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Münchener Business Plan Wettbewerb

Die ersten Plätze bei Marathon und Sprint

26.07.2007 | Autor: Mario Böhl | 0 Kommentare

Reife Marktstrategie, guter Kundenvorteil und überzeugende Aufgabenverteilung: So lautet das Urteil über die sechs Sieger der dritten und letzten Stufe des Münchener Business Plan Wettbewerbs.

Am letzten Dienstag wurden die besten Teams der Kategorien Sprinter (Markteintritt vor weniger als 18 Monaten) und Marathon (Markteintritt vor mehr als 18 Monaten) im bayerischen Staatsministerium prämiert.Markus Gerhard, Christoph Mempel, Christian Wallasch sicherten sich mit PYLORIX den ersten Platz in der Kategorie Marathon.

Das Team der TU München entwickelt einen Impfstoff und neue Antiinfektiva gegen Helicobacter pylori, einen der weltweit häufigsten bakteriellen Infektionserreger. Helicobacter pylori verursacht unter anderem Magenkarzinome und Geschwüre.

Mit den entwickelten Impfstoffen will Pyrolix die Abwehrmechanismen des Keims ausschalten und so die Infektion bekämpfen. Als Lohn der Mühe gab es 15.000 Euro Preisgeld.

Platz Zwei belegte ebenfalls ein Team der TU München: Markus Herz und Martin Richter von PRIMUS. Den Mitarbeitern des Fraunhofer Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) ist es gelungen, eine Pumpe für besonders kleine Volumina zu bauen. Damit lassen sich Dosierungen bis zu einigen Mikroliter pro Minute und weniger erreichen. 10.000 Euro gab es für diese Entwicklung.

Mit der Chromobody-Technologie überzeugte das Team ChromoTec und belegte Platz Drei. Die Geschäftsidee von Anna-Maria Jegg, Dr. Ulrich Rothbauer, Kathrin Schmidthals und Kourosh
Zolghadr: Sie entwickeln Antikörper, die sich gegenüber herkömmlichen Antikörpern durch
ihre geringe Größe bei gleichzeitig hoher Stabilität auszeichnen. Diese so genannten Chromobodies ermöglichen einen Einsatz in lebenden Zellen.

Kategorie Sprinter: BlueID für Bluetooth
Philipp Spangenberg und Markus Weitzel sind die Gewinner der 15.000 Euro für den ersten Platz in der Kategorie Spinter. Sie bilden das Team GIDTEC / BlueID.

BlueID ist ein digitaler Schlüssel für mobile Endgeräte, der über Bluetooth mit einem zu schützenden Objekt kommuniziert. Der Schlüssel identifiziert zum Beispiel einen Autofahrer gegenüber seinem Fahrzeug. Durch Festlegen unterschiedlicher Gültigkeitszeiträume können auch andere Anwendungen bedient werden wie Mietwagen oder Hotelzimmer.

10.000 Euro Preisgeld gab es für Platz Zwei, der an Artificial – EKI ONE ging. Artificial entwickelt mit EKI One eine künstliche Intelligenz für Computerspiele. Spiele-Entwickler können mit dieser
Technologie das Verhalten von NPCs (Non Player Charaktere) schneller und kostengünstiger entwickeln. Und sind dadurch in der Lage, ein lebendigeres Verhalten der Spielfiguren zu generieren. Hinter Artificial stecken Frank Gwosdz, Serein Pfeiffer und Daniel Renner.

Platz Drei bei den Sprintern erreichte NanoTemper. Philipp Baaske, Stefan Duhr und Marco Hierling beeindruckten mit einem neuartigen Messprinzip zum Charakterisieren von Biomolekülen.
Die auf optischen Prinzipien basierende Methode verkürzt die üblichen Analysezeiten um den Faktor 10.000. Dafür gab es 5.000 Euro Preisgeld.

Life Science besonders stark
In der dritten Wettbewerbsstufe (Excellence Stage) des MBPW hatten sich 86 Teams beteiligt. Wie sich schon in der gesamten Wettbewerbssaison angedeutet hatte, waren Life Science- und IuK / IT – Teams besonders stark vertreten. Insgesamt wurden in den drei Stufen 390 Businesspläne eingereicht.
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