Rund ums Marketing
Viral-Marketing: Fluch oder Segen? – Teil 1
Die moderne Form des Marketings oder viel leere Luft: Viral-Marketing ist in aller Munde und erzeugt doch viel Ahnungslosigkeit auf allen Seiten. Martin Oetting beschäftigt sich in einem mehrteiligen Gastbeitrag auf deutsche-startups.de mit dem Thema.
Virales Marketing: Was ist das?
"Es scheint immer diese Vorstellung zu geben – dass man zuerst seine geniale Seite entwickelt und sich erst im nächsten Schritt um das Marketing zu kümmern braucht. Das aber funktioniert so in den meisten Fällen nicht, und auch lustige Viralfilme helfen bei der ganzen Sache am allerwenigsten", leitet Oetting seinen Beitrag ein.
Oft gebe es Schwierigkeiten, Viral-Marketing zu erklären. Es sei der gezielte Versuch, ein Angebot so am Markt zu platzieren, dass es sich von selbst in der Bevölkerung ausbreitet – die Nutzergewinnung also möglichst intensiv von Mundpropaganda-Effekten profitiert.
Dagegen sind virale Werbefilme nicht dasselbe. Denn hier breite sich nicht die beworbene Webplattform aus, sondern nur der Film. "Und ob das neue Nutzer bringt, steht meistens in den Sternen."
Produkt erfolgreich platzieren
Wer ein digitales Produkt besitze, so Oetting weiter, sollte "alle Energie darauf konzentrieren, dass [sein] Produkt im Netz seine Nutzer ansteckt".
Dafür gebe es zwei Wege:
• die Mundpropaganda ist bereits direkt in das Produkt integriert ("ansteckende Produkte")
• die Arbeit mit Meinungsführern und Empfehlern ("ansteckende Beziehungspflege").
Ein Beispiel für "ansteckende Produkte" seien Plattformen für Online-Grußkarten: Ein Klick auf den Link bringt die Person dazu, die Grußkarte anzusehen – und der User erfährt laut Oetting obendrein, dass es Seiten mit Online-Grußkarten gibt und nutzt diese vielleicht das nächste Mal erneut.
Eine zweite Möglichkeit, ein ansteckendes Produkt zu bauen, sei die Bewerbung der Plattform über soziale Netzwerke wie StudiVZ, Facebook oder Twitter. "Dort könnten Freunde und Bekannte die Plattform ebenfalls für sich entdecken."
Zielgerichtet
Allerdings können nicht alle Plattformen diese Ansätze nutzen: Zum Beispiel würden E-Commerce-Shops für einzelne Nutzer nicht dadurch besser, dass mehr Leute sie verwenden. (Beispiel: mymuesli.de).
In diesen Fällen empfiehlt Oetting den "den kleinen Bruder" ansteckender Produkte: Widgets. Man biete bestehenden Kunden damit eine Möglichkeit, "einen Ausschnitt der Seite oder eine interessante Funktionalität in das eigene Blog oder Social-Network-Profil einzubauen".
So weit Teil 1 des Gastbeitrages. Der zweite Teil erscheint am 15. Mai auf deutsche-startups.de. Dann geht es um das effiziente Arbeiten mit Entscheidungsträgern und Multiplikatoren.
Links
• Originalartikel auf deutsche-startups.de
• Viral-Marketing: Fluch oder Segen? – Teil 2 (Update)
Virales Marketing: Was ist das?
"Es scheint immer diese Vorstellung zu geben – dass man zuerst seine geniale Seite entwickelt und sich erst im nächsten Schritt um das Marketing zu kümmern braucht. Das aber funktioniert so in den meisten Fällen nicht, und auch lustige Viralfilme helfen bei der ganzen Sache am allerwenigsten", leitet Oetting seinen Beitrag ein.
Oft gebe es Schwierigkeiten, Viral-Marketing zu erklären. Es sei der gezielte Versuch, ein Angebot so am Markt zu platzieren, dass es sich von selbst in der Bevölkerung ausbreitet – die Nutzergewinnung also möglichst intensiv von Mundpropaganda-Effekten profitiert.
Dagegen sind virale Werbefilme nicht dasselbe. Denn hier breite sich nicht die beworbene Webplattform aus, sondern nur der Film. "Und ob das neue Nutzer bringt, steht meistens in den Sternen."
Produkt erfolgreich platzieren
Wer ein digitales Produkt besitze, so Oetting weiter, sollte "alle Energie darauf konzentrieren, dass [sein] Produkt im Netz seine Nutzer ansteckt".
Dafür gebe es zwei Wege:
• die Mundpropaganda ist bereits direkt in das Produkt integriert ("ansteckende Produkte")
• die Arbeit mit Meinungsführern und Empfehlern ("ansteckende Beziehungspflege").
Ein Beispiel für "ansteckende Produkte" seien Plattformen für Online-Grußkarten: Ein Klick auf den Link bringt die Person dazu, die Grußkarte anzusehen – und der User erfährt laut Oetting obendrein, dass es Seiten mit Online-Grußkarten gibt und nutzt diese vielleicht das nächste Mal erneut.
Eine zweite Möglichkeit, ein ansteckendes Produkt zu bauen, sei die Bewerbung der Plattform über soziale Netzwerke wie StudiVZ, Facebook oder Twitter. "Dort könnten Freunde und Bekannte die Plattform ebenfalls für sich entdecken."
Zielgerichtet
Allerdings können nicht alle Plattformen diese Ansätze nutzen: Zum Beispiel würden E-Commerce-Shops für einzelne Nutzer nicht dadurch besser, dass mehr Leute sie verwenden. (Beispiel: mymuesli.de).
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