Bayerischer Qualitätspreis (2016)

Initiator: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Übersicht

August 2015

30.09.2015

17.03.2016

jährlich

kostenlos

ID: A-124

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Vergangene Verleihungen dieses Awards werden an dieser Stelle archiviert:

Beschreibung

Der Bayerischer Qualitätspreis ist eine Auszeichnung für hervorragendes Qualitäts­management.

Die Vergabe des Preises ist abhängig von der Zielgruppe auf Basis von differenzierten Bewertungskategorien. Neben der besten Gesamtbewertung im Teilnehmerfeld müssen die Preisträger zusätzlich in jeder einzelnen Kategorie hervorragende Leistungen aufweisen.

Die Bewertung erfolgt getrennt für industrielle und handwerkliche Produktionsunternehmen, Handelsunternehmen, unternehmens- und informationsorientierte Dienstleister sowie für wirtschaftsfreundliche Gemeinden und den Sonderpreis.

Die Teilnehmer müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die teilnehmenden Unternehmen oder Produktionsstätten müssen einen Standort in Bayern haben und mindestens 30% ihres Umsatzes in Deutschland abwickeln.
  • Sie können auf Gewinn ausgerichtete oder gemeinnützige Unternehmen, Gesellschaften oder Stiftungen sein und dürfen in- oder ausländischen Eigentümern gehören.
  • Hilfreich, jedoch nicht zwingend bei einer Bewerbung um den Bayerischen Qualitätspreis, ist der Nachweis der Zertifizierung nach DIN ISO 9000ff.
  • Die teilnehmenden Gemeinden und Kooperationsprojekte müssen aus einem der sieben bayerischen Regierungs­bezirke stammen.

Details

Teilnahmeanforderungen
  • Die teilnehmenden Unternehmen oder Produktionsstätten mussten einen Standort in Bayern haben und mindestens 30% ihres Umsatzes in Deutschland abwickeln.
  • Sie konnten auf Gewinn ausgerichtete oder gemeinnützige Unternehmen, Gesellschaften oder Stiftungen sein und durften in- oder ausländischen Eigentümern gehören.
  • Hilfreich, jedoch nicht zwingend bei einer Bewerbung um den Bayerischen Qualitätspreis, war der Nachweis der Zertifizierung nach DIN ISO 9000ff.
  • Die teilnehmenden Gemeinden und Kooperationsprojekte mussten aus einem der sieben bayerischen Regierungs­bezirke stammen.
Prämien

Der Preis besteht aus einer Urkunde und einer Glaspyramide. Die Preisträger können in ihrer Werbung auf den verliehenen Qualitätspreis unter Verwendung des Logos und der Angabe des Verleihungsjahres hinweisen, er ist jedoch mit keinem Geldbetrag dotiert.

Jury

Die Gremien des Bayerischen Qualitätspreises waren unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Horst Wildemann untergliedert in ein Expertengremium und eine Jury mit Fachleuten der Bereiche Wissenschaft, Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistung und Gemeinden.

Das Expertengremium begleitete den Wettbewerb der Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung. Die Jury verantwortete die Preisvergabe für die wirtschaftsfreundlichen Gemeinden sowie für den Sonderpreis. Die Auswahl der späteren Preisträger erfolgte in unterschiedlichen mehrstufigen Bewertungsverfahren.

Prämierungskategorien

Die Auswahl der Preisträger für die Qualitätsauszeichnungen im Handel erfolgte analog zur Bewertung der Qualität der Produktionsunternehmen. Die Inhalte waren jedoch auf die speziellen Belange des Handels zugeschnitten und weisen mit sechs Bewertungskategorien gegenüber dem Industriebereich einen reduzierten Umfang auf.

Kategorien für Unternehmen des Handels waren



  • Allgemeine Unternehmensdaten

  • Qualitätsstrategie

  • Integration der Mitarbeiter in ein Unternehmensqualitätskonzept

  • Qualität in der Beschaffungslogistik

  • Qualität der Kundenorientierung

  • Qualität in Auftragsabwicklung und Marketing

Seit 2002 konnten unternehmensorientierte Dienstleister und seit 2013 auch informationsorientierte Dienstleister am Qualitätspreis teilnehmen. Teilnahmeberechtigt waren unternehmensorientierte Dienstleister mit Schwerpunkt auf Unternehmenskunden, informationsorientierte Dienstleister der Medienwirtschaft sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Nicht teilnehmen konnten die Branchen Tourismus und Finanzdienstleistungen (einschließlich Banken und Versicherungen) sowie PR-bezogene Dienstleister. Die Auswahl der Preisträger erfolgte analog zur Vorgehensweise bei den Produktions- und Handelsunternehmen. Die Bewertungskategorien für Unternehmen des Dienstleistungssektors waren



  • Allgemeine Unternehmensdaten

  • Qualitätsstrategie, Qualitätspolitik und Führung

  • Organisation und Controlling des Qualitätsmanagements

  • Integration der Mitarbeiter in ein Unternehmensqualitätskonzept

  • Qualität der Dienstleistungsentwicklung

  • Qualität der Dienstleistungserbringung

Mit dem bewährten Konzept des Bayerischen Qualitätspreises wurde auch die Auswahl der "wirtschaftsfreundlichen Gemeinden" auf Basis mehrerer Qualitätskategorien durchgeführt. Kategorien für Städte und Gemeinden waren:



  • Allgemeine Informationen

  • Bürgernähe und Wirtschaftsförderung

  • Qualität und Organisation

  • Standortbedingungen

  • Einzelaktionen und Projekte


Qualität, bezogen auf die Wirtschaftsfreundlichkeit einer Gemeinde, war als die Erfüllung von Anforderungen zur dauerhaften Kundenzufriedenheit definiert. Da eine Gemeinde unterschiedliche Interessengruppen hat, die bedarfsorientiert bedient werden wollen, kommt es häufig zu Interessenkonflikten, insbesondere zwischen Bürgern und Unter­neh­men.

Die Bewertungskategorie "Bürgernähe und Wirtschaftsförderung" umfasste Angebote und Einrichtungen von Gemeinden, die sowohl die Bürger als auch Unternehmen mit spezifischen Informationen und Leistungen versorgen. Ausdruck derartiger Aktivitäten sind allgemein nutzbare Stadtinformationssysteme, Tech­no­lo­giezentren, Public-Private-Partnerships oder Firmenansiedlungen. Die Kategorie "Qualität in der Organisation" berücksichtigte die Erkenntnis, durch erhebliche Qualitäts- und Produktivitätssteigerungen im Verwaltungsablauf eine größere Mitarbeiter- und auch Kundenzufriedenheit zu erlangen. Motivierte und zufriedene Mitarbeiter der Gemeinde sind auch verantwortungsbewusster und kundenfreundlicher.

Eine weitere Bewertungskategorie stellten die lokalen Standortbedingungen der Gemeinde dar. Den Bürgern wird ein möglichst umfangreiches Kultur-, Sport- und Nahverkehrsangebot geboten. Die Unternehmensinteressen liegen eher in der Gewerbepolitik, im Standortmarketingkonzept oder im Infrastrukturangebot der Verkehrsanbindung. Ein Bewertungsschwerpunkt fällt auf besonders auszeichnungswürdige Einzelaktionen und Projekte, mit denen sich die Gemeinde von anderen Wettbewerbern differenziert. Mögliche Aktivitäten in dieser Kategorie können beispielsweise erfolgreiche Ansiedlungen von Unternehmen und Institutionen sein.

Für besonders wirtschaftsfreundliche und innovative Kooperationsprojekte mehrerer Kommunen mit Modellcharakter konnte  seit 2013 ein Sonderpreis vergeben werden. Prämiert wurden unter anderem modellhafte Projekte im Bereich gemeinschaftlicher Maßnahmen zur Standortentwicklung und -vermarktung, interkommunale Gewerbegebiete, gemeinschaftliche Einzelhandelskonzepte oder wirtschaftsnahe Bürgerservices. Die Kategorien waren:



  • Allgemeine Informationen

  • Kooperationsprojekt


Kooperationsprojekte konnten sich für den Sonderpreis mit einem gesonderten Fragebogen bewerben. Mitglieder von Kooperationsprojekten konnten auch Gemeinden sein, die sich bereits als Einzelgemeinde um den Bayerischen Qualitätspreis bewerben. Eine Doppelnennung für die Bewerbung um den Sonderpreis war möglich.

industrielle Produktionsunternehmen

Die Unterteilung in verschiedene Bewertungskategorien spiegelt die wesentlichen Bausteine eines Konzeptes zur umfassenden Unter­neh­mens­qualität wider.



  • Allgemeine Unternehmensdaten

  • Für die Kategorie im Bereich Qualitätsstrategie sind der Implementierungsgrad unternehmensweiter Qualitätsverbesserungsaktivitäten und die Organisation qualitätssichernder Aktivitäten maßgeblich. 

  • Qualitätsimage im Markt: Hierbei werden das Erscheinungsbild und die Einschätzung des Unternehmens bei seinen Kunden und Maßnahmen zum Umweltschutz bewertet. Die Erfassung erfolgt dabei über Gutachten, veröffentlichte Berichte und Studien des vergangenen Jahres.

  • Qualitätskosten- und -leistungsmanagement: Diese Kategorie umfasst die Realisierung des Qualitätskosten- und -leistungsrechnungssystems als Controllinginstrument, die Qualitätskostenerfassung und -zurechnung und die qualitätsbezogene Kennzahlensystematik. Damit wird entsprechend der Maxime, dass nichts verbessert wird, was nicht gemessen wird, das Messkonzept für Unternehmensqualität untersucht.

  • Der Kategorie Qualität in der Beschaffung liegt der Stand der Qualitätssicherung, -bewertung und -verbesserung von Zulieferteilen im Sinne einer kooperativen Zusammenarbeit mit Zulieferern zugrunde. Eine wichtige Rolle spielen hier die Ausgestaltung der Lieferantenbewertung, Qualitätsverträge, die Systematik der Wareneingangsprüfung und Lieferantenaudits.

  • Integration der Mitarbeiter in ein Unternehmensqualitätskonzept

  • Qualität in Forschung und Entwicklung: Hierfür werden das Qualitätsniveau des Entwicklungsprozesses und der Ent­wick­lungs­ergebnisse, der Anwendungsgrad präventiver Qualitätssicherungsmethoden wie Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse, Quality Function Deployment oder Sta­tis­tische Versuchsplanung und die Verwirklichung von Simultaneous Engineering-Prinzipien als Bewertungsgrundlage herangezogen.

  • Für die Kategorie Qualität in der Produktion ist die Anwendung von Strategien zur Qualitätssicherung in Produktionsprozessen wie beispielsweise statistische Prozessregelung, Selbst­prü­fung und die Verwirklichung präventiver Qualitätssicherungsmethoden aus­schlag­ge­bend.

  • Die Kategorie Qualität in Auftragsabwicklung und Marketing beinhaltet herausragende Konzepte der Qualitätsentwicklung in der Prozesskette der Auftragsabwicklung, der Reklamations­abwicklung und im Marketing.

  • Seit 2001 gibt es die Kategorie Qualität im externen Service. Sie überprüft das Angebot sowie die Qualitätspolitik industrieller Serviceleistungen, die zu Produkten ergänzend erbracht werden.


handwerkliche Produktionsunternehmen

Für Handwerksunternehmen gab es vier Bewertungskategorien:



  • Allgemeine Unternehmensdaten

  • Qualitätsstrategie

  • Integration der Mitarbeiter in ein Unternehmensqualitätskonzept: Mit dieser Kategorie werden erfolgreiche Anstrengungen im Unternehmen bei der Realisierung optimaler Qualitätsleistungen durch alle Mitarbeiter erfasst. Bewertungspunkte hierfür sind Schulungs- und Weiterbildungsaktivitäten, Mitarbeiterbefragungen, Visual Management und das betriebliche Vorschlagswesen.

  • Qualität in Produktion und Auftragsabwicklung

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