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5 x 50.000 Euro in bar sind vergeben

10.09.2007 | Elf Finalisten stritten um die Krone, fünf bekamen sie am letzten Freitag aufgesetzt und gewannen jeweils 50.000 Euro Preisgeld: Die Gewinner von enable2start stehen damit fest.

Zwei Tage lang stellten sich elf Finalisten der Jury und Fragen wie "Wie viele Termine bei potenziellen Investoren haben Sie in den kommenden Wochen?" und "Was machen Sie, wenn jemand ihre Idee kopiert?". Die Fragen am besten beantworten konnten die fünf Sieger. Und das sind sie:

566.000 Mischungen zum Frühstück: Mymuesli.com

Hubertus Bessau, Philipp Kraiss und Max Wittrock gründeten ihre Firma Mymuesli.com vor gerade einmal vier Monaten. Die Idee zum Geschäftsmodell: Ein Müsli aus biologischen Zutaten, das sich Käufer individuell zusammenstellen können. "Das Müsli, das jedem schmeckt, gab es einfach nicht zu kaufen", sagt Hubertus Bessau gegenüber der Financial Times Deutschland, dem Veranstalter von enable2start.

Auf der Internetseite der Müsli-Gründer kann der Kunde aus 75 Zutaten wählen – zum Beispiel Sauerkirschen oder tibetanische Goji-Beeren. Bis zu 566.000 Milliarden Mischungen sollen theoretisch möglich sein. Versandt wird der fertige Mix per 600-Gramm-Dose.

Der Erfolg drei Passauer ließ nicht lange auf sich warten: Bereits zwei Wochen nach dem Start sind die für zwei Monate kalkulierten Lagerbestände aufgebraucht. Zehn Hilfskräfte unterstützen die Passauer Jungunternehmer inzwischen beim Abfüllen der Ware.

Zum Wettbewerb
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Die Wettbewerb belohnt Wagemut gleich dreifach: mit insgesamt 250.000 Euro Startgeld, einer ausführlichen Beratung und einer 15-monatigen redaktionellen Begleitung. mehr

Rumdumschutz gegen Spinnen im Auto: Bagpax

Eine Spinne brachte den zweiten Sieger auf seine Geschäftsidee. Marvin Andrä schaute laut FTD mitten im Berufsverkehr auf eine Spinne auf seiner Windschutzscheibe, die er mit seinen Gartenabfällen im Kofferraum einschleppte. Eine eigens ausgelegte Folie im Kofferraum konnte den Eindringling nicht aufhalten. Das ärgerte den Schwaben.

Seine Lösungsidee: Ein Rundumschutz für den Kofferraum. Das Ergebnis: der Bagpax, ein Schutzbehälter aus reißfestem Polypropylen. Klett- oder Reißverschlüsse sollen laut FTD für einen sauberen Transport sorgen: von Gartenabfällen über Bauschutt bis hin zu ölverschmierter Kleidung. Die Kosten: um die 50 Euro.

5.000 Bagpax in drei Varianten hat Andrä inzwischen verkauft und steht in Verhandlungen mit einem Teleshopping-Kanal, so die FTD. "In diese Idee würde ich auch mein eigenes Geld investieren", sagt Peter Ingenlath von der enable2start-Jury.

Fingerprint für Orginalprodukte: S2i Technologies

Gefälschte Produkte sind Ärgernis für Händler sowie Käufer und an den Verpackungen bisher nicht zu erkennen. S2i hat eine Technik entwickelt, die dieses Problem lösen soll. "Beim Bedrucken von Papier oder Textilien entsteht auf jeder Verpackung ganz zufällig ein Muster. Und dessen Struktur ist so individuell wie ein Fingerabdruck“, sagt Gründer Mario Cameron zur FTD.

Diese "Fingerprints" werden beim Druck speichern. Ein einfacher Flachbett-Scanner soll dann ausreichen, damit zum Beispiel ein Apotheker in München diese Daten abgleichen und sicher sein kann, dass er ein Originalprodukt erworben hat.

Geld verdienen lässt sich damit auch: an den Lizenzgebühren. Auf die Verpackungshersteller kommen laut Cameron kaum Kosten zu: nur 1 Cent pro Packung. Zum Vergleich: Der Aufdruck eines Hologramms kostet derzeit rund 8 Cent.

Fast Food Biohof: Nat

Jan Rosenkranz sucht mit seiner Geschäftsidee die ideale Linie zwischen Schnellimbiss und Biohof. Im November will er laut FTD in der Hamburger Innenstadt das erste Nat-Restaurant eröffnen: zur Hälfte mit vegetarischen und veganen Speisen, zur anderen mit Rind-, Geflügel- und Fischgerichten.

Das Besondere: Alle Lebensmittel stammen aus zertifizierter biologischer Erzeugung. Trotzdem will Rosenkranz tempomäßig locker mit einem Burger-Grill mithalten. Zum Beispiel mit einer flotten Serviceidee, so die FTD: Bei Nat kommt die Bedienung auf ein Klingeln hin zum Tisch und gibt die Getränkebestellung elektronisch an den Tresen weiter.

Kinderbetreuung auf Premiumniveau: Elly & Stoffl

Auch eine Frau schaffte es unter die Gewinner: Susann Reimers. Seit April 2006 verfolgt die 28-jährige ihre Idee einer Kindertagesstätte auf Premiumniveau. In einigen Monaten will sie München die Kita Elly & Stoffl endlich eröffnen, so die FTD.

Reimers´ Konzept will auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern gezielt eingehen – zum Beispiel mit Personal, das mit den Kindern deutsch, französisch oder auch englisch spricht. Hinzu kommen laut FTD Angebote wie eine Kindersauna und Yogakurse. "Wir schließen nicht während der Ferien und passen unsere Öffnungszeiten den Arbeitszeiten der Eltern an", sagt Reimers zur FTD, "es wird sogar die Möglichkeit zu Übernachten geben."

Die Nachfrage scheint ausreichend vorhanden zu sein. Bereits auf die erste Stellenanzeige meldeten sich laut Reimers 30 Eltern, die ihre Kinder anmelden wollten. Genug für die Jury, Susann Reimers auf das Siegerpodest zu stellen.


Auch nach dem Erfolg werden die Sieger weiterhin betreut. Ab Oktober startet die tägliche Berichterstattung über die Kandidaten auf enable.de



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