Die Initiative
Go! to school informiert Schüler in Nordrhein-Westfalen per Info-Truck, Workshop und Gründungsberatung über Selbständigkeit als Berufsperspektive.
Seit 1998 gibt der Förderverein der Gründungs-Offensive NRW GO! direkt an den Schulen Einblicke in die Arbeitswelt Mittelstand und deren unternehmerische Realität. Ziel ist es, Lehrer und Schüler für das Thema berufliche und unternehmerische Selbstständigkeit zu sensibilisieren, Vorurteile gegenüber Unternehmen abzubauen und das Wirtschaftsverständnis zu fördern.
Gründer informieren selbst über Gründungen
Go! to school vermittelt Gründungsexperten direkt an die Schulen. So erzählen Gründer selbst über ihre Erfahrungen mit der Selbständigkeit und ihren Chancen und Risiken.
Profitieren können beide Seiten davon. Viele Schüler treten durch die Beratung erstmals mit dem Thema Selbständigkeit in Kontakt. "Für einige ist es dann tatsächlich die Motivation, sich später selbständig zu machen", erzählt
Go! to School Projektleiterin Korina Schulz gegenüber biz-AWARDS. Die Wirtschaft kann durch das Programm Vorurteile gegenüber der Selbständigkeit abbauen und für das Berufsfeld Gründer werben.
Inzwischen ist das Programm in Nordrhein-Westfalen anerkannt und wird von Gründungsberatern geschätzt. "Danke für die Zusendung des Gründungs-Guide. Ich hoffe, dass jede Klasse, die sich intensiv mit dem Thema der Selbständigkeit auseinander setzen möchte, diesen Guide bekommt. Er ist sehr lesenswert und wunderbar auf die Jugendlichen abgestimmt“, lautet die Reaktion eines Unternehmers.
Aber nicht nur die Gründungsberatung steht im Fokus.
Die Theorie gibt´s im Bus
Mit dem mobilen Info-Truck wird die Welt der Selbständigkeit für Schüler und Lehrer erlebbar gemacht. "Einen Tag lang können Schüler und Lehrer an allgemein- und berufsbildenden Schulen in die Rolle eines kreativen Unternehmensgründers schlüpfen", berichtet Korina Schulz.
Der Truck bietet Touchscreens, an den Informationen zur Arbeitswelt Mittelstand abgerufen werden können. Dazu gehören Portraits erfolgreicher Existenzgründungen, kurze Filmbeiträge über den Mittelstand und Präsentationen von Schulprojekten. In einem Test kann der Lernerfolg dann überprüft werden.
In mehr als 800 Einsätzen nahmen 70.000 Schüler sowie 1.100 Lehrer am Info-Truck teil.
Die Praxis folgt im Workshop
Begleitet wird das Info-Programm von Workshops. Dabei setzen die Schüler das um, was sie im Truck gelernt haben, zum Beispiel in Form einer simulierten Firmengründung.
Besonders die eigene Entwicklung von Geschäftsideen stößt bei den Teilnehmern auf Resonanz. Eine Lehrerin erzählt, dass den Schüler "besonders gefallen hat, dass man ihnen zutraut, eine Geschäftsidee zu entwickeln, die sich vielleicht sogar umsetzen ließe. Andere fanden den Workshop deshalb toll, weil er ihnen ganz neue Zukunftsperspektiven eröffnet hat, über die sie bis dato noch gar nicht nachgedacht hatten."
Dass die Workshopteilnahme erfolgreich ist, zeigt das Beispiel der Karatag Software Produktion aus Bochum. Korina Schulz erzählt, "dass der Gründer Özgür Karatag im Mai 2003 an einem Workshop des Infotrucks teilnahm. Damals war er Auszubildender zum Fachinformatiker. Durch den Workshop wurde er so motiviert, dass er seinen Traum von der Selbständigkeit wahr machte und 2004 seine eigene Softwarefirma gründete." Katarag hat sich auf Web-Anwendungen, E-Commerce und CMS spezialisiert und beschäftigt inzwischen zwei Programmierer, zwei Designer und zwei Systemadministratoren.
Mit der "Schüleridee des Jahres" gewinnen
Teilnehmer des Workshops haben die Möglichkeit, sich für den jährlich stattfindenden Wettbewerb "
Go! to school - Schüleridee des Jahres" zu bewerben. Die während des Truckeinsatzes entwickelten Geschäftsideen werden zu einem detaillierten Businessplans ausgearbeitet. Unterstützt werden die Schüler dabei von Gründungsberatern.
Die besten 10 Teams bekommen jeden Sommer in Köln die Chance, einer Jury ihre Idee in Form eines Messestand und in einem kurzen Werbespot zu präsentieren. Alle, die es bis hierhin schaffen, werden mit einer tollen Veranstaltung belohnt. Für die drei pfiffigsten Ideen gibt es sogar Geldpreise.
Zum Wettbewerb "Schüleridee des Jahres"
Mehr Experten in der Zukunft
Für die Zukunft plant die Initiative eine Ausweitung ihres Expertenpools. Gründer, Gründungsberater und sonstige Experten rund ums Thema Existenzgründung können sich dort anmelden und Lehrern und Schülern Tipps vermitteln.
Die Angebote der Workshops sollen ebenfalls ausgebaut werden. Künftig soll es beispielsweise drei Workshops mit zeitlich geringem Abstand geben, um das Thema Existenzgründung stärker zu vertiefen.
Kontakt:
Korina Schulz
www.gotoschool.de
korina.schulz@gotoschool.de
Telefon: 02 21 / 49 81-734