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Mobile Award

Kommunizieren, analysieren und nicht im Detail stecken bleiben

17.01.2007 | Autor: Mario Böhl | 0 Kommentare


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Felix Koehn
Wer beim Internet-Planspiel Mobile Award ins Finale kommen will, braucht viel Geduld und technisches Know-how. In mehreren Spielrunden müssen mobile Lösungen in ein wirtschaftliches Konzept eingebunden und Konkurrenten aus dem Markt gedrängt werden.

2006 gewann das Team Regiolution mit dem Szenario eines Automobilzulieferers. Teammitglied Felix Koehn erklärt auf biz-AWARDS, worauf es in den Spielrunden ankommt.

Ohne Teamwork geht nichts

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Team Regiolution (v.l.n.r.): Ulrich Vermehr, Jan Ziesing, Felix Koehn, Florian Zimmermann
"Einige wenige Punkte müssen die Teams beachten, um am Ende gut abzuschneiden. Unser Team spielte nur deshalb gut, weil Atmosphäre und Zusammenarbeit stimmten.

Einsatzbereitschaft und offene Kommunikation sind daher absolute Voraussetzung. Es macht keinen Spaß, wenn ein oder zwei Mitglieder alles machen und der Rest sich nur mitschleppen lässt.

Analyse tut gut

In der ersten Phase, dem Planspiel, kommt es darauf an, sich mit den Reaktionen des Spiels auf die verschiedenen Eingabemöglichkeiten vertraut zu machen. Nicht alle Inputgrößen beeinflussen den Erfolgswert des Abschneidens gleichermaßen.

Die Eingaben der Konkurrenz sollten ständig im Blick behalten werden, da sich anhand der Ergebnisse verschiedene Beziehungen zwischen Ursache und Wirkung analysieren lassen.

In neue Technik investieren
Eine wichtige Frage ist zum Beispiel, wie viel in die Verbesserung der Technologie investiert werden soll. Dazu verglich unsere Gruppe die unmittelbaren Folgen eines technisch ausgereiften Produkts mit den Aufwendungen für dessen Verbesserung: Wenn Absatz und Kundenzufriedenheit steigen sollen, dann erhöhen sich die Ausgaben für eigene bzw. fremde F&E oder die Ausgaben für zugekaufte Features.

Am Anfang rentierten sich eigene und fremde Forschung deutlich stärker als zugekaufte Technik. Dieses Verhältnis änderte sich über die Runden mit steigender Produktreife, da Eigenentwicklungen schwieriger wurden und die Kosten für zugekaufte Technik fielen.

Aufwand und Erlös gegenüberstellen

Dann stellten wir den erwarteten Aufwand für die Verbesserung des Technologieindexes den zu erwartenden Erlössteigerungen gegenüber. Dazu suchten wir uns einen Konkurrenten, der ähnliche Technologiewerte hatte wie wir und verglichen Kosten und Nutzen unserer Eingabewerte mit den Seinen.

Ein Konkurrent hatte beispielsweise bei sonst gleichen Werten einen Technologieindex von 100 Punkten und einen Umsatz von 25 Millionen Euro. Wir hatten aber einen Umsatz von 26 Millionen Euro bei einem Indexwert von 105 Punkten. Bei dieser Konstellation rechtfertigt sich der zusätzliche Umsatz bei einer Bruttomarge von 20 Prozent und Kosten von 40.000 Euro pro Indexpunkt.

Optimale Werte ermitteln
Ermittelt werden die optimalen Eingabewerte am besten über eine Regressionsanalyse oder einen simplen Vergleich. Man muss allerdings keine Angst davor haben, dass sich das Spiel nur mit "höherer Mathematik" gewinnen lässt.

Es reicht, sich ständig die Frage zu stellen, ob im Eingabefeld ein höherer oder niedrigerer Wert stehen sollte. Dabei sollten möglichst alle Faktoren bedacht und die möglichen Reaktionen der Konkurrenten einbezogen werden.

Nicht im Detail stecken bleiben

Im Finale sind gute Markt- und Technologiekenntnisse sehr wichtig, aber kaum genug für die Jury ausgewiesener Branchenkenner und Fachleute.

Die größte Schwierigkeit ist die extrem knappe Zeitvorgabe für die Präsentation: eine einzige Nacht. Das Zeitproblem verleitet dazu, sich nur auf Teilaspekte zu konzentrieren. Überzeugt wird die Jury aber nicht nur durch gute Einzelideen wie neue Produkte, sondern vor allem durch das Einbinden der neuen Waren in eine Gesamtstrategie und durch ein solides Finanzkonzept."


Zum Award / Siegerteam
Beim Mobile Award 2006 ging es darum, ein Konzept zu entwerfen, wie mobile Lösungen sinnvoll im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt werden können. Ziel war eine "Fabrik der Zukunft", die innerhalb einer urbanen Umgebung gestaltet werden sollte.

Dabei galt es, zwei Runden zu überstehen:
1. Planspielrunden im Internet: Hier waren analytische Fähigkeiten und betriebswirtschaftliches Denken gefordert.
2. Präsenzfinale: Hier sind Präsentationsfähigkeiten und Kreativität wichtige Faktoren für ein gutes Abschneiden.

Laut Jury stellten alle Teams gute Ideen zur Lösung einzelner Probleme vor. Die Erstplatzierten überzeugten außerdem mit einem wirtschaftlich sinnvollen Gesamtkonzept. Regiolution entwarf das Szenario eines Automobilzulieferers, für den eine Flexibilisierung seiner Produktion von besonderer Bedeutung ist, um Nachfrageschwankungen auszugleichen und zeitnah auf Wünsche der Kunden einzugehen.
zum Wettbewerb» Mobile Award

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