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Serie: Alles über Business-Wettbewerbe

Die besten Tipps der Sieger – Teil 1

12.08.2008 | Autor: Mario Böhl | 0 Kommentare

Sie stehen im Rampenlicht, bekommen jede Menge PR und viele wollen ihnen nacheifern: Die Sieger bei Business-Wettbewerben. Doch was macht sie eigentlich so besonders? Wir haben uns auf die Suche nach Antworten begeben.

In unserer Rubrik Siegertipps stellen Gewinner bereits seit einiger Zeit eine Besonderheit ihres Unternehmerlebens vor. Wir haben die besten Tipps herausgesucht.

Den Anfang machen die Tipps aus den Rubriken Unternehmer und Personaler.

Tipp 1: Persönliche Partnersuche
"Die Qualität der Partner zu kontrollieren heißt, sie bereits vor der ersten Produktion genau auszuwählen. Viele haben keine Erfahrungen mit dem Anbau eines Nischenproduktes wie Sanddorn.

Deshalb sehe ich mich persönlich um, welcher Anbauer wo, wie und nach welchen Vorschriften pflanzt. Bevor die Produkte im Handel landen, werden sie außerdem in der internen Qualitätssicherung analytisch sowie sensorisch geprüft. Ein weiterer Test läuft über unsere Testmärkte. Erst dann entscheiden wir uns für die Partner."
(Christine Berger; Geschäftsführerin Christine Berger GmbH & Co. KG, www.sandokan.de)

Tipp 2: Ein Probetag ersetzt tausend Worte
"[Wir prüfen] an einem Probetag, ob ein Bewerber zu uns passt oder nicht.

Anhand des [Stellen]Profils erstellen wir die Aufgaben für den Probetag, ähnlich einer Checkliste. Eine neue Vertriebsassistentin bekommt zum Beispiel Aufgaben wie: 'Wie legt man ein Angebot an?', 'Wie geht man in die Kundendatei?' Gelöst werden die Aufgaben im Team, das heißt mit den Mitarbeitern, die künftig mit dem Bewerber zusammen arbeiten würden.

Zudem muss sich der Bewerber an den fünf persönlichen und fünf geschäftlichen Leitsätzen unseres Unternehmens orientieren. […] Die Leitsätze besprechen wir bereits im Bewerbungsgespräch und überprüfen sie am Probetag.

Die Entscheidung über eine Einstellung fällt erst in der Teamdiskussion. […] Durch die Diskussion entsteht ein transparentes Bild des Bewerbers, was mir die Entscheidung erleichtert.
(Arne Bär, G. Fleischhauer Ingenieur-Büro Bremen GmbH, www.fleischhauer.de)

Tipp 3: Sei James Bond
"Ich habe mich als Kind für das antike Rom interessiert. Da haben meine Eltern mit mir Ausgrabungen im Garten veranstaltet. Genauso lernen bei uns die Erwachsenen: mit Spaß.

Wir verpacken das Lernen in web-basierte Geschichten und Spiele – in Anlehnung an amerikanische Filme.

So reisen unsere Kunden als "Geheimagenten" mit einer Sondereinheit etwa nach Ägypten oder Kuala Lumpur und müssen dort bestimmte Missionen erfüllen."

Die erfolgreichsten 'Spieler' werden in einer Bestenliste geführt."
(Ansgar Bittermann; Geschäftsführer und Inhaber Global Emotion, www.globalemotion.de)

Tipp 4: Sei eine Hotline
"Unser Portal Herrenausstatter. de soll ein Online-Schaufenster sein.

Aber ein schönes Schaufenster ist nur ein Aspekt, wenn es darum geht, Kunden zu überzeugen. Unsere Modeberater stehen den Interessenten über eine kostenlose Hotline zur Verfügung.

Wir empfehlen die verschiedenen Designer je nach Stil des Kunden. Dem jüngeren Mann einen Streifenanzug oder eine Hose ohne Bundfalte oder den Anzug, den man auch mit einem Pulli tragen kann. Ein klassisches Call-Center kann so eine Beratung nicht leisten. Dazu brauchen wir qualifizierte Modeberater am Telefon.

Jede Saison bekommen die Mitarbeiter im Kundenservice eine Schulung. Das sind zwei Schulungen im Jahr je für Frühling/Sommer und Herbst/Winter. Außerdem machen wir noch eine Schulung pro Jahr, in der es allgemein um Kundenservice geht."
(Renata DePauli; Gründerin DePauli AG, www.herrenausstatter.de)

Tipp 5: Individuell geht vor angepasst
"Wirtschaftlicher Erfolg ist nicht das einzige Ziel unseres Unternehmens. Die Erkenntnis, dass der individuelle Lebensstil einschließlich der Ernährung die Entstehung von Zivilisationskrankheiten beeinflusst, hat sich in medizinischen Fachkreisen und der Bevölkerung bereits durchgesetzt.

Auch ohne Frauenquote sind bei [uns] etwa 70 Prozent der Mitarbeiter weiblich – und zwar auf allen Geschäftsebenen. Besonderen Wert legen wir auf ständige Aus -und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, dem Nachwuchs bieten wir Ausbildungsplätze bzw. Traineeprogramme an."
(Dr. Kristian Glagau; Gründer, Inhaber und Geschäftsführer Orthomol pharmazeutische Vertriebs mbH, www.orthomol.de)

Tipp 6: Nutze einen Bogen
"Ein wesentliches Tool zum Gewinn von Neukunden: unser Gesprächsbogen.

Der Aufbau des Bogens verläuft von allgemein zu speziell. Einfache Kernfragen stecken den Rahmen ab, in dem sich das Verkaufsgespräch bewegen soll und erleichtern den Einstieg in das Gespräch: Wie geht es dem Kunden? Wie sieht er die Veränderungen am Markt?
[…] Zu jedem Kernpunkt gibt es Unterpunkte, die konkrete Situationen des jeweiligen Friseurs berücksichtigen: Welche Zielgruppe hat der Friseur? Gibt es Besonderheiten?

So berücksichtigt der Gesprächsbogen das Selbstverständnis des Friseurs als Künstler, Handwerker und Unternehmer. […] So wird signalisiert: Da interessiert sich jemand für dich. Die Abfolge des Gespräches lässt dem Kunden Raum für emotionale Äußerungen.

Am Ende des Bogens steht aber nicht der Verkaufsabschluss, sondern ein Eintrag für einen Folgetermin.

[Erst] im zweiten Gespräch geht es um ein konkretes Angebot."
(Christian Innerhofer, Geschäftsführer ITO services GmbH, www.ito-services.com)

(mb)
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