Innovationspreis Berlin/Brandenburg

Vier ausgezeichnete Preisträger zum 25. Jubiläum


Das 25. Jubiläum des Innovationspreises Berlin-Brandenburg ist Geschichte: Am 5. Dezember wurden die diesjährigen Preisträger in Berlin ausgezeichnet. In die Siegerliste schafften es unter anderem eine Kristallzüchtung und Nanodiamanten.


"Alle vier Innovationen sind aus dem Laborstadium heraus bereits erfolgreich praxiserprobt und mittlerweile in die Anwendung und Vermarktung überführt", so Prof. Dr. Manfred Hennecke, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung sowie Vorsitzender der 16-köpfigen Expertenjury.

Das erste Mal: der Ehrenpreis
Aus Anlass der 25. Preisverleihung wurde zum ersten Mal ein Ehrenpreis für herausragende Nachhaltigkeit verliehen.

Dr. Christine F. Kreiner ist die erste Ehrenpreisträgern. 2001 und 2007 war sie mit ihrem ihrem Unternehmen Acri.Tec bereits Innovationspreisträgerin.

Ausgewählt wurde die ie Ehrenpreisträgerin unter den insgesamt 104 Preisträgern der vergangenen 25 Jahren. Kriterien für die Auswahl: wirtschaftlicher Erfolg der Innovationen, substanzielle Effekte für den Arbeitsmarkt der Region und stetes Engagement der Preisträger für die Entwicklung der Region und der Innovationsszene.

Die Sieger 2008
Folgende Innovationen (alphabetische Reihenfolge) gewannen in diesem Jahr des Innovationspreis und das Preisgeld in Höhe von jeweils 10.000 Euro.

1.
Die Experimentelle Radiologie der Charité und InnoRa GmbH gewann mit einem "Arzneimittelbeschichteten Ballonkatheter zur Behandlung von Arterienverengungen und -verschlüssen“

Die Innovation löse, perspektivisch, das Problem des Wiederverschlusses von Herzgefäßen nach Eingriffen, so die Jury. Der Einsatz des beschichteten Katheters könne einmalig und kurzfristig erfolgen – und sei dabei schnell wirksam und kostengünstig.

2.
Das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung, das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS), die Steremat GmbH sowie die Auteam GmbH gewann mit "KRISTMAG Kristallzüchtung im wandernden Magnetfeld".

KRISTMAG ermögliche es, Unregelmäßigkeiten in gezüchteten Kristallen für die Halbleiter- und Solartechnik zu vermeiden.

3.
PharmaSol GmbH, P.W. Beyvers GmbH und das Institut für Pharmazie der FU Berlin mit "Nanodiamanten für die Haut - Smart Crystals®".

Smart Crystals® sind Nanokristalle, die eine hohe Lösungsgeschwindigkeit aufweisen. Die Struktur der Nanokristalle ermögliche es dem menschlichen Körper, sie zu absorbieren.

In Form der Smart Crystals® können schwerlösliche medizinische Wirkstoffe vom menschlichen Körper aufgenommen werden und wirken.

4.
Siemens AG (Energy Sector) und Fossil Power Generation (Gasturbinenwerk) mit "Materialentwicklung und Herstellung von keramischen Hitzeschilden für Gasturbinen".

Die Auskleidung von Gasturbinenteilen mit Keramikschichten ermöglicht laut Jury höhere Heizgastemperaturen – die nahezu einzige Möglichkeit, den Wirkungsgrad der Turbinen zu erhöhen.

Das Ergebnis: weniger Energieaufwand, weniger Kosten und geringere Schadstoffemissionen.

(mb)

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