung!? – Teil 2: Warum dieser Wettbewerb?

Ein Gastbeitrag von Udo Schmidt
Warum bewarb sich der Telekommunikations-Dienstleister gerade beim Project Excellence Award – und nicht vielmehr bei einem anderen Wettbewerb? Die Antwort liefert Teil 2 dieser Serie.


Zur Erinnerung: Dem Telekommunikationsunternehmen ging es darum (siehe Teil 1),

1. fundierte Vorgehensweisen und Produkte bekannter zu machen
2. einen internen Auswahlprozess begründet auszuführen
3. Stärken und Verbesserungspotentiale intern und extern zu erkennen
4. Anregungen für den internen Verbesserungsprozess zu erhalten
5. den Aufwand für Auswahl und Bewerbung zu optimieren.

Um die Ziele zu erreichen, wurde auch eine Fachberatung in Anspruch genommen. Diese konnte zumindest bei einigen Zielen bessere Ergebnisse liefern.

Unterschiedliches Projektmanagement
Kunden wünschen ständig angepasste Produkte, und das in der Regel über die Vertragsunterzeichnung hinaus. Für solche Aufgabe hatte der Dienstleister ein eigenes Projektmanagement.

Das Problem: In den verschiedenen Organisationseinheiten und Standorten arbeiteten die Teams mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Einige Projektleiter waren ausgebildet worden nach Lehren der GPM-IPMA, andere nach denen des Project Management Institutes, und andere wiederum nach beiden Lehren.

Um dies aufzufangen, richtete sich das Unternehmen nach dem EFQM-Business-Excellence-Modell aus sowie nach dem Project Excellence Modell der GPM-IPMA.

Genau diese Ausrichtung prüft der Project Excellence Award. Zudem konnte der Wettbewerb dafür sorgen, dass die Vorgehensweise und die Produkte bekannter werden.

Öffentliches Prüfen wird zum Standard
Diese fundierte Vorgehen (Projektmanagement-Prozess) öffentlich prüfen zu lassen, bringt viele Vorteile. Kunden, Lieferanten und den eigenen Mitarbeitern wird gezeigt, wer was, wann, wie und warum arbeitet.

So können sich alle Beteiligten auf die Arbeit einstellen und offen abstimmen – in jeder Phase der Zusammenarbeit. Ist dieses Vorgehen öffentlich bekannt, wird es zur Grundlage der Kontakte mit Kunden und Lieferanten. Es wird zu einem "Standard" des Projektmanagements.

Ist dieser "Standard" dann auch noch nachweislich "gut" oder besser "exzellent" wird er einfacher allgemein anerkannt. Diese "gut" oder "exzellent" konnte nur ein Erfolg konnte nur ein liefern: Erfolge beim richtigen Preis– in diesem Fall gerade der Project Excellence Award.

Die Folge der Erfolge: Kunden und Lieferanten des Unternehmens erbaten in Folgeprojekten den verwendeten "Standard" erneut zu nutzen.

Auch Neu-Kunden und Neu-Lieferanten konnten damit gezielt angesprochen werden. Das heißt: In Referenzen wird nicht nur auf das Produkt, sondern auch auf das bewährte "exzellente" Vorgehen verwiesen – unter anderem mit Hinweis auf die Erfolge beim Project Excellence Award.

Und die Fachberatung?
Sie fiel weniger auf, weil das Einschalten einer Fachberatung in der Öffentlichkeitsarbeit allgemein anerkannt ist. Helfen konnte die Fachberatung aber insbesondere an zwei Stellen:

1. fachliche / inhaltliche Betreuung
Die Fachberatung kennt die Kriterien des Preises, die Abläufe der Preisbewertung und -vergabe. In der Regel haben die Berater bereits im Preis direkt mitgearbeitet, kennen also die Vorgehens- und Denkweisen von Jury und Assessoren (den Bewertern der Bewerbungen).

Diese Kenntnis findet sich in der Aufbereitung der Bewerbung wieder und erhöht so die Erfolgschancen beim Preis.

2. PR-Betreuung
Auch bei der Öffentlichkeitsarbeit sind in der Regel Berater tätig. Diese kennen die Corporate Identity und die Marketing-Pläne des Unternehmens.

Die Mitarbeit der Fachberatung bei der Bewerbung ermöglicht es, die Bewerbung im Marketing des Unternehmens zu verwenden. Die Erfahrungen zeigten, dass durch intensivere Einbindung die Erfolgschancen beim Preis gesteigert werden können und sich Synergien zur Öffentlichkeitsarbeit ergeben.


Welche Anregungen es noch für den internen Verbesserungsprozess gab, lesen Sie in Teil 3 der Serie.


Über Udo Schmidt
Udo Schmidt arbeitete regional im Qualitätspreis des Landes Schleswig-Holstein, national im Project Excellence Award der GPM sowie international im Project Excellence Award der IPMA.

Als Assessor und Lead-Assessor hat er Bewerbungen beurteilt und als Trainer für Assessoren an der Kalibrierung der Teilnehmer mitgewirkt.

Er ist zudem Autor des Buches "Hurra. Wir sind excellent".

Kontakt: Tel. 0177 / 642 12 35
E-Mail: info@us4quality.com

3 Kommentare:
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