Existenzgründung
Usability - was Start-ups selbst können, Teil 3
In Teil 1 und Teil 2 von "Usability - was Start-ups selbst können" gab Patrick Roelofs Tipps für die nutzerorientierte Gestaltung sowie zur Analyse und zum Design von Internetseiten. Lesen Sie in Teil 3, was der Gründer und Geschäftsführer der eparo GmbH über Usability-Tests zu sagen hat.
Der Nutzen von Usability-Tests
Unabhängige Test-Nutzer könnten am ehesten die Fehler einer Internetseite entdecken, so Roelofs in seinem Gastbeitrag auf deutsche-startups.de. Der Grund: Die Entwickler der Seite seien oft blind für offensichtliche Probleme. Roelofs: "Das Entwicklungsteam ist in den seltensten Fällen Teil der relevanten Nutzergruppe und hat somit oftmals einen ganz anderen Blick auf das Endergebnis."
Oft seien für Nutzer gerade die Funktionen unwichtig, welche die Entwickler unentbehrlich finden. Durch das Urteil eines Test-Nutzers könne sich am Ende eine Strategie ergeben, die anfänglich so nicht geplant war.
Was sind Usability-Tests?
Test-Personen erhielten dafür konkrete Aufgaben. Das Ziel: Anhand schwer lösbarer Aufgaben sollten versteckte Probleme sichtbar werden. Je mehr Personen die Internetseite testen, desto mehr könne sie verbessert werden.
Die bekannteste qualitative Methode sei das so genannte "Think Aloud Protokoll". Dabei äußerten die Personen schon während des Tests laut ihre Gedanken und Eindrücke. Die Äußerungen würden protokolliert und danach ausgewertet.
Die Testpersonen
Ein guter Test-Leitfaden ist die beste Voraussetzung, so Roelofs. Dieser enthalte die Aufgaben für die Teilnehmer. Für ein repräsentatives Ergebnis reichten schon sechs Testpersonen, die in einem Zeitrahmen von je 60 Minuten befragt würden.
Für Start-ups seien zunächst wenige Testpersonen ausreichend. Wichtig: Diese müssten dem Nutzerprofil der Seite entsprechen.
Laut Roelofs sollte für einen Test mit sechs Nutzern ein Zeitrahmen von zwei Tagen einkalkuliert werden. Das bedeute: Drei Tests à zwei Stunden pro Tag.
Die Planung
Vor dem Test sollten Sie der Testperson alles genau erklären. Wollen Sie Video-Aufnahmen machen, lassen Sie sich nach Roelofs eine schriftliche Erlaubnis geben.
Verkneifen Sie sich Sätze wie "Echt? Alle anderen fanden das aber okay so". Laut Roelofs zählt nur die Meinung der Testperson, nicht die aller anderen.
Fragen an die Tester sollten nicht mit ja oder nein zu beantworten sein. Qualitative Antworten in ganzen Sätzen brächten Sie in jedem Fall in Ihrem Vorhaben weiter.
Tipp: Helfen Sie weiter, wenn eine Aufgabe zu schwer ist. Fühle sich ein Tester stark verunsichert, könne das demotivieren und Ergebnisse verfälschen.
Die Auswertung
Auch das Verhalten der Tester zähle – deshalb sollten Sie sie während der Aufgaben beobachten. Manchmal passten die Aussagen nicht zur Mimik – der Tester sei dann vermutlich sehr unsicher. Das müsse bei der Auswertung beachtet werden.
Am besten werten Sie die Ergebnisse laut Roelofs direkt nach dem Test aus. So könnten die neuen Eindrücke unmittelbar in die Bewertung einfließen.
Zum Originalartikel auf deutsche-startups.de
(js)
Der Nutzen von Usability-Tests
Unabhängige Test-Nutzer könnten am ehesten die Fehler einer Internetseite entdecken, so Roelofs in seinem Gastbeitrag auf deutsche-startups.de. Der Grund: Die Entwickler der Seite seien oft blind für offensichtliche Probleme. Roelofs: "Das Entwicklungsteam ist in den seltensten Fällen Teil der relevanten Nutzergruppe und hat somit oftmals einen ganz anderen Blick auf das Endergebnis."
Oft seien für Nutzer gerade die Funktionen unwichtig, welche die Entwickler unentbehrlich finden. Durch das Urteil eines Test-Nutzers könne sich am Ende eine Strategie ergeben, die anfänglich so nicht geplant war.
Was sind Usability-Tests?
Test-Personen erhielten dafür konkrete Aufgaben. Das Ziel: Anhand schwer lösbarer Aufgaben sollten versteckte Probleme sichtbar werden. Je mehr Personen die Internetseite testen, desto mehr könne sie verbessert werden.
Die bekannteste qualitative Methode sei das so genannte "Think Aloud Protokoll". Dabei äußerten die Personen schon während des Tests laut ihre Gedanken und Eindrücke. Die Äußerungen würden protokolliert und danach ausgewertet.
Die Testpersonen
Ein guter Test-Leitfaden ist die beste Voraussetzung, so Roelofs. Dieser enthalte die Aufgaben für die Teilnehmer. Für ein repräsentatives Ergebnis reichten schon sechs Testpersonen, die in einem Zeitrahmen von je 60 Minuten befragt würden.
Für Start-ups seien zunächst wenige Testpersonen ausreichend. Wichtig: Diese müssten dem Nutzerprofil der Seite entsprechen.
Laut Roelofs sollte für einen Test mit sechs Nutzern ein Zeitrahmen von zwei Tagen einkalkuliert werden. Das bedeute: Drei Tests à zwei Stunden pro Tag.
Die Planung
Vor dem Test sollten Sie der Testperson alles genau erklären. Wollen Sie Video-Aufnahmen machen, lassen Sie sich nach Roelofs eine schriftliche Erlaubnis geben.
Verkneifen Sie sich Sätze wie "Echt? Alle anderen fanden das aber okay so". Laut Roelofs zählt nur die Meinung der Testperson, nicht die aller anderen.
Fragen an die Tester sollten nicht mit ja oder nein zu beantworten sein. Qualitative Antworten in ganzen Sätzen brächten Sie in jedem Fall in Ihrem Vorhaben weiter.
Tipp: Helfen Sie weiter, wenn eine Aufgabe zu schwer ist. Fühle sich ein Tester stark verunsichert, könne das demotivieren und Ergebnisse verfälschen.
Die Auswertung
Auch das Verhalten der Tester zähle – deshalb sollten Sie sie während der Aufgaben beobachten. Manchmal passten die Aussagen nicht zur Mimik – der Tester sei dann vermutlich sehr unsicher. Das müsse bei der Auswertung beachtet werden.
Am besten werten Sie die Ergebnisse laut Roelofs direkt nach dem Test aus. So könnten die neuen Eindrücke unmittelbar in die Bewertung einfließen.
Zum Originalartikel auf deutsche-startups.de
(js)
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