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Science4life Venture Cup

Gründungen auf Messers Schneide

18.03.2008 | Autor: AWE | 0 Kommentare


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Ideen auf Messers Schneide (Foto: biz- AWARDS)
Was ist eine gute Idee? Diese Frage stand im Vordergrund der Konzeptphase des Science4Life-Venture Cups 2008. Eine Antwort wussten dieses Mal vor allem Gründer aus der Medizintechnik zu geben.

Am vergangenen Donnerstag, den 13. März, wurden die zehn besten Business-Konzepte in der hessischen Landesvertretung in Berlin ausgezeichnet.

Ein Wasserglas voller Ideen

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"Ideeologe" Meyer erfand das Wasser neu. (Foto: biz- AWARDS)
Bevor es aber soweit war und die Sieger gekürt wurden, veranschaulichte "Ideeologe" Jens Uwe Meyer an einem Wasserglas, wie sich Fantasie und Einfallsreichtum trainieren lassen.

Wo einige nur durch ein Glas hindurchblickten, sähen andere vielfältige Geschäftsmöglichkeiten. Wichtig für Existenzgründer sei aber vor allem eins: "Man muss die Kreativität auch richtig lenken und leiten."

Hoffnung für Blinde?

Wie es gehen kann, zeigte die EpiRet GmbH aus Gießen. Ihre Idee, Blinde zum Sehen zu bringen, ist zwar nicht neu. Die Technologie dafür aber schon.

Eine neuartige Sehprothese werde direkt ins Auge implantiert, beschrieb Uwe Thomas von EpiRet das Verfahren. Dadurch könne das Sehvermögen eines erblindeten Patienten zu zehn Prozent wieder hergestellt werden.

Taschenwärmer als Energiespeicher

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Kein Deoroller, sondern Taschenwärmer: die Idee von Martina Bremer (re.) und Silke Thümmler. (Foto: biz- AWARDS)
Wie "einfach" eine Idee im Prinzip sein kann, zeigten Dr. Martina Bremer und Dipl.-Ing. Silke Thümmler von LCSphera.

Ihre Methode Wärme zu speichern, beruhe auf dem "Taschenwärmer- Prinzip", erzählten die Preisträgerinnen biz-AWARDS. Damit ließe sich im Bereich der Solarthermie eine effizientere Speicherung von Sonnenwärme erreichen als mit den bisherigen Verfahren.

Der Umwelt-Aspekt ihres Projekts sei dem Firmenstandort im sächsischen Freiberg zu verdanken. Dies sei schließlich die "Solarenergie-Hauptstadt Deutschlands", so Melanie Bremer.

Man wolle aber nicht nur eine umweltfreundliche, sondern auch eine kostengünstige Alternative anbieten. "So etwas kann man natürlich nur verkaufen, wenn sich das auch rechnet." Mal sehen, was daraus wird.

Schwerttanz im Gründer-Zirkus

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Ein Frosch scheint beeindruckt: der Schwerttanz als Pausen- Unterhaltung. (Foto: biz-AWARDS)
Passend zum Thema des Abends war die Pausen-Unterhaltung: ein Schwerttanz. Denn der Tanz im Gründer-Zirkus steht für die angehenden Unternehmer oftmals auf des Messers Schneide – zum Beispiel bei der Finanzierung.

Wettbewerbe böten den Unternehmen daher eine Chance, Kapital-Geber auf sich aufmerksam zu machen, sagte Wettbewerbs-Schirmherr Dr. Alfons Enhsen zu biz-AWARDS.

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Hilft Herzen auf die Sprünge: der Muskel- Stimulator von Heiko Glindemann. (Foto: biz- AWARDS)
"Die Suche nach Investoren spielt natürlich ein Rolle", nannte Heiko Glindemann von der Microstim GmbH eines der Motive, sich bei Science4life zu bewerben.

Microstim schaffte es mit einem implantierbaren Muskel-Stimulator für schwere Herzkrankheiten ebenfalls auf das Sieger-Treppchen.

Das "biomechanische Herz" passe sich besser als die heute bestehenden Technologien den Aktivitäten des Patienten an, so Glindemann. Die Blutpumpe erkenne beispielsweise, ob jemand schlafe oder Sport treibe und reguliere entsprechend die Frequenz.

Individuelle Beratung als Gütesiegel
Bereits im Vorfeld der Prämierung wurde ein zweitägiges Beratungs-Seminar veranstaltet, das bei den Nachwuchs-Unternehmern auf einhelligen Beifall stieß. Die Betreuung sei gerade auf die Ansprüche kleiner Gründer-Unternehmen zugeschnitten gewesen, sagten mehrere Teilnehmer gegenüber biz-AWARDS.

Darin sieht auch Dr. Alfons Enshen einen der Gründe, warum sich Science4Life inzwischen bewährt habe: "Wir versuchen nicht, den Bewerbern Honig ums Maul zu schmieren. Den Gründern sollen klare Ziele vermittelt werden und Wege, wie man diese Ziele erreicht."

Enshen zeigte sich außerdem sehr zufrieden mit den 88 eingereichten Business-Plänen. Pünktlich zum zehnten Jahr des Wettbewerb-Bestehens erreichte die Teilnehmer-Zahl damit einen Höchststand – über 300 Gründer aus 14 Bundesländern hatten sich beworben.

Die fehlenden Sieger

Neben den bereits genannten Gewinnern zählen auch die folgenden Konzepte zu den zehn prämierten Ideen:

4HLab Plauen
Fasendorf (Sachsen)
Gründer: Yvonne Hanusch, Ralf Hanusch, Dr. Rainer Hilgenfeld, Dr. Rolf Hilgenfeld

Das Unternehmen optimiert Dienstleistungen im Laborbereich.

athrospec AG
Jena
Gründer: Dr. Martin Hoffmann, Prof. Dr. Dr. Gunter Hofmann, Holger Plettenberg, Michael Raich, Dr. Gunther Spahn

Die arthrospec AG entwickelt ein System zur Arthrose-Diagnose anhand einer patentierten Sonde.

Biogeneration GmbH
Garching
Gründer: Dr. Günter Bertholdt, Gabriele Brückner, Michael Hofinger, Katharina Seiffe

Das Unternehmen entwickelt neue Möglichkeiten, Weichgewebe zu ersetzen – beispielsweise bei Brandwunden oder Schlaganfällen.

EBS Technologies GmbH
Berlin
Gründer: Dr. Anton Fedorov, Prof. Dr. Bernhard Sabel, Kornelia Sabel

EBS entwickelt Therapieverfahren zur Behandlung funktioneller Störungen nach Schlaganfall und Schädel-Hirn-Traumata.

EDELIO
München
Gründer: Prof. Dr. Bernd Gänsbacher, PD Dr. Christian Plank, Dr. Carsten Rudolph, PD Dr. Joseph Rosenecker

Durch magnetische Zielsteuerung von Arzneimitteln will die Ausgründung (aus der Technischen Universität und der Ludwig-Maximilian Universität in München) die Therapien für Lungenkrebs und Prostatakrebs verbessern.

LIVC Technologies GmbH
Frankfurt am Main
Gründer: Dr. Thiemo Gropp, Dr. Béla Kelety

Eine neue Technologie soll die Therapie von Krankheiten in fast allen Indikationsgebieten erleichtern.

SurgicEye
Garching
Gründer: Ivan Billy, Nassir Navab, Jörg Taub, Thomas Wendler

Das Unternehmen produziert Technologien, die Krebstherapien schonender und sicherer machen.
zum Wettbewerb» Science4life Venture Cup

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