INNO AWARD 2017 gestartet - Vorjahressieger Diaspective Vision zieht Bilanz

vom 07.03.2017 Autor: Pressemitteilung

Am 7. März ist die Bewerbungsphase um den 5. INNO AWARD gestartet. Es geht - wie auch die Jahre davor - um innovative Ideen, Konzepte, Produkte oder Verfahren, die noch nicht oder gerade erst in einer Firmengründung gemündet sind. Der Preis gilt bundesweit und branchenunabhängig. Gestiftet wird er in einer jährlichen Gesamthöhe von 18.000 Euro durch die Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern und Partner aus der Wirtschaft. Für den Vorjahressieger Diaspective Vision war es ein ereignisreiches Jahr.

Als kleines Medizintechnikunternehmen aus der Salzhaff-Region hat die Diaspective Vision einen beeindruckenden Start geschafft und wächst seit der Gründung im Mai 2015 kontinuierlich weiter. Am Unternehmenssitz mit eigener Produktionsstätte und Entwicklungslabor sind inzwischen 10 Mitarbeiter angesiedelt, die mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb der Verfahren und Produkte betraut sind.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen hyperspektrale Bildgebungstechnologien, also Kameras mit denen man Bilder aufnehmen kann, die Rückschlüsse auf die chemische Beschaffenheit des abgelichteten Objekts zulassen. In der Medizin ermöglichen sie also die kontaktfreie, nichtinvasive Messung der Durchblutung, der Verteilung von Hämoglobin sowie der Oberflächenfeuchtigkeit des Gewebes. Eingesetzt werden kann dieses Verfahren zum Beispiel bei der frühen Früherkennung von Gefäßkrankheiten, bei Haut- und Organtransplantationen oder in der Wundbehandlung. Was die Ärzte und Chirurgen hier früher nur mit ihrer persönlichen Erfahrung beurteilen konnten, wird nun mit der modernen Gerätemedizin im Handumdrehen und anhand objektiver Zahlenwerte dargestellt. Die richtigen Schlüsse aus dem Datenmaterial muss der Arzt natürlich trotzdem noch ganz „analog“ ziehen.

Parallel werden weitere Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten getestet - etwa in der Tumordiagnostik, der Überwachung der Narkosetiefe und als Mittel zur Erkennung des Keimbesatzes von Wunden. Dazu kommen die Verpflichtungen aus gemeinsamen Forschungsprojekten, die Vorbereitung von Kongressen, das Knüpfen neuer Kontakte und schließlich muss die Frage beantwortet werden, wie es wirtschaftlich weitergehen soll. Zwei strategische Mitgesellschafter sind bei Diaspective Vision inzwischen eingestiegen: ein Venture-Capital-Unternehmen sowie ein Vertriebspartner für medizinische Nischenprodukte. Demnächst soll sich ein zweiter Geschäftsführer um Markteinführung und Vertrieb kümmern - es geht aufwärts mit dem Unternehmen.

Der INNO AWARD war dabei so eine Art „Sahnehäubchen“ vor der Sommerpause des vergangenen Jahres nach all den neuen Entwicklungen im Unternehmen. „Uns motiviert die Vorstellung, dass mit unserem Gerät Menschen wirklich geholfen werden kann, wie bereits mehrfach so geschehen“, sagt Dr. Axel Kulcke, Geschäftsführer des Unternehmens. „Aber überrascht waren wir alle dann doch, als es wirklich der 1. Platz beim INNO AWARD wurde. Das hat uns auch einen enormen emotionalen Schub gegeben, denn es zeigt, dass nicht nur wir allein an den Wert des Produktes glauben.“

„Wir freuen uns, dass den Unternehmen und Gründern unsere Auszeichnung bei der Umsetzung ihrer Ideen tatsächlich hilft“, betont Dr. Blank, Vorsitzender des Verbundes der Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern, die den INNO AWARD vor fünf Jahren ins Leben riefen. „Mit dem INNO AWARD wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern innovative Ideen auszeichnen und für den Standort Mecklenburg-Vorpommern werben. Den INNO AWARD zeichnet aus, dass sich bundesweit Interessenten bewerben können.“

Ab sofort wird es einen zusätzlichen Sponsor des INNO AWARD geben. Neben dem  Beratungsunternehmen Ecovis Grieger Mallison, der Mittelständische Beteiligungsgesellschaft aus Schwerin und dem Energieversorger E.DIS wird Jörg Sinnig, Gründer der SIV AG aus Roggentin, dem Verbund und damit dem Innovationspreis finanziell und beratend zur Seite stehen.

Bis zum 2. Mai 2017 um 24:00 Uhr können innovative Ideen oder auch Verbesserungen bestehender Produkte und Verfahren bundesweit und ohne Branchenbeschränkungen bei der Jury eingereicht werden, so Petra Ludwig, Geschäftsführerin des Technologiezentrums in Warnemünde. Die hohe Resonanz von bislang 137 Einreichungen zeigt, dass wir den Antragstellern mit dem Preisgeld von insgesamt 18.000 Euro eine tolle Starthilfe sowie ein passgenaues Netzwerk bieten.

Sie betonte noch einmal abschließend, dass dazu ein Bewerbungsformular einzureichen sei, das auf der Website www.inno-award.de zu finden ist. Aufgrund des attraktiven Preisgeldes und des gewachsenen Renommees des INNO AWARD gehen wir auch in diesem Jahr von einer hohen Beteiligung aus.

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