
Die begehterte Trophäe. Quelle: Adolf-Grimme-Institut/Wikipedia (2008)
Als der Kulturpolitiker Adolf Grimme 1963 starb, dauerte es noch ein paar Jahre, bis das Internet erfunden wurde. Fast 50 Jahre später würdigt das Adolf-Grimme-Institut bereits zum zehnten Mal publizistische Qualität im Internet – mit dem Grimme Online Award.
Bis zum 15. März 2010 können User und Website-Anbieter wieder ihre Favoriten im WWW vorschlagen. Die Kategorien: "Information", "Wissen und Bildung", "Kultur und Unterhaltung" sowie "Spezial". Zudem gibt es wieder einen Publikumspreis: Ab Mai können alle Internetuser aus den nominierten Web-Angeboten ihren Favoriten wählen.
Jeder Vorschlag wird gesichtet
Die Bewertung der vorgeschlagenen Seiten erfolgt nach inhaltlichen, funktionalen und gestalterischen Gesichtspunkten. Die Jury aus Journalisten, Medienwissenschaftlern, Internet-Experten und Fachleuten aus Kultur und Bildung bewertet zudem journalistische Qualität, soziale Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz.
Die Organisatoren versprechen, jede vorgeschlagene Website auch wirklich zu begutachten und sind gespannt auf die Vorschläge: Friedrich Hagedorn, Projektleiter des Grimme Online Award: "Im Unterschied zu den ersten Jahren, in denen wir das Internet eher als große Bibliothek würdigen konnten, sind die Web-Angebote sehr viel interaktiver, dynamischer und in vielfältiger Weise lebensnäher geworden."
Aus 1.700 mach 8
Bei der Preisverleihung am 30. Juni 2010 in Köln wird neben dem Publikumspreis auch der klicksafe Preis für mehr Sicherheit im Internet vergeben www.digitale-chancen.de/klicksafepreis. Prämiert werden Projekte, die in vorbildlicher Weise einen sicheren Umgang im und mit dem Internet fördern.Auch dafür können bis zum 15. März 2010 Bewerbungen und Vorschläge eingereicht werden.
Im vergangenen Jahr wurden aus 1.700 Einreichungen acht Websites prämiert – darunter das Online-Medienmagazin
Carta, das Blog des Sport-Journalisten
Jens Weinreich und die Kinder-Website
zzzebra.
Weitere Informationen über den Grimme Online Award erhalten Sie im Wettbewerbseintrag und unter
www.grimme-institut.de.
Teaserbild: ©Adolf-Grimme-Institut/Wikipedia (2008)