Serie: Alles über Business-Wettbewerbe

Die besten Tipps der Sieger – Teil 4



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Mit den Tipps in die Erfolgsspur. (© Judith Lisser-Meister / PIXELIO)
Internet, IT und Marketing sind aus dem Leben der Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Natürlich gibt es auch Business-Wettbewerbe dafür und die dazugehörigen Sieger. In unserer Serie geht es heute um die Tipps der Gewinner aus diesen Bereichen.

Tipp 1: Grabmale sprechen lassen
"Ich will Friedhofskultur erhalten - durch individuelle und personenbezogene Grabmale. […] Unser Thema: 'Jeder Mensch hat ein Recht auf ein individuelles Grabmal'.

Für mich ist wichtig, dass sich die Menschen mit dem Thema […] auseinandersetzen. Dazu geben wir die Informationen, die die Kunden in ihrem Heimatort vielleicht nicht bekommen, weil die Steinmetze dort nur die Standardprodukte anbieten. Über Internet kommen ca. 8.000 Internetbesucher pro Monat zu uns.

Ein Argument für die Vielfalt in unserem Portal: Das Angebot an Grabmalen wird breiter und die Kunden können so besser entscheiden – auch wenn ein Grabmal ein beratungsintensives Produkt bleibt.

Ich höre auch [Kritik]: 'Ihr macht uns die Preise kaputt', aber das stimmt nicht. Wir stellen unsere 100 Grabmale ins Netz und zeigen, dass individuelle Gestaltung nicht teuer sein muss. Wir haben so begonnen, Transparenz durch das Internet zu schaffen."
(Bernd Foerster, Sprecher Grabmal-Portal IG, www.grabmalportal.de)

Tipp 2: Online läuft es einfacher
"Nur wer uns kennt, will auch unser Kunde werden. Lassen Sie sich mit Bildern online durch unser Unternehmen führen. Sie können auch gleich unser Sortiment checken.

Wenn Sie Kunde bei uns sind, haben Sie ein eigenes Konto und können sich einloggen. Schicken Sie uns Fragen und Aufträge per E-Mail.

Unsere Mitarbeiter loggen sich von zuhause in unser Intranet ein. Dort finden sie am Morgen ihre Aufträge und fahren direkt zum Kunden. Wenn ich einen Monteur zu Ihnen schicke, dann hat der alles dabei, was er braucht.

War der Mitarbeiter bei Ihnen, schickt er seinen Kostenvoranschlag zu mir in die Zentrale. Das macht er auch von zuhause. Der Monteur bestellt das Material online und der Kunde bekommt die Rechnung per E-Mail."
(Wolfgang Wegener, Wegener Service, www.wegenerservice.de)

Tipp 3: MindMaps geben Hilfe
"Klare Richtlinien sollen bei den Entscheidungen und Projekten helfen. Um die Schritte der Projekte festzuhalten und Entscheidungshilfen transparent zu gestalten, nutzen alle Firmenbereiche MindMaps.

Anhand eines Farbcodes kann sich ein Mitarbeiter über Projektverlauf und Probleme informieren. Eine grüne Flagge signalisiert zum Beispiel, dass alles gut läuft. Bei Orange bestehen Schwierigkeiten, zum Beispiel mit der Termineinhaltung. Rote Flaggen signalisieren wirklich kritische Probleme – Termine können definitiv nicht gehalten werden oder 'hier komm ich allein nicht weiter'.
(Andreas Schweinbenz, Geschäftsführer Netviewer GmbH, www.netviewer.de)

Tipp 4: Planung ist alles
"Wenn die Organisation vor dem Projekt nicht stehen würde, bräuchten wir mit dem Gazetto-Mobil gar nicht erst losfahren.

Deshalb treffen sich alle Mitarbeiter zweimal im Monat, immer dienstags um 10:00 Uhr zur Konferenzsitzung. Jeder Projektleiter stellt in fünf bis zehn Minuten seine Projektpläne vor, die er anhand einer Checkliste erarbeitet hat. […] Zum Beispiel, wer wann und wie lange ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekommt.

Anhand der Projektpläne werden die Aufgaben verteilt. […] Die Inhalte kommuniziere ich anhand einer einzigen kompakten E-Mail, in der alle wesentlichen Informationen enthalten sind. Mehrere E-Mails sind einfach unnötiger Aufwand. Sollten sich dennoch Fragen ergeben, so werden sie telefonisch geklärt."
(Stephanie Lyakine-Schönweitz, Projektleiterin Echo e. V., www.gazettoni.de)

Tipp 5: Karten legen
"Unsere Agentur Q besteht nur aus zehn Mitarbeitern. Daher sind unsere Kapazitäten für die Öffentlichkeitsarbeit beschränkt. […] Umso wichtiger sind gute und bezahlbare Ideen, die bei der Akquise helfen. Unsere Imagebroschüre in Form eines Kartenspiels ist so eine Idee.

Wir bieten den Kunden ein Medium zum Anfassen: Durch das Kartenspiel erhalten sie einen Einblick in unsere Arbeitsbereiche und gleichzeitig einen Eindruck von unserem kreativen Potenzial. Warum? Weil die 53 Karten die Highlights aus zehn Agenturjahren zeigen; neue und alte Projekte, erfolgreiche, ungewöhnliche und prämierte Arbeiten.

Man bemerkt auf den Gesichtern der Kunden gleich ein Lächeln, wenn sie das Spiel in den Händen halten. Jeder kennt Quartettkarten noch aus seiner Kindheit. Darum wird das Spiel nicht weggesteckt, sondern sofort genutzt. Mit dem Spieltrieb wird auch das Interesse geweckt."
(Thilo von Debschitz, Geschäftsführer Q Kreativgesellschaft, www.q-home.de)

Tipp 6: Die Situation spricht für sich

"Wenn ein Banker rote Zahlen sieht, wird er nervös und streicht einem den Kredit! Daraus haben wir gelernt: Seit einigen Jahren bieten wir unseren Genussrechtsinhabern und Finanzierern einmal jährlich im Oktober einen Situationsbericht an. Bei einem kleinen Unternehmen mit 42 Mitarbeitern keine Selbstverständlichkeit.

Klar deckt der Bericht auf seinen etwa 22 Seiten nicht jede Kleinigkeit des Unternehmens ab. Er gibt aber eine gute Übersicht über die Entwicklung des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr und einen Ausblick auf die kommenden Jahre.
...
Auch weiche Faktoren enthält der Bericht, zum Beispiel das Umstellen auf ein neues EDV-System für CRM, Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung.

Ein besserer Überblick ist nicht der einzige Gewinn: Seit wir den Situationsbericht nutzen, hat sich unser Kredit-Rating ständig verbessert. […] Finanzierer schätzen unsere Offenheit. Dadurch fallen Entscheidungen zu Investitionen wesentlich schneller und leichter."
(Klaus Lünnemann, Geschäftsführer-Gesellschafter Klaus Lünnemann GmbH, www.luennemann.de)

(mb)

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