Geschäftsideen

Nullsterne-Kunst für Touristen


Kunst kann auch billig sein – zumindest im Hotel. Dass es noch billiger geht als im Low-Budget-Hotel und trotzdem geschmackvoll, zeigen zwei Schweizer Künstler mit Ihrem Projekt "Nullsterne-Hotel".


Low Budget im Luftschutzbunker
Frank und Patrik Riklin vom St. Galler Atelier erschufen im schweizerischen Sevelen das Projekt "Nullsterne-Hotel" in Form einer Kunstinstallation. Dafür statteten sie leer stehende Luftschutzanlagen mit Möbeln aus – und machten daraus ein Hotel.

Foto: null-stern-hotel.ch
Das Zubehör lieferten die Bewohner der Gemeinde Sevelen: Sie verliehen oder verschenkten Bettwäsche, Nachttische, Betten und Lampen. Und in den kalten Monaten ersetzen Wärmflaschen die Heizung. Zwischen 6 und 25 Euro kosten die mehr als 50 Schlafplätze.



Einen Hoteldirektor gibt es übrigens nicht. Diesen Job übernehmen reihenweise die Bewohner von Sevelen. Geplant ist nun ein Nullsterne-Franchise-Package als Verkaufs- und Lizenzprodukt für interessierte Gemeinden in der Schweiz.

www.null-stern-hotel.ch

Hässlich kann so hilfreich sein
Wer wünscht sich das nicht: Einkaufen und dabei Gutes tun. Mit Ihrem nächsten Schuhkauf können Sie armen Kindern in Südamerika helfen – mit Schuhen der Marke TOMS.

Foto: tomsshoes.com

TOMS steht für "shoes for tomorrow". Die Idee dahinter hatte Blake Mycoskie: Während eines Argentinienurlaubs lernte Mycoskie die landestypischen Schuhe, sogenannte Alpargatas, kennen. Daraufhin gründete er 2006 die Firma TOMS und ließ die Schuhe in Argentinien produzieren. Für jedes verkaufte Paar bekommt ein armes Kind ein paar Schuhe geschenkt.



Der Nachteil: Die meisten Menschen finden seine Schuhe ziemlich hässlich. Gekauft werden sie trotzdem, denn die meisten sind von seiner Idee schlichtweg begeistert.

Bisher konnte Blake 8.000 Schuhe verkaufen – und demnach 8.000 Kinder in Argentinien glücklich machen.

www.tomsshoes.com

Kostenlos kopieren
Was die Japaner können, können wir schon lange. Das dachte sich der Augsburger Student Gero Gode, als er von einer kostenlosen Kopiermöglichkeit für japanische Studenten hörte.

In Japan können Studenten in ausgewählten Copyshops kostenlos kopieren. Dafür müssen sie sich allerdings mit einer Werbeanzeige auf der Rückseite der Kopie abfinden, mit welcher der Service finanziert wird.

Copyright mal anders (Foto: geralt / Pixelio)

Zusammen mit Wolfgang Schäfer trat Gode mit dieser Idee beim Studentenwettbewerb "5-Euro-Business" an – und führten das Konzept auch danach weiter. Nach dem ersten Markttest in einem Augsburger Copyshop setzten die Studenten ihr Konzept in der väterlichen Firma Schäfers um.

Im November 2008 konnten über 500.000 kostenlose Kopien an neun Standorten in Deutschland angeboten werden. 2009 sollen mehrere Millionen kostenlose Kopien angeboten werden – am 6. Mai und am 4. November in mehr als 20 Städten. Ein Nachteil: Beidseitiges Drucken ist nicht möglich.

www.free-copy.de

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