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Gründerwettbewerb – Mit Multimedia erfolgreich starten

Das Handy wird noch multimedialer

50.000 Euro für die Multimedia-Trends des Jahres

08.03.2007 | Eine Beamzone, ein Handy-Universal-Schlüssel und das erste Portal für Privatlogistik sind in diesem Jahr die besten Multimedia-Gründungen. Auf dem Gründerkongress Multimedia am 6. März vergab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) das Preisgeld von 50.000 Euro an die drei Sieger. Mit dabei: biz-AWARDS.

Platz 1 zum Ersten: die Beamzone für das Handy

Einen der beiden ersten Plätze und 20.000 Euro Preisgeld erhielt die blue cell networks GmbH aus Bamberg. Das 2003 gegründete Unternehmen ist spezialisiert auf die Übertragung von Inhalten auf das Mobiltelefon, so genanntes Bluetooth-Marketing. Dafür werden so genannte "Beamzones" genutzt. Das sind Bluetooth-Hotspots, die Daten auf das Handy übertragen.

Konsumgüter- und Automobilhersteller nutzen die Technik bereits, um Interessierte an speziellen Wartepunkten für den öffentlichen Nahverkehr kostenlos mit Spielen oder Logos zu versorgen. So erreichte die Firma bereits im ersten Gründungsjahr einen Umsatz von 600.000 Euro.

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Prämiert werden Ideenskizzen aus dem gesamten Multimedia-Bereich. mehr

Der Tipp vom Sieger

Wie "blue cell"-Geschäftsführer Rainer Rother biz-AWARDS erzählte, nutzt das Unternehmen die Teilnahme an Wettbewerben zielgerichtet, um sich zu entwickeln: "Wir konnten unsere Startfinanzierung erst sichern, als wir 2007 für den Gründerwettbewerb nominiert wurden."

Nach Rother profitieren Startups vor allem von regionalen Wettbewerben. "Regionale Wettbewerbe haben einen großen praktischen Nutzen: Es gibt viel Feedback für den eigenen Businessplan, viele direkte Kontakte zu potenziellen Finanzierern und Netzwerken sowie konstruktive Mitarbeit der Coaches."

Aber auch die Teilnahme an größeren Awards wie "Mit Multimedia erfolgreich starten" kann jungen Unternehmen weiterhelfen. Rother sagte: "Große Wettbewerbe bringen zwar weniger direkte Kontakte, dafür aber mehr PR."

Platz 1 zum Zweiten: das Handy als Universalschlüssel

Ebenfalls aus Bayern stammt der zweite Erstplatzierte, die GIDTEC mbH aus Garching bei München. Die Ausgründung der Technischen Universität München möchte das Handy als "digitalen Universalschlüssel" einsetzen, um zum Beispiel Fahrzeuge zu öffnen oder Konzerttickets zu buchen.

Ein Identifikations-Chip kommuniziert über die Schnittstelle Bluetooth mit geschützten Objekten. Für die verschiedenen Anwendungen werden unterschiedliche Gültigkeitszeiträume festgelegt. So gelten für Mietwagen oder das Hotelzimmer kurze Gültigkeiten, für das eigene Auto oder das eigene Haus lange Gültigkeiten.

Platz 2: das erste Portal für Privatlogistik

Über 10.000 Euro freute sich die raumobil GmbH aus Karlsruhe. Das Unternehmen entwickelte mit raumobil.de das erste Portal für Privatlogistik. Über das Internet wird "Raum" vermittelt, z.B. für Transporte oder zum Wohnen. Leerfahrten entfallen und eingesetzte Ressourcen werden besser genutzt.

Dies sei ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll, sagte Jury-Mitglied Karl-Heinz Streibich von BITKOM bei der Preisvergabe. "Die Gründer nutzen das Internet vorbildlich. Monatlich erzielen sie sogar eine Verdoppelung der Userzahlen."

Leuchttürme der Gründung

Im Mittelpunkt des Gründerkongresses standen aber nicht nur die Sieger des Wettbewerbs, sondern auch die Förderung herausragender Gründungen mithilfe des High-Tech-Gründerfonds. Drei Leuchtturmprojekte wurden stellvertretend für alle in diesem Jahr unterstützten Unternehmen vorgestellt und geehrt.

Mit dabei: Syncing.net aus Berlin, die im letzten Jahr den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg gewannen. (siehe Artikel "Soviel Sieg was nie")

Das spin-off der Technischen Universität Berlin bekommt eine Förderung in Höhe von 500.000 Euro und kann damit seine serverlose Datensynchronisation mehrerer Computer weiter vermarkten.

Ebenfalls geehrt wurden MobileLabs aus Köln für eine Messaging-Software für Handy und Internet sowie die zweitgeist GmbH aus Hamburg. zweitgeist will Internet-User sichtbar machen, indem am Rand des Browsers persönliche Avatare eingerichtet werden, über die sich Internetnutzer austauschen können.

In Vertretung von Michael Glos lobte die Parlamentarische Staatssekretärin Dagmar Wöhrl vom BMWi das "leistungsfähige technologische Know-how" der Multimediagründer. In Deutschland fehle es allerdings "an der Mentalität, der Ausbildung und der Finanzierung von Gründern.



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