Mutmacher der Nation
Der fünfte "Mutmacher der Nation" hat seinen Sieger gefunden: Barbara Wohanka aus Bayern ist die diesjährige Siegerin.
Die Unternehmerin habe nie aufgegeben, ihre Selbständigkeit zu erhalten, so die Jury. Dafür erhielt sie am 02. Dezember den Siegerpreis und 20.000 Euro Preisgeld.
Schuldenberg: eine Million Euro
Der unternehmerische Start Barbara Wohankas gestaltete sich alles andere als leicht. 1995 stirbt ihr Mann. Die Witwe steht plötzlich vor einem Schuldenberg von einer Millionen Euro: Sie haftet mit einer Bürgschaft für die Firma ihres Mannes.
"Es geht immer weiter", sagt sich die Landshuterin und zweifache Mutter, die damals als selbständige Übersetzerin tätig war.
Sie ergreift die Initiative und gründet die "Wohanka & Kollegen GmbH". Innerhalb von wenigen Jahren baut sie ein Team von professionellen Muttersprachlern auf, das in Zusammenarbeit mit firmeneigenen IT-Experten Aufträge bearbeitet.
Die Firmenchefin setzt auf ihre Führungsqualitäten und etabliert Qualitätsstandards wie DIN ISO. Das Konzept funktioniert: Innerhalb von zwölf Jahren tilgt Wohanka nicht nur alle Schulden, sondern bildet auch hohe Rücklagen.
Aus dem Übersetzungsdienst wird ein florierendes Unternehmen, das heute 80 Mitarbeiter beschäftigt - in Geisenhausen, Leipzig, Sheffield (England) und Mulhouse (Frankreich).
Sprung ins kalte Wasser
Den Sprung ins kalte Wasser wagte auch Niels Stolberg. Der Bremer Reeder spezialisierte sich 1995 bei seiner Existenzgründung auf die Projekt- und Schwergutschifffahrt.
Von Branchenexperten nur müde belächelt, erlangte seine Reederei Beluga Shipping trotzdem internationalen Ansehen. Heute verfügt das Unternehmen über eine Flotte von 57 Spezialfrachtern und beschäftigt über 400 Mitarbeiter an zehn Standorten auf vier Kontinenten.
Dafür gab es den zweiten Platz und 10.000 Euro Preisgeld.
Schneller Rollen
Aus dem nordrhein-westfälischen Delbrück stammt der dritte Preisträger: Rolf Kuhlmann. Der Hersteller von Rollstuhl-Zubehör erhielt 5.000 Euro Preisgeld.
Durch einen Arbeitsunfall wurde der gelernte Dachdecker an den Rollstuhl gefesselt. Aus der Notsituation heraus baute er 1994 den eigenen Betrieb auf – und entwickelt mit der "Speedy Reha-Technik GmbH" seitdem ausgeklügelte Rollstuhl-Zugmaschinen für den Hand- und Elektrobetrieb.
Dank stetig wachsender Nachfrage kann er heute 38 Mitarbeiter in einer eigenen Produktion beschäftigen.
Zum Wettbewerb
An der fünften Auflage des "Mutmachers der Nation" beteiligten sich 431 mittelständische Unternehmer. Die Gesamtzahl der Teilnehmer stieg damit seit Beginn des Wettbewerbs bzw. der Initiative auf über 3.700.
Alleinerziehend und Millionenschulden, aber erfolgreich

Barbara Wohanka mit ihrer Sieger-Trophäe, eingerahmt von Ministerpräsident Christian Wulff (Foto: Mutmacher der Nation)
Die Unternehmerin habe nie aufgegeben, ihre Selbständigkeit zu erhalten, so die Jury. Dafür erhielt sie am 02. Dezember den Siegerpreis und 20.000 Euro Preisgeld.
Schuldenberg: eine Million Euro
Der unternehmerische Start Barbara Wohankas gestaltete sich alles andere als leicht. 1995 stirbt ihr Mann. Die Witwe steht plötzlich vor einem Schuldenberg von einer Millionen Euro: Sie haftet mit einer Bürgschaft für die Firma ihres Mannes.
"Es geht immer weiter", sagt sich die Landshuterin und zweifache Mutter, die damals als selbständige Übersetzerin tätig war.
Sie ergreift die Initiative und gründet die "Wohanka & Kollegen GmbH". Innerhalb von wenigen Jahren baut sie ein Team von professionellen Muttersprachlern auf, das in Zusammenarbeit mit firmeneigenen IT-Experten Aufträge bearbeitet.
Die Firmenchefin setzt auf ihre Führungsqualitäten und etabliert Qualitätsstandards wie DIN ISO. Das Konzept funktioniert: Innerhalb von zwölf Jahren tilgt Wohanka nicht nur alle Schulden, sondern bildet auch hohe Rücklagen.
Aus dem Übersetzungsdienst wird ein florierendes Unternehmen, das heute 80 Mitarbeiter beschäftigt - in Geisenhausen, Leipzig, Sheffield (England) und Mulhouse (Frankreich).
Sprung ins kalte Wasser
Den Sprung ins kalte Wasser wagte auch Niels Stolberg. Der Bremer Reeder spezialisierte sich 1995 bei seiner Existenzgründung auf die Projekt- und Schwergutschifffahrt.
Von Branchenexperten nur müde belächelt, erlangte seine Reederei Beluga Shipping trotzdem internationalen Ansehen. Heute verfügt das Unternehmen über eine Flotte von 57 Spezialfrachtern und beschäftigt über 400 Mitarbeiter an zehn Standorten auf vier Kontinenten.
Dafür gab es den zweiten Platz und 10.000 Euro Preisgeld.
Schneller Rollen
Aus dem nordrhein-westfälischen Delbrück stammt der dritte Preisträger: Rolf Kuhlmann. Der Hersteller von Rollstuhl-Zubehör erhielt 5.000 Euro Preisgeld.
Durch einen Arbeitsunfall wurde der gelernte Dachdecker an den Rollstuhl gefesselt. Aus der Notsituation heraus baute er 1994 den eigenen Betrieb auf – und entwickelt mit der "Speedy Reha-Technik GmbH" seitdem ausgeklügelte Rollstuhl-Zugmaschinen für den Hand- und Elektrobetrieb.
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