Deutscher Gründerpreis
Fruchtalarm bei der Preisverleihung
Der Deutsche Gründerpreis 2009 ist Geschichte. Gestern Abend wurden die diesjährigen Sieger in Berlin ausgezeichnet. Bestes Start-up des Jahres: True Fruits aus Bonn.
Wahre Früchtchen
Die drei Gründer Inga Koster, Marco Knauf und Nicolas Lecloux produzieren Getränke aus pürierten Früchten – so genannte Smoothies. Das Besondere: Es wird ein schonendes Verfahren verwendet.

Das Konzept konnte schon beim NUK-Businessplan-Wettbewerb 2006 überzeugen. Auch die Glasverpackung der "Früchte" hat bereits Preise eingeheimst.
True Fruits hat es laut der Jury geschafft, aus einer Pionier-Position heraus "in einer traditionellen Branche innerhalb kürzester Zeit […] ein neues Produkt zu etablieren und eine Marke aufzubauen" – dank konsequenter Ausrichtung auf Premiumqualität und einem innovativen Marketingkonzept.

Einen schönen Behind-the-scenes-Bericht haben die Gründer auf Ihrer Website veröffentlicht.
Mit dem Dübel zum Lebenswerk
Eine Auszeichnung für sein Lebenswerk erhielt Familienunternehmer Artur Fischer, Namenspatron des Artur Fischer Erfinderpreises sowie Gründer der Fischer Werke.

Aus einem Ein-Mann-Betrieb baute er nach dem Krieg einen Weltkonzern auf. Fischer dürfte vielen vor allem wegen einer Erfindung bekannt sein: dem Fischer- bzw. Spreizdübel, den er 1958 erfand.

Es folgten zahllose weitere Entwicklungen. Fischer gilt daher als einer der produktivsten Erfinder der Welt. Er hat bisher mehr als 1.100 Erfindungen zum Patent bzw. Gebrauchsmuster angemeldet.
Das Erfolgsgeheimnis des Ingenieurs sei einfach: "Begeisterung. Ich erlebe immer wieder die Freude eines Kindes, wenn etwas nach vielen Rückschlägen endlich gelingt", sagte er dem Deutschen Gründerpreis.
Heute arbeiten bei der Unternehmensgruppe Fischer rund 3.850 Mitarbeiter weltweit. Bei den Fischer Werken seien dabei mehr als 14 Patentanmeldungen pro 1.000 Mitarbeiter jährlich Standard. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert der deutschen Industrie liegt bei rund 0,6.
Chips, Tee und Zähne
Aufsteiger des Jahres wurde Nanion Technologies aus München. Die GmbH Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet automatisierte, chip-basierte Messverfahren für Pharma- und Biotech-Unternehmen. Damit wird eine schnellere medizinische Wirkstofftestung ermöglicht.
Das Urteil Jury: "Gerade einmal in fünf Jahren [hat das Unternehmen] wissenschaftliche Forschungsergebnisse direkt in Produkte überführt und bereits nach zwei Jahren den Break-even erreicht. Dem bereits weltweit eingeführten Produkt sollen weitere folgen."
Zum dritten Mal wurde ein Sonderpreis verliehen. Dieser ging an die Teekampagne/ Projektwerkstatt GmbH aus Potsdam. Gründer ist Professor Günter Faltin, der über das Unternehmen eine Sorte Tee in Großpackungen zu günstigen Preisen anbietet – ohne die sonst üblichen Zwischenhändler.
Die Idee hinter der Teekampagne: konsequente Vereinfachung von Material und Handelswegen und nur ein hochwertiges Produkt preisgünstig anbieten. Damit habe Faltin die Teekampagne zum größten Teeversandhaus in Deutschland entwickelt.
In der Kategorie Schüler wurde das Team Dentacare aus Geisenheim-Johannisberg (Hessen) ausgezeichnet für seine fiktive Geschäftsidee einer elektrischen Zahnbürste. Über die jungen Gründer hatten wir bereits vor zwei Wochen berichtet.
* Teaserbild: Bärbel Schmidt
Wahre Früchtchen
Die drei Gründer Inga Koster, Marco Knauf und Nicolas Lecloux produzieren Getränke aus pürierten Früchten – so genannte Smoothies. Das Besondere: Es wird ein schonendes Verfahren verwendet.

Die True Fruits Gründer Knauf, Koster und Lecloux (v.l.n.r.) erhalten ihren Deutschen Gründerpreis (Foto: Bärbel Schmidt).
Das Konzept konnte schon beim NUK-Businessplan-Wettbewerb 2006 überzeugen. Auch die Glasverpackung der "Früchte" hat bereits Preise eingeheimst.
True Fruits hat es laut der Jury geschafft, aus einer Pionier-Position heraus "in einer traditionellen Branche innerhalb kürzester Zeit […] ein neues Produkt zu etablieren und eine Marke aufzubauen" – dank konsequenter Ausrichtung auf Premiumqualität und einem innovativen Marketingkonzept.

Ebenfalls preisgekrönt: die Flaschen von True Fruits. (Bild: www.truefruits.de)
Einen schönen Behind-the-scenes-Bericht haben die Gründer auf Ihrer Website veröffentlicht.
Mit dem Dübel zum Lebenswerk
Eine Auszeichnung für sein Lebenswerk erhielt Familienunternehmer Artur Fischer, Namenspatron des Artur Fischer Erfinderpreises sowie Gründer der Fischer Werke.

Artur Fischer wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. (Foto: Bärbel Schmidt)
Aus einem Ein-Mann-Betrieb baute er nach dem Krieg einen Weltkonzern auf. Fischer dürfte vielen vor allem wegen einer Erfindung bekannt sein: dem Fischer- bzw. Spreizdübel, den er 1958 erfand.

Fischers bekannteste Erfindung:
der Spreizdübel (Foto: wikipedia)
der Spreizdübel (Foto: wikipedia)
Es folgten zahllose weitere Entwicklungen. Fischer gilt daher als einer der produktivsten Erfinder der Welt. Er hat bisher mehr als 1.100 Erfindungen zum Patent bzw. Gebrauchsmuster angemeldet.
Das Erfolgsgeheimnis des Ingenieurs sei einfach: "Begeisterung. Ich erlebe immer wieder die Freude eines Kindes, wenn etwas nach vielen Rückschlägen endlich gelingt", sagte er dem Deutschen Gründerpreis.
Heute arbeiten bei der Unternehmensgruppe Fischer rund 3.850 Mitarbeiter weltweit. Bei den Fischer Werken seien dabei mehr als 14 Patentanmeldungen pro 1.000 Mitarbeiter jährlich Standard. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert der deutschen Industrie liegt bei rund 0,6.
Chips, Tee und Zähne
Aufsteiger des Jahres wurde Nanion Technologies aus München. Die GmbH Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet automatisierte, chip-basierte Messverfahren für Pharma- und Biotech-Unternehmen. Damit wird eine schnellere medizinische Wirkstofftestung ermöglicht.
Das Urteil Jury: "Gerade einmal in fünf Jahren [hat das Unternehmen] wissenschaftliche Forschungsergebnisse direkt in Produkte überführt und bereits nach zwei Jahren den Break-even erreicht. Dem bereits weltweit eingeführten Produkt sollen weitere folgen."
Zum dritten Mal wurde ein Sonderpreis verliehen. Dieser ging an die Teekampagne/ Projektwerkstatt GmbH aus Potsdam. Gründer ist Professor Günter Faltin, der über das Unternehmen eine Sorte Tee in Großpackungen zu günstigen Preisen anbietet – ohne die sonst üblichen Zwischenhändler.
Die Idee hinter der Teekampagne: konsequente Vereinfachung von Material und Handelswegen und nur ein hochwertiges Produkt preisgünstig anbieten. Damit habe Faltin die Teekampagne zum größten Teeversandhaus in Deutschland entwickelt.
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* Teaserbild: Bärbel Schmidt
zum Wettbewerb
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