Während der Weg ins Finale für unsere Fußballer noch weit ist, ist die Entscheidung beim futureSAX 2010 bereits gefallen: Im Finale wurden Sachsens beste Businesspläne und Wachstumskonzepte ausgezeichnet.
Insgesamt 64 Gründerteams und Unternehmen kämpften am Mittwochabend, dem 23. Juni 2010, in Dresden um den Sieg. Eine Jury aus rund 100 Experten wählte die überzeugendsten Gründer und Wachstumsunternehmer aus.
Sieger mit Auge fürs Auge
In der Kategorie "Gründen" siegte das Team Retinogen aus Dresden um Dierk Wittig, Aline Höfer und Tim Sievernich. Retinogen entwickelte eine Therapie, um spezielle Netzhauterkrankungen mit körpereigenen Zellen zu behandeln.
Da die Retinogen-Therapie bereits in einem frühen Krankheitsstadium angewandt werden kann, lassen sich die Risiken schwerer Krankheitsverläufe damit künftig verringern.
Die Gründung des Unternehmens ist für Anfang 2011 in Dresden geplant.
Messring für fruchtbare Zusammenarbeit
Zweiter wurde das Team OvulaSens aus Leipzig mit einem neuartigen System für Frauen mit Kinder- oder Verhütungswunsch.
Mit dem Ovulations-Messring können Frauen ihre Körpertemperatur messen. Ein externes Handgerät wertet die Temperaturmuster aus und zeigt den aktuellen Fruchtbarkeitsstatus an.
Das Unternehmen um Henry Alexander und Holger Runkewitz will sich im ersten Quartal 2011 gründen und eine erste Produktvariante in den Markt einführen.
Handschellen für schlechte Gene
Platz drei ging an das Team BianoScience aus Jena, das den utopischen Film
Gattaca ein Stück näher an die Wirklichkeit rückt.
Unter Leitung von Tobias Pöhlmann entwickelte das Team einen Mechanismus, mit dem sich kranke Gene im menschlichen Organismus gezielt ausschalten lassen. Dabei werden infizierte oder Tumorzellen von künstlichen Molekülen regelrecht in Handschellen gelegt.
Das Unternehmen will sich noch in diesem Jahr in Leipzig ausgründen.
Gebt mir ein A, ein B, ein c-LEcta
In der Kategorie Wachsen siegte die c-LEcta GmbH aus Leipzig. Der Spezialist für industrielle Biotechnologie entwickelt Enzyme und mikrobielle Produktionsstämme.
Damit können beispielsweise Biokunststoffe oder Arzneimittel hergestellt und die Qualität von Lebensmitteln verbessert werden.
c-LEcta wurde 2004 als Spin-off der Universität Leipzig gegründet und beschäftigt inzwischen 35 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat bereits vier Produkte auf den Markt gebracht und arbeitet mit namhaften Partnern wie Evonik oder BASF zusammen.
Ein Lächeln für Gründer
Der futureSAX-Initiativpreis geht an die Leipziger Hochschulinitiative SMILE für ihr aktives Engagement in der Leipziger Gründerlandschaft.
Das 2006 gegründete Netzwerk der Universität Leipzig und der Handelshochschule Leipzig unterstützte bislang mehr als 60 Unternehmens- und 300 Einzelgründungen.
SMILE bietet Seminare, Workshops und Events für Existenzgründer an und unterstützt Gründungsvorhaben durch individuelle Coachings. Im Mittelpunkt steht dabei die Vorbereitung der Gründer-Persönlichkeit auf die Selbständigkeit.
Weitere Informationen zum futureSAX und zu den Preisträgern erhalten Sie im Wettbewerbseintrag und unter
www.futuresax.de.